Fußball, Kreispokal

Es kribbelt nur beim Favoriten

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Beim Testspiel in der letzten Sommervorbereitung setzte sich der RSV Meinerzhagen mit 3:1 gegen Rot-Weiß Lüdenscheid durch.

Lüdenscheid – Die Rollen vor diesem Kreispokal-Halbfinale am Nattenberg (Donnerstag, 19.30 Uhr) sind klar verteilt. Bezirksligist RW Lüdenscheid empfängt den Westfalenligisten RSV Meinerzhagen.

Die Rolle als Underdog nimmt RWL-Trainer Martin Rost gegen den Tabellenführer auch an: „Es ist vollkommen klar, dass wir individuell klar unterlegen sind und eigentlich keine Chance haben, Meinerzhagen zu schlagen.“ Ein Abendspiel, zudem hat der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze, aber Rost ist Realist genug, um die Siegchancen seiner Mannschaft auf ein Minimum zu schätzen.

Rost kritisiert Pokalmodus

Zudem findet der Übungsleiter es schade, dass eine Mannschaft wie der RSV Meinerzhagen am Kreispokal antreten darf. „Normalerweise freue ich mich auf solche Pokalabende, innerlich ist man ein wenig angespannt und es kribbelt. Aber gegen eine Mannschaft wie den RSV fehlt einfach der Reiz. Sie spielen mit ihren Halb-Profis einfach in einer anderen Liga. Für die Kreisteams besteht keine Chance, den Wettbewerb zu gewinnen“, findet der Trainer des Ligadritten klare Worte. Aber nichtsdestotrotz „wollen wir versuchen, die Meinerzhagener ein wenig zu ärgern.“

Nicht einsatzfähig aufseiten der Bergstädter sind die urlaubenden Mark Sattler und Robin Breitenbach. Ebenfalls nicht im Kader sind Lars Scheerer (Heuschnupfen) und Marcel Schönrath wegen einer Bänderdehnung. Mit Hinblick auf das spielfreie Osterwochenende tritt Rost ansonsten „mit voller Kapelle“ an.

Sadowski mit Rot-Weißer Vergangenheit

Die hoch favorisierten Meinerzhagener kommen mit einer ganz breiten Brust an den Nattenberg. Die letzten fünf Meisterschaftsspiele entschied die Elf des Trainergespanns Demir/Sadowski für sich. Für Marco Sadowski ist es zudem kein Spiel wie jedes andere, der Übungsleiter betreute von 2015 bis 2017 die Erste Mannschaft von RWL. „Ich freue mich sehr auf das Spiel und bin auch noch weiterhin Rot-Weiß verbunden. Zudem sind noch einige Spieler aus meiner Zeit im Kader“, erklärt Sadowski.

Beim RSV-Coach kribbelt es im Gegensatz zum Trainerkollegen Rost auch schon ein wenig: „Ich liebe den Pokalwettbewerb. Unsere Zielsetzung ist auch klar: Wir wollen ins Finale.“ Im Gegensatz zum Gastgeber haben die Meinerzhagener am Osterwochenende ein Ligaspiel zu bestreiten. Ostermontag wartet die Auswärtsaufgabe beim abstiegsgefährdeten FC Lennestadt. „Natürlich gucken wir auch auf den Montag mit Hinblick auf die Startaufstellung. Aber unser Kader ist in der Breite hervorragend besetzt.“ Lediglich Treude und Sesay fallen aus, der Einsatz von Demir steht noch auf der Kippe.

Das zweite Pokalhalbfinale

Im zweiten Pokalhalbfinale stehen sich Türkiyemspor Plettenberg und der TuS Plettenberg (Donnerstag, 19.30 Uhr) gegenüber. Beim Stadtduell gibt es für beide Mannschaften nur ein Ziel - den Finaleinzug. Auf dem Papier liegt die Favoritenrolle leicht beim höherklassigen Bezirksligisten TuS Plettenberg. Doch Murat Akca vom A-Ligisten Türkiyemspor sieht die Kontrahenten „auf jeden Fall auf Augenhöhe“.

Ins Finale wollen sie beide – und zwar vor allem auch deshalb, weil damit die Teilnahme am Westfalenpokal winken könnte. Beide Plettenberger Teams gehen davon aus, dass sich im anderen Halbfinale der aktuelle Westfalenliga-Spitzenreiter und haushohe Pokal-Favorit RSV Meinerzhagen gegen den Bezirksligisten RW Lüdenscheid durchsetzen wird und ins Finale einzieht.

Sollte das so kommen und Meinerzhagen sichert sich am Ende der Saison die Meisterschaft in der Westfalenliga, wäre der Gewinner aus dem heutigen Spiel Türkiyemspor Plettenberg gegen TuS Plettenberg automatisch für den Westfalenpokal qualifiziert – egal, ob er das Pokalfinale gegen Meinerzhagen gewinnen oder verlieren würde. „Diese Gelegenheit wollen wir natürlich nicht verpassen“, sagt Murat Akca. Ähnlich geht es Stephan Suerbier: „Auch deshalb wollen wir unbedingt ins Endspiel einziehen.“

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