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Überschaubarer Unterhaltungswert

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Von: Thomas Busch

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RSV Meinerzhagen
Der RSV Meinerzhagen wurde zum vierten Mal in Folge Kreispokalsieger. © Thomas Busch

Der RSV Meinerzhagen hat einmal mehr den Lüdenscheider Kreispokal gewonnen.

Meinerzhagen – Erwarteter Favoritensieg im Endspiel des Kreispokalwettbewerbs: Mit einem unangefochtenen 6:0 (5:0)-Erfolg über den A-Ligisten Türkiyemspor Plettenberg hat sich Noch-Oberligist RSV Meinerzhagen am Himmelfahrtstag erneut den „Pott“ gesichert. Für die Demir-Schützlinge war es der vierte Pokalsieg in Folge nach 2018, 2019 und 2020; im vergangenen Jahr war der Wettbewerb dem Corona-Saisonabbruch zum Opfer gefallen.

Dass das Duell zwischen Meinerzhagenern und Plettenbergern ein äußerst ungleiches werden würde, war bereits im Vorfeld klar gewesen. Und genauso kam es dann auch: Die vier Spielklassen höher angesiedelten Gastgeber waren von Beginn an drückend überlegen, während der Kreisligist vielbeinig verteidigte und versuchte, die Räume eng zu machen. Allein: Türkiyemspors Qualität reichte nicht, um auch nur die Anfangsviertelstunde ohne Gegentor zu überstehen. Zielte Alessandro Tomasello nach drei Minuten noch zu genau, so sorgten Darius Stawski (7., 14.) und Anas Akhabach (14.) für das schnelle 3:0.

Der RSV war um Spielkontrolle bemüht und ließ den Ball gekonnt laufen, verzichtete aber darauf, den Gegner lächerlich zu machen. Zur Pause hieß es schließlich 5:0, weil Joshua Yeboah (21.) und Tomasello (44.) zwei weitere Treffer nachlegten. Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss hätten die Volmestädter beim Seitenwechsel auch schon mit 7:0 oder 8:0 vorne gelegen; unter anderem blieb Hakan Demirs Tor in der 33. Minute wegen Abseitsstellung die Anerkennung versagt und traf Tomasello nur den Innenpfosten (36.).

Der ob der Einseitigkeit des Spiels ohnehin sehr überschaubare Unterhaltungswert nahm im zweiten Durchgang nicht zu. Im Gegenteil: Der RSV verlor zeitweise seine spielerische Linie, was die Plettenberger dann auch endlich in die Nähe des gegnerischen Strafraums brachte. Torchancen verbuchte der Außenseiter jedoch nicht – selbige besaß weiterhin nur der Oberligist. Dies allerdings nicht mehr in der Hülle und Fülle des ersten Spielabschnitts, sodass nur noch ein weiterer Treffer folgte. Das finale 6:0 erzielte 17 Minuten vor dem auf die Sekunde pünktlichen Abpfiff des sicheren Schiedsrichters Fatih Tekir der eingewechselte Pascal Neumann.

Bei der anschließenden Siegerehrung durch Pokalspielleiter Klaus Scharf zeigten sich die Meinerzhagener gut gelaunt, allzu ausgelassen fiel ihr Jubel aber nicht aus. Dafür war die Hürde Türkiyemspor Plettenberg schlichtweg nicht hoch genug gewesen.

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