Skispringen

Saisonende für Spiewok in Prémanon: Zukunft liegt in Hinterzarten

Skispringer vor der Schanze
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Der Meinerzhagener Simon Spiewok vom TuS Neuenrade war beim Saisonfinale des Alpencups in Prémanon in Frankreich zweimal zweitbester DSV-Adler.

Mit dem letzten Springen des Alpencups im französischen Prémanon ist die Saison für den Skispringer Simonn Spiewok aus Meinerzhagen zu Ende gegangen. Seine Zukunft plant er nach dem Abitur in Hinterzarten.

Willingen/Meinerzhagen – Die Saison 2020/21 ist für Simon Spiewok Geschichte. Am Wochenende warteten mit dem Finale des Alpencups in Prémanon in Frankreich die letzten Sprünge auf den Meinerzhagener: Auf der Schanze am Berg Les Tuffes belegte er den zehnten und den elften Platz, war dabei zweimal hinter Claudio Haas zweitbester DSV-Adler im Team.

Dominiert wurden die Tage im Jura von den Skispringern aus Österreich. Spiewok, der für den TuS Neuenrade startet, hatte im Training noch mit einer Weite von 74 Metern nur Platz 14 belegt. Am Samstag dann beim ersten Springen folgten Sprünge auf 83 und 83,5 Meter – das reichte für den zehnten Platz, direkt hinter seinem Teamkollegen Claudio Haas.

Am Sonntag war der erste Sprung (76,5 Meter) gar nicht gut, lag Spiewok vor dem zweiten Durchgang auf Rang 28. Beim zweiten zeigte er aber, was in ihm steckt: 86,5 Meter – das war die viertbeste Weite des zweiten Durchgangs. Damit kämpfte sich der Meinerzhagener noch auf den elften Platz vor, war wie schon am Samstag hinter Claudio Haas (8.) zweitbester DSV-Adler. Das Fazit des Wochenendes fiel trotzdem durchwachsen aus.

Saisonende für Spiewok: Zukunft liegt in Hinterzarten

„Technisch waren die Sprünge okay, aber ich bin beim Absprung mit Ausnahme des letzten Sprungs am Sonntag immer zu spät gewesen“, haderte Spiewok, der erstmals in Prémanon dabei war. In der Gesamtwertung beim Alpencup verpasste er als Elfter knapp eine Top-10-Platzierung, war allerdings mit Abstand bester Deutscher im Feld, das von den Springern aus Österreich (komplette Top 4) dominiert wurde.

Spiewok beim Deutschlandpokal Gesamtdritter

Am vorletzten Wochenende hatte Simon Spiewok auf der Schanze im Kanzlersgrund in Oberhof das letzte Springen des Deutschlandpokals für sich entschieden. Mit 102 und 96,5 Metern hatte er das Feld in Thüringen klar dominiert. In der Gesamtwertung des Deutschlandpokals schob er sich so noch auf den dritten Platz vor. Spiewok hatte in diesem Wettbewerb aufgrund seiner internationalen Einsätze für den DSV einige Springen ausgelassen, sonst wäre er in diesem Wettbewerb wohl für den Gesamtsieg in Frage gekommen. Der Kiersper Lennart Weigel fehlte beim Saisonfinale des Deutschland-Cups in Oberhof – der Springer des SK Meinerzhagen belegte in der Saisongesamtwertung den achten Platz.

Für den Internatsschüler bedeutet das Saisonende eine Zäsur. Im Frühjahr will Spiewok in Willingen sein Abitur machen – und danach die Zelte im Hessenland abbrechen. Wenn alles klappt, hofft der Meinerzhagener, sich danach in Hinterzarten – bei noch sehr viel besseren Trainingsbedingungen im starken Skispringer-Umfeld – auf die neue Saison vorbereiten und richtig angreifen zu können.

Saison 20/21: Stressig, ungewohnt, aber „der nächste Schritt“

Die Saison 20/21 wird ihm als eine ganz besondere in Erinnerung bleiben. Zum einen, weil sie extrem stressig war mit vielen internationalen Einsätzen – so mit der Premiere im Continental-Cup und auch mit der ersten Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft in Lahti.

„Zum anderen war alles ungewohnt mit den Corona-Beschränkungen“, sagt Simon Spiewok, „sonst sind meine Eltern auch mal hier und da bei einem Springen gewesen. Auch das ging diesmal überhaupt nicht.“ Unterm Strich wird er das Jahr als ein gutes verbuchen. „Ich habe den nächsten Schritt gemacht“, sagt der Abiturient und hofft nun, dass im Schwarzwald mit den dortigen Möglichkeiten noch viele weitere Schritte folgen werden.

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