Handball

Rüdiger Hermes: Ein Handball-Tausendsassa wird 80 Jahre alt

Schalksmühler Handballfans auf der Tribüne
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Rüdiger Hermes (Mitte, mit roter Kappe) feierte am Donnerstag seinen 80. Geburtstag.

Ein Schalksmühler Original und Handball-Tausendsassa feiert seinen 80. Geburtstag: Über den Spieler, Trainer und Schiedsrichter Rüdiger Hermes.

Schalksmühle – Das große Fest musste aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen, doch über die zahlreichen Gratulanten aus verschiedenen Zeitaltern des Schalksmühler Handballs, die ihn am Telefon erreichten, freute sich der Jubilar dann doch: Rüdiger Hermes feierte am Donnerstag seinen 80. Geburtstag.

„Das Fest holen wir nach“, stellte der immer noch so vitale Handball-Tausendsassa fest, „im Moment geht ja leider nichts.“ Hermes ist ein Dauerbrenner und ein echtes Original des Schalksmühler Handballs. Aus der Jugend des TuS Stöcken-Dahlerbrück hervorgegangen, wechselte er im Alter von 19 Jahren zum Schalksmühler TV und erlebte dort noch große Zeiten im Feldhandball. Dem STV und seinem Nachfolgeverein SGSH hat er bis heute die Treue gehalten.

Ein Handball-Tausendsassa wird 80 Jahre alt

In Erinnerung geblieben ist Hermes indes Generationen von Handballern als Unparteiischer und auch als Wochenend-Hausmeister in der Sporthalle Löh. Ohne die Familie Hermes ging am Löh über Jahrzehnte auch im Catering nichts – 28 Jahre kümmerte er sich, noch heute ist er stellvertretender Hausmeister. Immer da, wenn irgendwas nicht läuft.

Als Referee schaffte es Hermes mit seinen ersten Partnern Dieter Philipp (Heedfeld) und später Walter Lüttringhaus (Kierspe) bis in die Frauen-Oberliga und Männer-Landesliga. 35 Jahre lang machte er diesen unpopulären Job, aber er machte ihn stets gerne und immer als Partner der Aktiven, war mit wechselnden Gespannmännern – ein Jahr lang auch mit dem heutigen Kreis-Schiedsrichterwart André Krause – in allen Hallen, anders als manch anderer Referee, ein gern gesehener Gast. Hermes warb beim STV auch lange Jahre als Schiedsrichterwart um neue Referees für seinen Sport, wurde zum Ziehvater für neue Generationen von Schwarzkitteln.

Zwei Jahre als Trainer bei den LHC-Verbandsliga-Frauen

Dazu übernahm der Jubilar auch Traineraufgaben – zwei Jahre lang beim Lüdenscheider HC bei den Verbandsliga-Frauen, vier Spielzeiten zudem in den 1990er-Jahren bei der Kreisliga-Drittvertretung des Schalksmühler TV.

Vom Handball können Rüdiger Hermes und seine Ehefrau Edelgard auch heute nicht lassen – bei Drittliga-Spielen der SGSH sind sie sowohl am Löh als auch in der Fremde fast immer dabei. Und so vermissen sie in der Pandemie-Zeit die vielen Freunde, die sie über den Handball gewonnen haben – auch am besonderen Ehrentag in dieser Woche.

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