Fußball

Aufstieg bleibt das Ziel

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Raphael Schwarzer bei einer seiner sportlichen Lieblingsbeschäftigungen: dem Torjubel. 

Lüdenscheid – Die Hinrunde der Fußball-Bezirksligastaffel 6 ist beendet. Bevor am 1. Dezember die Rückrunde beginnt, lohnt ein Blick zurück auf die vergangenen 15 Spieltage, die vor allem für Vorjahresvizemeister Rot-Weiß Lüdenscheid erfreulich verliefen, der punktgleich hinter dem SC Berchum-Garenfeld erneut auf Platz zwei rangiert. Großen Anteil am Höhenflug der Fußballer vom Nattenberg hat Offensiv-Youngster Raphael Schwarzer, der mit 14 Treffern die Torschützenliste der Liga anführt. Mit dem Erfolgskicker sprach Sportredakteur Jörg Hellwig.

Hallo Raphael. In deinem dritten Seniorenjahr bist du richtig durchgestartet, hast eine tolle Hinrunde gespielt. Was sagst du zu deinem persönlichen Erfolg?

Das ist natürlich auf jeden Fall eine super Momentaufnahme. Aber noch besser ist, dass es kein Erfolg ist, der sich auf zwei oder drei Spiele beschränkt, sondern schon über einen längeren Zeitraum, nämlich die gesamte Hinrunde anhält. Das gibt einem natürlich enormes Selbstvertrauen.

Wieviel Anteil haben Mannschaftskollegen und Trainer Martin Rost an deinem Erfolg?

Ich denke, dass sie einen ganz großen Anteil daran haben. Fußball ist ein Mannschaftssport und wenn ich nur an das letzte Heimspiel am Sonntag denke, da habe ich von den Supervorlagen meiner Mitspieler Richard Dissing und Lukas Finke profitiert. Gute Mitspieler helfen jedem Fußballer enorm weiter. Und Trainer Martin Rost hat auch großen Anteil an meinem persönlichen Erfolg, den größten wohl dadurch, dass er mich in der vergangenen Saison vom reinen Stürmer zum Offensivspieler auf dem rechten Flügel umgeschult hat, wo ich meine Schnelligkeit noch besser ausspielen kann.

Du bist auf dem Feld ein sehr emotionaler Typ. Zum Leidwesen der RWL-Verantwortlichen und einiger Fans auch dann, wenn es nicht läuft bei dir. Dann verkehrt sich deine Körpersprache schnell ins Negative und du lässt Frust verbal auch mal deutlich an Schiedsrichtern aus. Was tust du dagegen?

Ja, das stimmt schon. Das ist sicher mein größtes Manko auf dem Platz. Mit solchen Reaktionen bringe ich mich damit oft auch selbst aus dem Spiel. Das ärgert mich gewaltig, ich probiere, ruhiger zu werden auf dem Feld. Überhaupt arbeite ich daran, die Art der Kommunikation beim Fußball positiver zu gestalten.

Im vorletzten Heimspiel gegen Geisecke hast du nach dem Halbzeitpfiff noch gelb gesehen. Das ist eigentlich immer ein Warnsignal, dich zum Selbstschutz auch mal aus dem Spiel zu nehmen. Aber du bist auf dem Platz geblieben und hast eine sehr ruhige und erfolgreiche zweite Halbzeit gespielt. Woran lag’s?

Da kam mir sicher entgegen, dass ich in der Halbzeitpause die Zeit hatte, über mein Verhalten und dessen Sinn nachzudenken, mir klar zu machen, dass solche Reaktionen nichts bringen. Diese Zeit hast du sonst nicht, wenn’s auf dem Feld von A nach B und dann nach C geht, da ist es dann schwieriger.

Was wünscht du dir für dich kurz- und mittelfristig im sportlichen Bereich?

Kurzfristig, und damit meine ich die Restsaison, haben wir uns als Rot-Weiß Lüdenscheid ja den Aufstieg fest vorgenommen und ich bin davon überzeugt, dass wir das auch schaffen können. Eminent wichtig ist natürlich gleich der Rückrundenauftakt in Garenfeld. Da wollen wir wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber den Gastgebern unbedingt den Dreier. In der Vorsaison haben wir da zwar 0:2 verloren, aber ich glaube, dass wir stärker geworden sind, dass die Mannschaft in der Lage ist, auch dort zu gewinnen und den Aufstiegstraum zu verwirklichen. Dann in der Landesliga zu spielen, wäre natürlich toll. Mittelfristig hoffe ich, vielleicht noch einmal höherklassig spielen zu können. Aber wichtiger ist sicher mein duales Studium, das schon sehr anspruchsvoll ist. Und da muss man halt sehen, wie sich die Belastungen miteinander vereinbaren lassen. Das Studium genießt auf jeden Fall Priorität.

 

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