Rückschlag für die Roosters: 1:4-Niederlage in Augsburg

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Acht ganz schwache Minuten im Mittelabschnitt bescherten den Roosters in Augsburg einen 0:3-Rückstand, der nicht mehr aufzuholen war. Am Ende hieß es aus Sicht der Sauerländer 1:4.

AUGSBURG - Sie mühten sich, sie rackerten, aber sie trafen einfach das Tor nicht. Mit 1:4 mussten sich die Iserlohn Roosters am 14. Ligaspieltag bei den Augsburger Panthern geschlagen geben, fielen damit im Klassement von Platz zwei auf vier zurück.

Mit dem torlosen Unentschieden nach 20 Minuten konnten die Sauerländer am Ende von Drittel eins zufrieden sein. Dank Mathias Lange im Tor hielt die Iserlohner Defensive stand. Zwar generierten die Schwaben viele Schüsse von der blauen Linie, meist aber hatte der starke Iserlohner Goalie freie Sicht. Während die Gastgeber das Spiel aber der elften Minute besser in den Griff bekamen, gehörten Auftakt und Ende den Roosters. Früh hatten Petersen und Connolly Chancen gegen Augsburgs jungen Torhüter Meisner. Nach einer bravorös überstandenen 3:5-Unterzahl des IEC (10.) kamen die Fuggerstädter besser ins Spiel, wussten aber weder Polaczeks genialen Moment noch Matsumotos Konter zu nutzen. Kurz vor der Pause hielt Meisner mit der Stockhand einen York-Schuss.

Verkorkst dann das Mitteldrittel. Früh erarbeiteten sich die Sauerländer eine doppelte Überzahl, nutzten sie aber nicht. Dann der erste Rückschlag. Macek bekam unter den Augen von Bundestrainer Marco Sturm wegen eines Checks gegen Kopf und Nacken zwei Minuten plus eine Disziplinarstrafe aufgebrummt, Sekunden bevor die Waldstädter wieder komplett waren, traf Ciernik zum 1:0 (23.). Viel zu passiv spielte der Gast, ließ die neutrale Zone offen und kassierte 149 Sekunden später sogar das 0:2. Nach einem Schuss konnte Lange den Rebound nicht stoppen, viele Schläger stocherten nach, bis die Scheibe durch Bettauer zum zweiten Mal im Iserlohner Netz landete. Anschließend nahm Pasanen eine Auszeit, versuchte seine Jungs an die taktische Marschroute zu erinnern. Aber Bassens Haken brachte die Panther wieder mit einem Mann mehr aufs Eis, Ex-Rooster Holzmann traf zum 3:0 (32.).

Aber nur 28 Sekunden sorgte Rückkehrer Dupont für neue Hoffnung, mehrfach lag bis Ende des Mittelabschnitts gare der zweite Iserlohner Treffer in der Luft. Und auch im Schlussdrittel machten die Roosters zunächst mächtig Dampf, brachten Angriff auf Angriff in Richtung Augsburger Tor. Zwar hatte der IEC hervorragende Möglichkeiten durch Blank, Sylvester und York, es fehlte aber immer wieder an der einen perfekten Sekunde. Und so kassierte die Sauerländer gar noch das 1:4, als Lange seinen Kasten zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte. - MiHei

Panther: Meisner – Tölzer, Lamb; Rekis, Bettauer; Dinger, Stamler – Weiß, Grygiel, Ciernik; LeBlanc, Mancari, Holzmann; Matsumoto, T.J. Trevelyan, Hanowski; MacKay, Polaczek, Thiel

Roosters: Lange – Button, Teubert; Périard, Raymond; Côté, Lavallée; Shevyrin – Jaspers, Caporusso, Macek; York, Dupont, Petersen; Sylvester, Friedrich, Blank; Bassen, Connolly, Bassen, Ross

Schiedsrichter: Hunnius (Berlin), Piechaczek (Landsberg)

Tore: 1:0 (22:53) Ciernik (Lamb/5:4), 2:0 (25:22) Bettauer (Matsumoto, Trevelyan), 3:0 (31:01) Holzmann (Weiß, LeBlanc/5:4), 3:1 (31:29) Dupont (Petersen, Teubert), 4:1 (58:53) Polaczek (Grygiel/6:5)

Strafen: Panther: 10 + 10 (Stamler); Roosters: 14 + 10 (Macek)

Zuschauer: 4276

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