Fußball

RWL sucht noch den Rost-Nachfolger

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Auch Routinier Lars Scheerer, „Spielervater“ der Rot-Weißen, wird zunächst aktiv in den Trainingsbetrieb des Bezirksliga-Tabellenführers eingebunden. Das Wort des 41-Jährigen hat im Mannschaftskreis großes Gewicht.

Lüdenscheid - Die Trennung zwischen Rot-Weiß Lüdenscheid und Trainer Martin Rost kam überraschend. Ein Nachfolger wird weiterhin gesucht. Ein Plan für die Übergangsphase ist jedoch erarbeitet.

Auch Mitte der Woche ist beim Fußball-Bezirksliga-Spitzenreiter Rot-Weiß Lüdenscheid nach der überraschenden Trennung von Trainer Martin Rost noch keine Entscheidung gefallen, wer als Chefcoach das „Unternehmen Aufstieg“ zu einem erfolgreichen Ende führen soll. 

„Wir befinden uns in Gesprächen. Da der Aufstieg ganz klare Priorität genießt, suchen wir aktuell ausschließlich nach Lösungen für die Restsaison, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass wir dann zum Saisonende entscheiden, mit dem zunächst nur bis zum Sommer tätigen Coach auch in der neuen Saison weitermachen“, erklärte Vorstandssprecher Michael Dregger. 

Bis eine mittelfristige Lösung gefunden ist, liegen die Geschicke des Mannschaftstrainings in den Geschicken der bisherigen Rost-Stellvertreter: „Wir haben mit Gerd Schulte, Thomas Luksch und Andreas Heinrich drei Co-Trainer, die auch noch von Routinier Lars Scheerer in der Alltagsarbeit unterstützt werden“, erklärte Michael Dregger. Beim ersten von bislang vereinbarten vier Testspielen am Sonntag (14.30 Uhr, Sportplatz Am Hahnenbach, Hamm) beim TuS Germania Lohauserholz-Daberg wird, wenn bis dahin noch kein Rost-Nachfolger gefunden ist, zudem der Sportliche Leiter Thomas Dregger auf der RWL-Bank sitzen. 

Den Dienstagabend nutzte der Vorstand, um im Fitnessstudio von Physio-Coach Andreas Heinrich der Mannschaft zu erörtern, warum am Ende der Gespräche die – nach Lesart des Vorstandes – einvernehmliche Trennung erfolgte. Die Reaktion der Spieler war dabei wohl recht unterschiedlich. 

„Ich sehe das ein bisschen so, als wenn sich in einer Familie Vater und Mutter einigen, sich zu trennen, dann gibt es natürlich Kinder, die die Gründe nicht direkt nachvollziehen können“, bemühte Michael Dregger einen zwischenmenschlichen Vergleich. „Niemand findet den Zeitpunkt der Trennung gut, da sind sich Vorstand, Ex-Trainer und auch Spielerrat einig. Aber wir sind alle lang genug im Geschäft, um uns eine solche Entscheidung reiflich zu überlegen. Da benötigen wir keine externen Hinweise darauf, das der Zeitpunkt sehr unglücklich ist. Trotzdem sind wir mit Martin Rost überein gekommen, die Trennung jetzt zu vollziehen. Dass davon einige Spieler völlig überrascht sind und die Entscheidung in Zweifel ziehen, ist vielleicht verständlich. Aber wir leben nicht in einer Basisdemokratie, in der wir jede einzelne Stimme vor einer Entscheidung abfragen müssen, bei mehr als 20 Spielern auch nicht können. Und ich kann nur betonen, dass der Spielerrat, der ja von allen Akteuren gewählt worden ist, jederzeit in den Entscheidungsprozess eingebunden war“, betonte Vorstandssprecher Dregger, der immerhin vermelden konnte, dass trotz der einen oder anderen Unverständnis-Reaktion kein Spieler seinen sofortigen Rückzug angekündigt hat. 

Für einigen Wirbel hat die Trennung von Martin Rost derweil auch beim hartnäckisten Rot-Weiß-Verfolger SC Berchum-Garenfeld gesorgt. „Unfassbar, wie der Verein mit dem Trainerkollegen umgesprungen ist“, wird Trainer Fabian Kampmann in den Schwerter Ruhrnachrichten zitiert.

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