Kartslalom

Nur Lennart Dittrich richtig zufrieden

Toller Erfolg für Lennart Dittrich: Der Werdohler pilotierte die Karts zum Endrundenauftakt in Warendorf in der Klasse 5 auf einen starken zehnten Platz.

Kreisgebiet – Zum Auftakt der ADAC-Westfalenendläufe im Kartslalom am Wochenende in Warendorf überwog diesmal die Enttäuschung. Zumindest beim Trio des AC Lüdenscheid, das sich mehr erhofft hatte. Richtig zufrieden war beim ersten der drei Finalläufe einzig und allein der für den AMC Schwelm startende Werdohler Lennart Dittrich, der in der extrem leistungsdichten Klasse 5 als Zehnter einen kaum erträumten Top Ten-Platz einfahren konnte.

Dagegen musste das Lüdenscheider Trio einen Rückschlag hinnehmen und die Erkenntnis gewinnen, dass sich Erfolg in einer Sportart , in der Millimeter-Lenkradeinschläge darüber entscheiden, ob eine Pylone aus ihrer Markierung fällt oder nicht, auch mit viel Training und akribischer Vorbereitumg nicht programmieren lässt. ACL-Coach Holger Anders hatte mit Vince Postma (Klasse 1), Yannik Bohmann (Klasse 4) und seinem Sohn Jan (Klasse 5) hart gearbeitet, die ACLer waren bereits am Samstag ins Münsterland gereist, um jedwede Konzentrationsstörungen am Renntag zu vermeiden, doch letztlich reichte es nicht zu den erhofften Resultaten. Der achtjährige Youngster Vince Postma riskierte im ersten Umlauf zuviel, handelte sich gleich drei Pylonenfehler, also sechs Strafsekunden, ein, die jede Hoffnung auf eine gute Platzierung kosteten, im zweiten Umlauf lief‘s für den jüngsten ACLer dann etwas besser, unterm Strich stand aber nur Rang 26 und fiel in Verbindung mit der Vorlaufleistung auf Rang 16 zurück.

Thorsten Bohmann mit Kampfansage

Erhofft schnell unterwegs war Yannik Bohmann in der Klasse 4, zwar, leistete sich freilich im ersten Durchgang einen Pylonenfehler, der bei der auch schon enormen Leistungsdichte in der Klasse der zweitältesten Nachwuchspiloten trotz viertschnellster Laufzeit in der Endabrechnung lediglich Platz 21 bedeutete. Mit der Bürde im Gepäck raste Yannik Bohmann im zweiten Umlauf zur viertschnellsten Zeit, verbesserte sich insgesamt auf Rang 15. Die Tatsache, dass ohne den Flüchtigkeitsfehler – der erste Pylonenfehler in einem Renndurchgang in diesem Jahr überhaupt – Rang vier möglich gewesen wäre, war nur ein schwacher Trost für den sehr ehrgeizigen Bergstädter, der nach dem ersten Endlauf insgesamt auf Platz acht abrutschte. Die erste Top Ten-Platzierung für den AC Lüdenenscheid landete in Klasse fünf Jan Anders: In 38,10 und 38,11 Sekunden kratzte er zwar zwei fehlerfreie Umläufe noch ein wenig schneller als Yannik Bohmann auf den Asphalt, war aber trotz seines siebten Platzes angesichts eines Rückstands von 1,22 Sekunden auf Tagessieger Tobias Grundkötter (AC Oelde) unzufrieden. „Ich bin einfach zu langsam gefahren“, resümierte der enttäuschte 17-Jährige Bergstädfter, liegt auf Rang fünf der Gesamtwertung aber nach wie vor auf Tuchfühlung zu einem dritten Platz, der für die Qualifikation für die Bundesendläufe erforderlich ist.

„Die drei Jungens geben aber so schnell nicht auf und greifen am Sonntag in Olpe auf dem Verkehrsübungsgelände des ADAC erneut an“, richtet der der 2. Vorsitzende des ACL, Thorsten Bohmann, eine Kampfansage an die Konkurrenz, denn – „abgerechnet wird zum Schluss.“ Bei anderer Erwartungshaltung für die Endläufe, die mit der Teilnahme schon die „Saisonkür“ für den 17-jährigen Lennart Dittrich bedeuten, war der Werdohler mit seinem Auftritt im Münsterland völlig zufrieden: „Lennart sind zwei richtig gute, fehlerfreien Läufe (38,51/38,20) auf Platz zehn gelungen“, freute sich Mutter Claudia Dittrich über die gute Leistung des Filius’, der sich insgesamt damit auf Platz 18 nach vorn schob. „In der Klasse 5 ist die Leistungsstärke extrem hoch, was ja schon in den Vorläufen zu erkennen war. In den Endläufen führt sich das genauso fort. Prima, dass aus der Region Mitte fünf Fahrer unter den Top 10 gefahren sind, und gleich zwei davon aus dem Märkischen Kreis kommen“, freute sich die Werdohlerin.

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