Zum Schluss wurde es dann doch zu arg

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Kaum vom Ball zu trennen: Theesens siebenfacher Torschütze Aytürk Gecim (weißes Trikot) im Duell mit dem Rot-Weißen Rostand Ndoumi Kemadj.

Lüdenscheid -  Am Ende wurde es dann doch etwas zu dicke und die gute Vorstellung aus den ersten 45 Minuten etwas geschmälert. Denn dann mussten sich die Fußball-A-Junioren von Rot-Weiß Lüdenscheid dem vier Klassen höher, in der Bundesliga angesiedelten Gast VfL Theesen im Landespokal-Achtelfinale noch klar mit 2:11 (2:4) geschlagen geben.

Von Jörg Hellwig

Eine Halbzeit lang hatten sich die Schützlinge von RWL-Trainer Martin Rost tapfer gewehrt, mitunter sogar mutig den Weg nach vorn gesucht. Gegen einen Gast, der allein in punkto Tempo und Ballsicherheit in heimischen Gefilden eine Klasse für sich war. Die Kicker aus dem Bielefelder Stadtteil ließen mit ihren offensivfreudigen Außenverteidigern, den Taktgebern Schürmann und Erdem im zentralen Mittelfeld und einem alles überragenden Mittelstürmer Gecim von Beginn an wenig Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde.

Immer, wenn der VfL voll aufs Tempo drückte, bekamen die wackeren Rot-Weißen Probleme, so auch beim Führungstor durch Gecim (7.), der überhaupt nicht zu bremsen war, obwohl die RWL-Innenverteidiger Dunkel und Ndoumi Kemadj keineswegs enttäuschten.

Zunächst aber forderte RWL den Beifall der rund 200 Zuschauer am Nattenberg heraus: Ein Freistoß von Rostand Ndoumi Kemadj schätzte VfL-Keeper Bergmann falsch ein, mit schulbuchmäßigem Kopfball glich Lennard Adams (17.) zum 1:1 aus.

Doch der Gast, der schon einige Möglichkeiten ausgelassen hatte, blieb am Drücker, passte immer wieder druckvoll auf die RWL-Defensiv-Nahtstellen, in denen sich die Gästekicker mit viel Tempo bewegten, während die Lüdenscheider allzu häufig auf die Kugel warteten. Die Spielgestalter der Keller-Elf, Schürmann per Kopf und Erdem (Kopfball nach Ecke), erhöhten auf 3:1 für den Gast, der nach 28 Minuten das 4:1 durch Gecim nachlegte, ehe er es etwas ruhiger angehen ließ. Das bekamen die Rot-Weißen schnell spitz, hatten nach Dissings Steilpass auf Seckin eine erste Riesenchance, zu verkürzen, doch Keeper Bergmann parierte (38.). Vier Minuten später zeigte auch Theesen mit einem Harakiri-Pass vor dem eigenen 16er, dass auch Bundesligisten nicht fehlerfrei sind, Onur Seckin bedankte sich mit dem zweiten Treffer.

Das war freilich letztes „Lebenszeichen“ der Rot-Weißen. Denen gingen nach Wiederbeginn sichtlich die Kräfte aus, so dass nach Wilkings 2:5 allein Gecim noch ein Fünferpack in Serie zur zweistelligen RWL-Niederlage folgen ließ. - jig

RWL: Sahin – Uslu (56.Welzholz), Ndoumi Kemadj, Dunkel, Sadiku – Adams, Izgi – Kellermann (66. Schneider), Dissing, Seckin (66. d’Apolito – Finke (79. Haering)

VfL: Bergmann – Wilking, Karadag, Fausten, Lohmeyer (68. Kraft) – Giorgio (61. Molter), Eckert, Erdem (61. Berger), Schürmann (69. Schmidt), Steffen – Gecim

Schiedsrichter: Kleiböhmer (Hagen)

Tore: 0:1 (7.) Gecim, 1:1 (17.) Adam, 1:2 (22.) Schürmann, 1:3 (24.) Erdem, 1:4 (28.) Gecim, 2:4 (42.) Seckin, 2:5 (49.) Wilking, 2:6 (52.) Gecim, 2:7 (56.) Gecim, 2:8 (61.) Gecim, 2:9 73.) Gecim, 2:10 (81.) Gecim, 2:11 (89.) Molter

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