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Über Oppendorf nach Aachen: RV Altena nach zwei Westfalenmeistertiteln nun beim CHIO

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Von: Michael Jeide

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Zum vierten Mal Westfalenmeister: Das Team I des Reitvereins Altena.
Zum vierten Mal Westfalenmeister: Das Team I des Reitvereins Altena. © Reitverein Altena

Oppendorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke und vom Domizil des Reitvereins Altena in Küntrop fast genauso weit entfernt wie das Mekka des Reitsports in der Aachener Soers. Doch das 900-Seelen-Dorf im nordöstlichen Zipfel Nordrhein-Westfalens werden die Voltigierer des RV Altena als Zwischenstation auf dem Weg zum großen CHIO in sehr angenehmer Erinnerung behalten. 

Altena - Denn bei den von der Voltigierabteilung des Reit- und Fahrvereins Wehdem-Oppendorf ausgerichteten Titelkämpfen holte sich das Team 1 des RV Altena am Wochenende zum vierten Mal in Folge mit dem treuen Cairo Platz eins bei der Westfalenmeisterschaft.

„Erst einmal möchten wir uns beim Veranstalter Wehdem Oppendorf bedanken für die Ausrichtung des Turniers und bei allen Teilnehmern für so eine gute Atmosphäre. Wir sind immer noch geflasht und freuen uns riesig, dass wir es noch mal mit diesem Pferd und dem Team geschafft haben“, sagte eine glückliche Claudia Döller-Ossenberg-Engels, die Cairo beim tollen Auftritt der Altenaer Pferdeakrobaten wie gewohnt an der Longe führte.

„Solch ein Erfolg ist nicht immer selbstverständlich, denn Pferde gesund und auf dem Punkt fit zu halten, ist ein sehr wichtiger Aspekt und leider nicht immer möglich. Mal eben eine Kür auf einem anderen Pferd zu starten, verdient unsere Hochachtung“ sprach Döller-Ossenberg-Engels die Konkurrenz aus Handorf-Sudmühle an, die dazu gezwungen war.

Nach Platz zwei im ersten Umlauf war das RVA-Team im zweiten und dritten Umlauf der Meisterschaft der altersoffenen Gruppen nicht mehr zu schlagen und holte sich mit der Endnote 7,396 erneut den Westfalenmeistertitel vor dem zunächst führenden RFZV St.Hubertus Herne (7,254) und dem Team 1 VV Volmerdingsen (7,240).

Damit nicht genug: Jolina Ossenberg-Engels gewann mit Ersatzpferd Flying Dutchman auch die altersoffene Einzelmeisterschaft, zeigte in allen vier Umläufen die beste Vorstellung und verteidigte mit der Endnote von 7,193 überlegen ihren Titel. In der Juniorwertung belegte Kiara Melina Meißner ebenfalls mit Flying Dutchman nach vier Umläufen mit der Endnote 6,570 den elften Platz und hat als Ersatz die Nominierung zur Deutschen Junior Meisterschaft erlangt.

Das Team des RVA und Jolina Ossenberg-Engels werden nun bei den Deutschen Meisterschaften vom 26. bis 28. August in Verden an den Start gehen. Am Mittwoch brachen Jolina Ossenberg-Engels und Partner Timo Gerdes aber zunächst einmal nach Aachen auf, „wo sie im Pas de deux noch einmal alle begeistern möchten“, so Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels, die beim CHIO in der Soers mit der 21-jährigen Katerina Kocurova aus Tschechien, die sich zurzeit in Küntrop unter ihrer Leitung auf die diesjährige Weltmeisterschaft im dänischen Herning (6. bis 14. August) vorbereitet, aber noch ein weiteres Eisen im Feuer hat.

Für diese WM konnte sich Kocurova vor knapp einem Monat im belgischen Lier qualifizieren. Sie startete auf Flying Dutchman und konnte sich als Zehntplatzierte bei den Damen das Ticket für Herning sichern. Jolina Ossenberg-Engels platzierte sich bei den Damen am Ende als Fünfte und machte nach einer wackeligen Pflicht noch einige Plätze nach Technik und Kürprogramm auf Equido gut.

Alisa Koopmann ging in Lier gleich in zwei Disziplinen an den Start. Mit dem Juniorteam Brakel belegte sie nach Pflicht und zwei Kürdurchläufen den 2. Platz. Im Einzel konnte sie nach drei Durchgängen auf Flying Dutchman in einem großen Starterfeld den 17. Platz erzielen.

Zurück nach Aachen: Dort werden sich Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes nach der Verfassungsprüfung am Donnerstag nun am Samstag (10.00 Uhr) und Sonntag (10.15 Uhr) in der Albert-Vahle-Halle mit Cairo der internationalen Konkurrenz im Pas de deux stellen. Gemeldet sind neun Paare aus vier Nationen, neben Deutschland sind dies noch Dänemark, die Niederlande und die Schweiz.

Zahlenmäßig deutlich größer ist die Konkurrenz für Katerina Kocurova im Einzel der Damen. Hier gehen 29 Sportlerinnen aus 16 Nationen an den Start.

Einen schönen Erfolg erzielte eine für den RV Altena startende Pferdesportlerin unlängst in einer Disziplin, die bislang nicht zum Portfolio des Vereins gehört hatte, dem Fahrsport. Lisa-Marie Schücker aus Neuenrade und ihr Pony Miss Independent gewannen bei den Westfälischen Meisterschaften im Gespannfahren in der Disziplin Pony Einspänner die Bronzemedaille. Auf Gut Wulfstal im Alt-Bürener-Land musste sich Schücker nach Dressur, Gelände und Hindernis nur Stefan Averbeck (Wettringen/Gold) und Daniel Müller (Herford/Silber) geschlagen geben.

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