Westfalenpokal

Neun-Tore-Spektakel: RSV verliert gegen Vreden

Zweites Pokal-Aus in dieser Saison: In der zweiten Runde war für den RSV Schluss
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Zweites Pokal-Aus in dieser Saison: In der Auftaktrunde war Richard Dissing (r.) mit seinem damaligen Verein Kiersper SC ausgeschieden, am Donnerstagabend war für ihn mit seinem jetzigen Klub RSV Meinerzhagen Schluss.

Tor-Spektakel an der Oststraße: Satte neun Treffer sahen die offiziell 200 Zuschauer am Donnerstagabend im Westfalenpokal-Zweitrundenspiel zwischen dem RSV Meinerzhagen und der SpVgg Vreden.

Meinerzhagen – Das bessere Ende hatten als 5:4 (3:3)-Sieger die Gäste aus dem Münsterland für sich – für die Hausherren, 2020 noch Gewinner des Wettbewerbs, ist das Kapitel Verbandspokal damit für diese Saison beendet.

Schon in den ersten Minuten zeichnete sich ab, dass beide Mannschaften offenbar nicht ansatzweise auf Taktieren aus waren. Konsequenz war ein rasanter Pokal-Fight, der für ein Fußball-Lehrbuch der Defensivarbeit untauglich war. Das erste Tor des Abends erzielten die Gastgeber: Nach schnellem Vorstoß über die rechte Seite traf Spais in der elften Spielminute zum 1:0. Doch wie gewonnen, so zerronnen: 120 Sekunden später flankte Vredens Kondring nach kurz ausgeführtem Eckball auf den langen Pfosten, wo Heisterkamp ziemlich unbedrängt zum Ausgleich einnickte.

Der RSV ließ sich davon jedoch nicht beirren und ging in Minute 18 durch Ohs traumhaften Schlenzer erneut in Führung. Als Analogie zum 1:0 war aber auch dieses 2:1 nur allzu schnell passé: Meinerzhagens Torwart Ruhani, Vertreter der verhinderten Nummer eins Focher, zögerte bei einem Eckstoß zu lange, Torschütze Niehuis bedankte sich (19.).

Auch danach ging die wilde Jagd unter teils diffusem Flutlicht unvermindert weiter: Die Gastgeber waren drauf und drauf, zum dritten Mal in Vorlage zu treten, fingen sich nach eigenem Eckball aber einen Konter, den Ostenkötter mit dem 2:3 abschloss (26.). Es folgte die bis dahin längste Torflaute: Elf Minuten später besorgte Spais den 3:3-Pausenstand, und der RSV war wieder voll im Geschäft.

Weniger torreich, aber kaum minder unterhaltsam verlief der zweite Durchgang, der weiterhin von Defensivschwächen hüben wie drüben geprägt war. Die größeren Fehler machten letztlich die erneut recht konteranfälligen Meinerzhagener, die durch einen Doppelschlag von SpVgg-Mittelstürmer Hinkelmann zur Mitte des zweiten Spielabschnitts auf die Verliererstraße gerieten. Zwar stemmten sich die Blau-Weißen gegen das drohende Aus, verkürzten 13 Minuten vor dem Ende durch Tomasello auf 4:5. Zu mehr reichte es aber nicht – und zwar deshalb, weil dem RSV bei seinen durchaus noch vorhandenen weiteren Chancen Präzision und Fortune fehlten.

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