Tischtennis

TTC Altena verläuft sich im Paragraphendschungel

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Bastian Steeg ist der Hoffnungsträger der Altenaer Reserve im Verbandsliga-Abstiegskampf und spielt auch weiterhin fürs Regionalliga-Team des TTC.

Altena – Es hatte für den Abstiegskampf der Reserve in der Tischtennis-Verbandsliga eine Art Königstransfer des Winters sein sollen, doch dabei hat sich der TTC Altena verrechnet: Der bulgarische Ex-Bundesliga-Spieler Nikolai Solakov (43) steht zwar in der Rückrunde für den TTC auf der Spielermeldeliste. Allein: Er wird kein einziges Spiel für die Burgstädter bestreiten können.

Wie in anderen Sportverbänden, so ist es auch beim Tischtennis so, dass der Paragraphen-Dschungel unübersichtlicher geworden ist. Das Beispiel des TTC Altena veranschaulicht dies gut. Solakov war in der Hinrunde noch für den NRW-Ligisten TuS Rheinberg gemeldet. Wäre er zum Beispiel zur TTSG Lüdenscheid gewechselt, so würde er normal die Rückrunde bestreiten können. In Altena indes geht das nicht, weil er hier für die Reserve spielen sollte, und da greifen gleich mehrere Faktoren auf einmal.

Solakov im nächsten Halbjahr nicht einsatzberechtigt

Solakov nämlich müsste von der Spielstärke im TTR-Ranking im Altenaer Regionalliga-Team einsortiert werden, würde dort sogar wohl am mittleren Paarkreuz spielen. Allerdings spielt die 1. Mannschaft in der Regionalliga. Von der 1. Bundesliga bis zur Regionalliga sind allerdings keine Zugänge zur Rückrunde gestattet. Also darf Solakov für die 1. Mannschaft des TTC Altena kein Spiel machen. Zweiter Faktor: Während nun vor dem Saisonstart einfach ein Sperrvermerk für Solakov greifen würde, sodass er ausschließlich in der Reserve spielen dürfte, so sind vor der Rückrunde Sperrvermerke grundsätzlich nicht gestattet.

Und damit darf der Bulgare weder in der 1. noch in der 2. Mannschaft der Burgstädter spielen. Mit anderen Worten: Der TTC hat einen Spieler verpflichtet, der für ihn im nächsten Halbjahr wertlos ist. Somit fehlt dem TTC Altena nicht nur die Topkraft für die Schlüsselspiele im Abstiegskampf – die Personaldecke wird generell eine dünne sein. Da im Regionalliga-Team Vladimir Petkov in der Hinserie kein einziges Spiel bestritten hat, muss ein Spieler der Reserve aufrücken.

Dies soll wohl Stanislav Ivanov sein. Mit dem weiterhin gemeldeten Lukas Bosbach, der nicht mehr für den TTC spielen wird, umfasst der Regionalliga-Stammkader damit sechs Spieler, eigentlich aber eben nur fünf. Aufrücken wird natürlich so oft wie möglich und nötig Bastian Steeg, der nun der Hoffnungsträger der Reserve ist.

Hinter Steeg ersetzt Neuzugang Jochen Meißner zwar den nach Bönen abgewanderten Maximilian Fortmann, doch weil Ivanov-Einsätze in der Reserve ausgeschlossen sind, geht das Team nun nominell auf jeden Fall schwächer besetzt in die Rückserie, die am 12. Januar mit dem Heimspiel gegen die TTSG Lüdenscheid beginnt.

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