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Souveräner Sieg, aber Sorge um Focher

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Von: Thomas Busch

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Tomasello, Spais, Dissing
Jubel im Meinerzhagener Schummer-Flutlicht (von links): Die RSV-Kicker Alessandro Tomasello, Andreas Spais und Richard Dissing. © Thomas Busch

Drei wichtige Punkte holte der RSV Meinerzhagen am Samstag.

Meinerzhagen – Mit seinem zweiten Sieg in Folge hat sich der RSV Meinerzhagen an das untere Mittelfeld der Fußball-Oberliga herangearbeitet. Das Kellerduell gegen Schlusslicht SC Westfalia Herne gewannen die Volmestädter ungefährdet mit 4:2 (4:1), wobei sich allerdings in der vorletzten Spielminute ein Wermutstropfen in den Freudenbecher mischte: Torhüter Johannes Focher verletzte sich am linken Knie. Eine genaue Diagnose stand bis Sonntagabend noch aus, ein längerfristiger Ausfall ist aber nicht unwahrscheinlich.

Doch zurück zum Spiel am Samstag: Die für den RSV so wichtige Partie nahm sehr schnell den von ihm erhofften Verlauf, woran die Gäste federführend beteiligt waren. Exakt 57 Sekunden waren gespielt, als Hernes Abwehrchef Baraza Gräßers abgefälschten und deshalb etwas trudelnden Ball falsch berechnete und mit dem Kopf zentral vors Westfalia-Tor beförderte. Dort kam Öncel dem lauernden RSV-Linksaußen Oh zuvor und traf ins eigene Netz.

Gäste stehen bei früher Führung Pate

Der frühe Führungstreffer half der Demir-Elf sichtlich in den Sattel, denn mit dem 1:0 im Rücken bestimmte sie fortan das Geschehen. Schon bei Tomasellos Linksschuss (4.) lag der nächste Torerfolg in der Luft, der dem RSV in der 19. Minute schließlich auch gelang. Da nämlich luchste Spais Baraza mit energischem Körpereinsatz das Spielgerät ab und überwand Gäste-Schlussmann Happe zum 2:0.

Damit war der weitere Verlauf der Begegnung vorgezeichnet, da die Angriffsbemühungen der Westfalia über Ansätze nicht hinauskamen. Die Meinerzhagener unterbanden mit frühem Anlaufen lange Bälle des Gegners konsequent, und jedesmal wenn sich nach einem erfolgreichen Herner Offensivzweikampf doch Gefahr andeutete, fegte die RSV-Abwehrreihe kompromisslos dazwischen.

Als dann auch noch der beileibe nicht als Kopfballspezialist bekannte Tomasello Baumans Linksflanke mit der Stirn ins Tor drückte (33.), konnte für die am Samstag in Weiß gekleideten Volmestädter praktisch nichts mehr schiefgehen. Zwar verkürzte Gäste-Spielmacher Erdogan zwischenzeitlich äußerst sehenswert per Freistoß (35.), doch schön anzusehen war auch Meinerzhagens Antwort darauf, die Oh nach einer Einzelaktion mit dem Tor zum 4:1-Pausenstand gab (43.).

RSV-Torwart verletzt sich spät

In der zweiten Halbzeit passierte unterm Strich nur noch wenig. Der RSV riskierte nichts mehr und versuchte, die Herner zu locken, verpasste aber bei Chancen von Spais (55., 61.) und Aktas (86.) mögliche weitere Tore.

Zumindest gedanklich war der eine oder andere Zuschauer schon auf dem Heimweg, als Meinerzhagens „Zerberus“ Focher in der 89. Minute nach einer Faustabwehr mit dem Knie wegknickte und neben seinem Gehäuse liegen blieb. Die Herner spielten weiter, machten den Ball wieder scharf, und Jünemann köpfte ihn ins leere Tor. Fraglos nicht die feine englische Art, doch beim RSV überwog die Sorge um Focher den Ärger über den für den Spielausgang nicht relevanten Gegentreffer.

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