Fußball

Demir nimmt „Verantwortung voll auf meine Kappe“

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Mutlu Demir gab sich selbst in punkto Belastungssteuerung eine glatte 6.

Das 0:8 vom Mittwoch beim Regionalligisten Alemannia Aachen hatte fast schon historische Dimensionen (höchste Niederlage seit 2007), und am Sonntag erwischte es den RSV Meinerzhagen noch dicker: Beim ambitionierten Niederrhein-Oberligisten 1. FC Bocholt, der sich ohne wenn und aber den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben hat, wurde es gar zweistellig, verließ der heimische Oberligist die schmucke Gigaset-Arena mit einer 0:10-Pleite im Gepäck.

Bocholt - „So ein Ergebnis tut natürlich sehr, sehr weh, ist auch für die Außendarstellung nicht gut. Die Jungs aber nehme ich komplett aus der Verantwortung raus, nehme das komplett auf meine Kappe. Ich habe mich direkt nach dem Spiel schon bei der Mannschaft entschuldigt, auch bei unseren Fans, die uns nach Bocholt begleitet haben, kann ich mich nur entschuldigen“, sieht Cheftrainer Mutlu Demir die Gründe für das Debakel einzig und allein bei sich.

Aber nicht etwa, weil er taktisch oder personell falsche Entscheidungen getroffen hätte, sondern weil er den Kader körperlich einfach in der abgelaufenen Woche überfordert hätte. „Am Mittwoch das Spiel in Aachen, am Freitag und Samstag haben wir ein Trainingslager mit hoher Intensität und drei Einheiten voll durchgezogen, und dann am Sonntag die lange Fahrt, dazu ein bärenstarker Gegner. Das war schlichtweg zu viel. In punkto Belastungssteuerung muss ich mir selbst eine glatte 6 geben“, übte Demir schonungslose Selbstkritik.

Er selbst sah kommen, was da am Sonntag passieren könnte, aber warum sagte er die Partie nicht noch kurzfristig ab? „Ich gebe zu, dass ich am Samstagabend kurzfristig den Gedanken hatte, habe ihn aber wieder verworfen. Ich bin für mich zur Entscheidung gekommen, dass man so etwas einfach nicht macht. Aber wie gesagt, wer jetzt Kritik äußern will, soll das machen. Dann aber ausschließlich an mir.“

Das Spiel selbst war vor mehr als 200 Zuschauern von Beginn an eine sehr einseitige Angelegenheit, zumindest eine gute Viertelstunde hielt Keeper-Neuzugang Ruhani seinen Kasten sauber, bevor er sich schon bis zur Pause viermal geschlagen geben musste. Auch nach dem Wechsel machten die Hausherren trotz vieler Wechsel weiter mächtig Dampf, derweil bei den RSV-Spielern die ohnehin schon müden Beine immer müder wurden. Immerhin: Weitere Verletzte gab es nicht...

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