1. come-on.de
  2. Sport
  3. Lokalsport

Sachsenlotto-Cup: Roosters unterliegen gegen Zweitligisten

Erstellt:

Von: Mirko Heintz

Kommentare

Dresden Roosters Sachsenlotto Eishockey Cup
Die Roosters verloren beim Sachsenlotto-Cup das Finale gegen Dresden 1:2. © Puckpix_by_Steph

Kein Erfolg in Sachsen für die Iserlohn Roosters: Beim Sachsenlotto-Cup verlor das DEL-Team aus dem Sauerland im Finale gegen die Dresdner Eislöwen 1:2.

Dresden – Es war, wie es fast immer ist. Wenn ein Zweitligist auf einen DEL-Club trifft, ist es für den einen das wichtigste Spiel der Vorbereitung und für den Verein aus der ersten Liga meist ein ganz schweres Spiel. Fehlende Körperlichkeit, eine kleine Portion gar nicht gewollte Überheblichkeit – fertig ist eine ganz besondere Prüfung, die auch die Roosters mal wieder nicht bestanden und das Finale des Sachsenlotto-Cups gegen die Dresdner Eislöwen mit 1:2 verloren.

Nach dem ohne sechs Leistungsträger (Labrie, Foucault, Bergmann, Bender, Buschmann und Raedeke) und mit sechs U23-Spielern errungenen 2:1-Halbfinalerfolg am Freitag gegen DEL-Aufsteiger Löwen Frankfurt lief schon der Auftaktabschnitt gegen die sächsischen Raubtiere alles andere als nach Plan. Trotz eines sehr soliden Starts wirkte die Mannschaft teils unkonzentriert, leistete sich kleine Fehler und die zogen zu viele Strafminuten nach sich. Vier Hinausstellungen kassierten die Sauerländer in den ersten 20 Minuten und – in Unterzahl – auch das 0:1. Vorausgegangen war eine 3:5-Unterzahl.

Acolatse war gerade zurückgekehrt, Ugbekilé noch draußen, als Dresdens Knobloch Roosters-Keeper Hanibal Weitzmann die Sicht nahm und Karlsson per Schlagschuss zum 1:0 traf (11.). Anschließend hatten die Turniergastgeber durch Porsberger sogar noch die Chance aufs 2:0, Weitzmann aber passte auf. Erst in den Schlussminuten steigerten sich die Sauerländer, deuten an, was sie draufhaben, wenn sie ihr Spiel aufs Eis bringen. Gut funktionierte auch das Penaltykilling, trotz des Gegentores. Die wenigen offensiven Akzente von Bailey, Daugavins und Scheel waren allerdings nicht gefährlich genug, um Ex-Rooster Janick Schwendener im Tor der Gastgeber zu gefährden.

Sachsenlotto-Cup: Roosters unterliegen gegen den Zweitligisten aus Dresden

Die Ansprache von Cheftrainer Kurt Kleinendorst in der Pause dürfte deshalb deutlich gewesen sein, denn seine Mannschaft kam konzentrierter aus der Kabine. Trotzdem verbuchte Porsberger für die Dresdner sogar das 2:0 (25.). Diesmal stimmte die Zuordnung rund ums Iserlohner Tor nicht perfekt, lenkte Proske die Scheibe unglücklich zum Gegner, der aus guter Position traf – die Führung der Eislöwen war nicht mal unverdient.

Eine vier Minuten dauernde Überzahl der Roosters brachte aber den Anschlusstreffer. Nachdem Brown zunächst den Pfosten getroffen hatte, fand die Scheibe knapp zwei Minuten später den Weg ins Tor. Daugavins hielt nach einem Pass von Cornel den Schläger rein, es war das verdiente 2:1. Problem nur, die Roosters ließen auch anschließend die Körperlichkeit vermissen. So hatten die Eislöwen zu viel Raum, um ihr Spiel immer wieder vor den Kasten Weitzmanns zu bringen, der aber mit genialen Saves in höchster Not zu retten wusste.

Mit zwei gefährlichen Dresdner Schüssen begann der Schlussabschnitt. Weitzmann vereitelte einen höheren Rückstand, bevor seine Vorderleute das Tor der Gastgeber so unter Druck setzen konnten, wie es sich die Blau-Weißen vorgenommen hatten. Druckmoment folgte auf Druckmoment, auch weil die Sauerländer deutlich mehr Schlittschuh liefen. Proske, Streu und Bailey hatten Großchancen, einzig der Treffer wollte für die Sauerländer nicht fallen. So tickten die Minuten herunter. Während die Roosters drückten, verlegten sich die Eislöwen auf Konter und hatten durch Kiedewicz ihre beste Gelegenheit. 130 Sekunden vor dem Ende nahm Kleinendorst Weitzmann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, hochkarätige Chancen blieben aber Mangelware. Einzig Brown hatte noch einmal eine gute Schussgelegenheit, Schwendener aber klärte auch in diesem Moment.

Das Turnier in der Übersicht

Finale: Dresdner Eislöwen – Iserlohn Roosters 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)
Roosters: Weitzmann – O´Connor, Ugbekilé; Rausch, Acolatse; Ankert, Jung; Elten – Cornel, Bailey, Alanov; Proske, Daugavins, Brown; Rutkowski, Busch, Scheel; Ziegler, Streu, Broda
Tore: 1:0 (10:45) Karlsson (Postel, Knobloch/5:4), 2:0 (24:08) Porsberger (Geuß), 2:1 (28:45) Daugavins (Bailey, Cornel/5:4) - Strafen: Eislöwen 6; Roosters 10 – Zuschauer: 1393

Halbfinale:
Iserlohn Roosters – Löwen Frankfurt 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)
Tore: 1:0 (22:55) Streu (Penalty), 1:1 (46:45) Moser (McNeill, Olsen), 2:1 (49:48) Alanov (Bailey) - Strafen: Roosters 2; Frankfurt 2 – Zuschauer: 150

Dresdner Eislöwen – Düsseldorfer EG 1:0 OT

Spiel um Platz 3: Düsseldorfer EG – Löwen Frankfurt 5:2

Auch interessant

Kommentare