RWE-Wintercup: LTV 61 beklagt zu wenig Platz

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Gegen den LTV 61 musste sich der TSV Herscheid (in blau-weiß) zwar 0:2 geschlagen geben, doch am Ende durfte der C-Ligist ebenso wie die Bergstädter die Qualifikation für den Regionalcup feiern.

Lüdenscheid - Keine Frage, die Ausrichtung zweier Vorrundengruppen beim RWE-Wintercup in der Sporthalle am Stadtpark war für den Lüdenscheider TV 61 höchst arbeitsintensiv gewesen. Stand doch die BGL-Sporthalle als angestammtes Domizil nicht zur Verfügung.

Von Marc Kusche

Am Freitagabend begann es mit dem Abtransport der Fünf-Meter-Tore und Küchenutensilien vom Honsel zur Ausweich-Sporthalle, am Sonntag gegen 20.30 Uhr ging es retour, ausgeladen wurde allerdings erst gestern Nachmittag.

Waren die Verantwortlichen um Fußball-Abteilungsleiter Thomas Gabel im Vorjahr noch rundherum zufrieden, als der Honsel-Verein erstmals als Ausrichter bei Westfalens größtem Hallenturnier fungiert hatte, so fiel das Fazit diesmal durchwachsen aus. „Man muss ganz ehrlich sein: Die zwei Tage haben gezeigt, dass die Halle am Stadtpark für Turniere dieser Größenordnung einfach nicht geeignet ist. Die Verhältnisse sind zu beengt, es ist zu wenig Platz für alle Beteiligten. Dafür haben wir von einigen Vereinen harsche Kritik einstecken müssen, aber es ging in diesem Jahr nicht anders“, machte Gabel noch einmal deutlich, dass die BGL-Sporthalle nicht zur Verfügung stand, man von daher froh gewesen sei, von der Stadt überhaupt ein Ausweichquartier zur Verfügung gestellt bekommen zu haben.

Dass der Zuspruch mit je rund 100 Zuschauern an beiden Tagen bei weitem nicht so gut war wie 2014 – der Sturm am Samstag und prognostizierte Schneefall für Sonntag mögen Gründe gewesen sein –, sah er mit einem weinenden und lachenden Auge: „Für unsere Kasse war es nicht gut, doch noch mehr Leute hätte die Halle kaum verkraftet.“ Keine Frage für Gabel ist indes („Organisatorisch war sonst alles gut“), dass sich der LTV auch für 2016 wieder für zwei Vorrunden bewerben wird. Voraussetzung ist aber, dass das BGL zur Verfügung steht.

Hoher Stimmungspegel bei TSV Lüdenscheid und TSV Herscheid

In sportlicher Hinsicht fielen die beiden Tage recht unterschiedlich aus, waren Niveau und auch Stimmungspegel – insbesondere von den Fanblöcken des TSV Lüdenscheid und TSV Herscheid – am Sonntag wesentlich höher. Auf dem Feld ging es derweil weitestgehend friedlich zu, musste in den insgesamt 72 Spielen nur eine rote Karte gezückt werden (SC Plettenbergs Keeper Marius Klose). Pech hatte zudem Eggenscheids Thomas Bompis, der sich nach einem Zweikampf einen Nasenbeinbruch zuzog. Probleme bereitete auch das Grätschverbot. Das haben zahlreiche Kicker noch immer nicht verinnerlicht, aber auch zum Teil die Schiedsrichter nicht. Der eine pfiff es konsequent, der andere weit weniger – zahlreiche Diskussionen von Akteuren mit den Schiris waren die Folge.

Vorrunden des RWE-Wintercups in Lüdenscheid

Vorrunden des RWE-Wintercups in Lüdenscheid - Der Sonntag

Sehr gut kam bei Spielern und Trainern der LTV-Service an, im Foyer einen Bildschirm zu installieren, wo permanent Ergebnisse und die aktuelle Tabelle einzusehen waren. So standen unter anderem am Sonntagabend vor dem letzten Turnierspiel zwischen TuS Plettenberg und FSV Werdohl, in dem es um den Gruppensieg ging, die Trainer Kosta Michailidis (TuS) und Alen Terzic nebeneinander und analysierten die Lage. „Wir wollen nicht Erster werden, sonst kommen wir beim Regionalcup in die Hammergruppe mit zwei Landesligisten“, schickte Michailidis Richtung FSV-Coach, der das ganz anders sah: „Wir nehmen es, wie es kommt.“ Das Ende ist bekannt: Der TuS verlor 0:5, hatte den Worten seines Trainer „Taten“ folgen lassen.

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