Fußball-Benefizspiel am Aachener Tivoli

RSV kassiert höchste Niederlage seit 2007, doch Verletzung wiegt schwerer

Das Trainerteam des RSV Meinerzhagen.
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RSV-Cheftrainer Mutlu Demir (mi.) nahm die 0:8-Niederlage in Aachen recht gelassen hin.

Es war deutlich, sehr deutlich sogar – und eine gänzlich neue Erfahrung für den in den vergangenen Jahren so erfolgsverwöhnten RSV Meinerzhagen: In seinem zweiten Testspiel nach dem samstäglichen 6:0-Aufgalopp gegen den RSV Listertal kassierte der Oberligist am Mittwochabend beim klassenhöheren Regionalligisten Alemannia Aachen eine 0:8 (0:4)-„Klatsche“. Zur Erinnerung: Eine Niederlage in ähnlicher Höhe gab es vor gut 14 Jahren – allerdings in einem Pflichtspiel: Am 22. April 2007 unterlagen die Volmestädter bei der SG Hemer mit 2:11, am Ende der Saison stand der Abstieg aus der Bezirksliga. Lang ist es her.

Aachen - Viel schlimmer als die Niederlage auf dem Nebenplatz des Tivoli-Stadions wog indes die schwere Verletzung von Musa Sesay. Der Außenverteidiger war nach bereits zehn Minuten nach einem Zweikampf an der Außenlinie unglücklich umgeknickt, es besteht der Verdacht auf einen Achillessehnenriss. „Das ist natürlich ganz bitter, denn er wird uns lange, lange fehlen“, wirkte RSV-Cheftrainer Mutlu Demir sehr niedergeschlagen.

Keeper Florent Ruhani vom FV Wiehl verpflichtet

Ob der RSV auf dieser Position noch einmal tätig wird, bleibt abzuwarten, auf einer anderen Position indes haben die Volmestädter bereits nachgelegt: Nach erfolgreichem Probetraining wurde Keeper Florent Ruhani vom Mittelrhein-Landesligisten FV Wiehl verpflichtet. Der 21-Jährige feierte in Aachen gleich sein Debüt. „an ihm hat es allerdings nicht gelegen, dass wir acht Treffer kassiert haben“, so Demir.

Überhaupt fiel die Pleite für den Coach in die Kategorie „normal“. „Gegen einen sehr starken Regionalligisten, der in der Vorbereitung schon wesentlich weiter ist, darf so etwas passieren. Die Aachener haben viel Dampf gemacht, sehr aggressiv gepresst, jeder wollte sich beim neuen Trainer Patrick Helmes empfehlen. Uns sind hingegen im Aufbau und der Verteidigung zu viele individuelle Fehler passiert, was zum jetzigen Zeitpunkt nach rund einer Trainingswoche für mich aber kein Beinbruch ist. Normalerweise würden wir zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung auch kein Spiel gegen einen derart starken Gegner bestreiten. Doch wenn ein Traditionsverein wie Aachen anfragt, die Partie zudem als Benefiz-Spiel zu Gunsten der Hochwasser-Opfer ausgetragen wird, nehmen wir so ein Ergebnis natürlich nicht gerne, aber dennoch in Kauf“, bilanzierte Demir.

So hatten bei der Rückkehr der Fans in der Kaiserstadt insbesondere die Alemannia-Anhänger unter den rund 300 Besuchern ihre helle Freude am Spiel, zumal der RSV nicht mauerte, im Rahmen seiner Möglichkeiten zumindest versuchte, mitzuspielen. „In den ersten 15 Minuten haben wir es zumindest ins letzte Drittel geschafft, der finale Pass aber kam nicht an“, hatte Demir schließlich nur eine brauchbare RSV-Möglichkeit notiert, als Kunkel Distanzschuss das Ziel knapp verfehlte.

Am Freitag und Samstag bezieht der RSV nun vor Ort ein Trainingslager mit drei Einheiten, den Abschluss bildet am Sonntag ein weiterer Test beim Niederrhein-Oberligisten 1. FC Bocholt (15 Uhr, Gigaset-Arena).

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