Fußball

Endlich: Erster „Dreier“ für den RSV

Din Alajbegovic, Jun-Myeong Oh
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Jubel über den ersten Sieg: Die RSVer Din Alajbegovic (vorn) und Jun-Myeong Oh.

Ist damit der Knoten geplatzt? Der RSV Meinerzhagen freut sich über seinen ersten Sieg in der Oberliga-Saison 2021/22.

Meinerzhagen – Im vierten Anlauf hat’s geklappt: Als 2:0 (1:0)-Sieger über die Hammer SpVg fuhr der RSV Meinerzhagen am Sonntag seine ersten Punkte ein. Ein hart erkämpfter Erfolg, um den die Platzherren bis in die Nachspielzeit bangen mussten; als Andreas Spais in der 94. Minute endlich das erlösende zweite Tor erzielte, pfiff Schiedsrichterin Kathrin Heimann, seit 2011 auch Spielleiterin in der Frauen-Bundesliga, die Partie gar nicht mehr wieder an.

Die offiziell vermerkten 200 Zuschauer – tatsächlich waren es mehr als 300 – hatten ein Spiel gesehen, in dem die erste halbe Stunde fatal an den so misslungenen RSV-Auftritt in Sprockhövel erinnerte. Auch die Hammer SpVg störte die Meinerzhagener schon im Aufbau, bei denen dadurch speziell in der Anfangsviertelstunde nach vorne nichts ging. „Da hat uns der Gegner komplett zugestellt“, konstatierte RSV-Trainer Mutlu Demir.

Allerdings gab es zwei entscheidende Unterschiede zur Sprockhövel-Pleite. Zuvorderst den, dass die Volmestädter diesmal nicht in Rückstand gerieten: Hamms Falk köpfte freistehend neben das Tor (10.) und fand mit einem weiteren Kopfball seinen Meister in Johannes Focher (36.), der auch Radojcic’ Direktabnahme parierte (22.). Hinzu kam: Beim RSV stand Alessandro Tomasello nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder auf dem Platz. Mit fortlaufender Spieldauer avancierte der Rückkehrer zur entscheidenden Figur im Mittelfeld, in deren Kielwasser auch Hakan Demir zusehends an Sicherheit gewann.

Führungstreffer als Wendepunkt

Folge davon: Nach ihrem ersten Torabschluss, bei dem Gäste-Schlussmann Oberwahrenbrock stark gegen Tomasello parierte (22.), fanden die Blau-Weißen nach und nach in die Partie. Und natürlich war Tomasello in der 41. Minute auch am zu diesem Zeitpunkt überraschenden 1:0 beteiligt: Nach seinem Sprint durchs Mittelfeld legte Jun-Myeong Oh den Ball am herausstürzenden Oberwahrenbrock vorbei.

Die Meinerzhagener Führung war der letztlich entscheidende Wendepunkt, zumal der Schachzug der Gäste, in der Abwehr zur Pause von Dreier- auf Viererkette umzustellen, dem RSV durchaus entgegenkam. „Wir hatten dann genau die Räume, die wir benötigen“, analysierte Mutlu Demir. Die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte wurden so zur besten Phase der Meinerzhagener. Problem nur: Weder Raphael Gräßer (48.), Julian Jakobs per Freistoß (50.) oder Ansgar Pflüger (55.) gelang das wichtige zweite Tor.

Letzteres hielt die Hammer SpVg in der Partie, und in der „Crunchtime“ kamen die Gäste noch einmal auf. An Möglichkeiten, noch auszugleichen, fehlte es ihnen dabei nicht, doch der RSV verteidigte engagiert und hatte in zwei, drei Situationen auch das Glück auf seiner Seite. Das finale Kontertor zum 2:0-Endstand war letztlich kaum mehr relevant.

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