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Guter RSV holt einen Sieg für die Statistik

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Von: Thomas Busch

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Diese Szene läutete den RSV-Führungstreffer ein: Finnentrops Innenverteidiger Maximilian Humberg foult den RSVer Alessandro Tomasello. Den folgenden Freistoß aus zentraler Position verwandelt Raphael Gräßer zum 2:1 für die Gäste.
Diese Szene läutete den RSV-Führungstreffer ein: Finnentrops Innenverteidiger Maximilian Humberg foult den RSVer Alessandro Tomasello. Den folgenden Freistoß aus zentraler Position verwandelt Raphael Gräßer zum 2:1 für die Gäste. © Busch, Thomas

Die H&R-Arena am Bamenohler Schloss bleibt grundsätzlich auch weiterhin ein gutes Pflaster für den RSV Meinerzhagen: In der Westfalenliga-Saison 2018/19 siegte er dort genauso wie im Westfalenpokal-Zweitrundenspiel 2019/20, und auch am Sonntag konnte er sich wieder als Gewinner des Sauerland-Derbys feiern lassen. Allein: Der 3:1 (0:1)-Auswärtserfolg der Demir-Schützlinge bei der bereits geretteten SG Finnentrop/Bamenohl war nicht mehr als ein „Dreier“ für die Statistik. 

Bamenohl - Denn dem Sieg zum Trotz ist der theoretisch immer noch mögliche Klassenerhalt des RSV noch eine Spur unwahrscheinlicher geworden, als er es vor dem Spiel ohnehin schon war. So müssten die Blau-Weißen zum Kehraus am Pfingstmontag nun drei Punkte und 14 Tore auf den TSV Victoria Clarholz gutmachen – und das wird schlicht und ergreifend nicht passieren. Dennoch hatte Trainer Mutlu Demir in der Nachbetrachtung zurecht lobende Worte für seine Elf parat: „Chapeau! Die Jungs haben Charakter bewiesen.“

Chapeau! Die Jungs haben Charakter bewiesen.

RSV-Trainer Mutlu Demir

Den besseren Start erwischten zunächst die Gastgeber, die es jedoch nicht verstanden, die sich zu Beginn nach langen Bällen in die Spitze bietenden Räume zu nutzen. Das lag auch daran, dass der RSV ob der Erfahrungen des im Februar mit 2:4 verlorenen Heimspiels gegen die SG auf der Hut war und die Lücken stets gerade noch rechtzeitig schloss. Mehr Ballbesitz hatten schon vor der Pause die Meinerzhagener, ertragreich war das freilich nicht. „Im letzten Drittel haben wir in der ersten Halbzeit immer die falsche Entscheidung getroffen“, legte Mutlu Demir den Finger in die Wunde, die zur anderen Hälfte darin bestand, dass den Volmestädtern in Durchgang eins die Präsenz in des Gegners Strafraum fehlte.

Im Gegensatz dazu hatten die Finnentroper in ihren Reihen den Vollstrecker, der dem RSV nicht zum ersten Mal in dieser Saison abging. Als sich die SG drei Minuten vor dem Pausenpfiff über die rechte Seite schnell nach vorn spielte und Camprobin quer in die Mitte ablegte, zog Phillip Hennes trocken und ohne Zögern von der Strafraumgrenze ab – 1:0.

Gut für die Meinerzhagener, dass Camprobin 120 Sekunden später nach Gräßer-Fehlpass zwar Schlussmann Rothkamm umspielte, aber aus spitzem Winkel das RSV-Tor verfehlte. Denn so blieben sie im Spiel und präsentierten sich nach dem Seitenwechsel endlich auch in Tornähe entschlossen. Zwar hatte Stawski zunächst noch Pech mit einem Abseitstor (60.) und einem Kopfball aus kurzer Distanz an den Pfosten (62.), doch die nächste gute Ballstafette brach schließlich den Bann: Gräßers Flankenball in Richtung langer Pfosten legte Tomasello mit dem Kopf gekonnt zurück auf Oh, der zum 1:1 vollstreckte.

Zufrieden gaben sich die Gäste damit nicht, vielmehr waren sie auch weiterhin bemüht, die Kugel schnell zu machen. Das Direktspiel stellte die Finnentroper zunehmend vor Probleme – so auch in der 69. Minute, als Humberg den auch diesmal meistgefoulten RSVer Tomasello zentral vor dem Tor auf etwa 16,50 Metern umtrat. Den nachfolgenden Freistoß setzte Gräßer durch die Mauer hindurch zum 1:2 ins Netz.

Die Führung ging vom Spielverlauf her absolut in Ordnung, und die Demir-Truppe machte auch danach munter weiter. Dass die Finnentroper angesichts des Rückstands ihrerseits die Offensivbemühungen forcierten, kam den Blau-Weißen natürlich entgegen, und so dauerte es nur bis zur 77. Minute, ehe bereits die Vorentscheidung fiel. Wieder schaltete Meinerzhagen schnell um, und diesmal fand Yeboahs Zuspiel den in die Tiefe gestarteten Tomasello, der im zweiten Versuch zum 3:1 erfolgreich war.

Weil Rothkamm auf der anderen Seite mit toller Reaktion gegen den eingewechselten Laurits Strotmann das Anschlusstor verhinderte (80.) und die Gäste-Abwehrreihe ansonsten sicher stand, brannte nichts mehr an. So konnte sich Trainer Demir auf der Zielgeraden der Begegnung sogar den Luxus erlauben, nach und nach seine nahezu komplette Offensivabteilung vom Platz zu nehmen.

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