RWL überrascht Spitzenteam mit tollem Kampfgeist

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Rot-Weiß Lüdenscheids defensiver Mittelfeldspieler Yassine El Hadje (rechts) im Duell mit dem eingewechselten Hickengrunder Flügelflitzer Jonathan Frantz.

Burbach - Staunen am Dreiländereck (NRW, Hessen und Rehinland-Pfalz): Die längste Auswärtsfahrt hat sich für RW Lüdenscheid nach zwei Nullnummern diesmal gelohnt. Die Elf von Trainer Thomas Dregger stürzte Gastgeber SG Hickengrund im Burbacher Ortsteil Holzhausen mit einem 3:2 (2:1)-Erfolg vom dritten Tabellenplatz.

Von Jörg Hellwig

Ein Erfolg der ersatzgeschwächten Bergstädter (ohne Scheerer, Sommer, Maas, Izgi, Haering, Schönrath und auch den verletzten Tuz), der viele Väter hatte: Den Doppeltorschützen Sattler etwa, den erstmals wieder einsatzfähigen Kapitän Katsaros oder auch den angeschlagenen Rizzi, der sein erstes Pflichtspieltor für RW markierte. Aber in erster Linie den ungeheuer hohen Einsatzwillen. Rot-Weiß stand defensiv gegen eine zwar feldüberlegene, aber einfallslose SG sehr stabil, ließ kaum Chancen der Hausherren zu und konterte zunächst seinerseits exzellent: Die tolle Hereingabe des ansonsten blassen Platt jagte Sattler volley zur Führung ins Netz (10.). Vier Minuten später wurde Rizzis Schuss abgeblockt, der Nachschuss von Platt zur Ecke abgefälscht. Bei der einzig ernsthaften Chance Hickengrunds gegen Katsaros und Co. jagte Rath die Kugel knapp über den Querbalken (27.), ehe erneut RWL jubelte: M. Diehls katastrophalen Rückpass auf Keeper Hennig ersprintete Rizzi, blieb eiskalt und bejubelte das 2:0 (31.). Fünf Minuten später aber war die Stein-Elf dran: Vassos’ Zupfer am Trikot von J. Frantz ahndete Schiri Weber sofort mit Elfmeter, den Celmer zum Anschlusstor verwandelte.

Nach Wiederbeginn nahm der SG-Druck zu, doch RWL hatte Konterchancen. Der defensiv auf rechts mit Vassos enorm ackernde Urbas vergab das sichere dritte Tor, als ihm Hennig die Kugel 17 Meter vor dem Tor genau in die Füße spielte. Der RWLer hob die Kugel über ihn, zog aber am Tor vorbei (46.), ebenso wie beim 22-m-Freistoß (67.) und dann freistehend (78.).

Zwischenzeitlich hatten Besirlioglu und Katsaros gegen Patt und Rath gerettet (55.), dann Sattler nach angelupftem Freistoß Carbottas zum 1:3 getroffen (76.). Die SG antwortete mit wütenden, aber wenig planvollen Angriffen, wurde mit dem Anschlusstor trotz Celmers Abseitsstellung belohnt (90.+1), bekam nach Brackmanns Rettungstat gegen Rath (90.+5) aber zu Recht nicht den geforderten Strafstoß.

SG: Hennig – Mirr, M. Diehl, Orlowsky, Celmer – V. Frantz – Rothe (22. J. Frantz), Patt, F. Freund, E. Frantz (52. J. Diehl) – Rath

RWL: Brackmann – Vassos, Katsaros, Dunkel, Besirlioglu – Urbas, Sattler, El Hadje (88. Orfanos), Seckin – Rizzi (56. Carbotta), Platt (77. Jindou)

Schiedsrichter: Weber (Olpe)

Tore: 0:1 (10.) Sattler, 0:2 (31.) Rizzi, 1:2 (36., Foulelfmeter) Celmer, 1:3 (76.) Sattler, 2:3 (90.+1) Celmer

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