Krumbholz-Elf trumpft im Hofbachtal auf

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Doppeltorschütze gegen die Klafelder um Mittelfeldspieler Dominik Schmidt: Ewald Platt (links) trug seinen Gutteil zur Überraschung im Hofbachtal bei.

Siegen-Geisweid - Riesenjubel bei Rot-Weiß Lüdenscheid: Die Bergstädter stoppten nach einer „Zitterschlussphase“ durch einen aber völlig verdienten 3:2 (1:0)-Auswärtserfolg beim VfL Klafeld-Geisweid den Lauf der „Mannschaft der Stunde“, die zuvor fünf Mal erfolgreich war.

Von Jörg Hellwig

Bei der Krumbholz-Truppe hatte sich zwar das Verletzungspech beim Abschlusstraining fortgesetzt, als sich Marco Carbotta vor seinem Comeback eine Bänderverletzung zuzog. Doch dank der Rückkehr von Lars Scheerer und Timo Sommer gewann die Kreativabteilung im Mittelfeld enorm an Qualität. Kein Wunder, dass RWL eine Stunde lang sehr gut spielte, vor dem Wechsel vielleicht sogar eine der besten Saisonleistungen ablieferte.

Da schnürte der Gast den völlig überraschten VfL förmlich mit hohem Pressing und kompromissloser Zweikampfstärke minutenlang ein. Tuz (2) und Urbas hätten Rot-Weiß früh in Führung bringen können. Tuz holte das nach Abschlag von Brackmann, den „Maskenmann“ Sieper falsch eingeschätzt hatte, per Lupfer gegen Eick-Barghorn nach (25.) – 1:0. Später vergab Urbas mit dem „falschen Fuß“. Klafeld hatte dem nur eine einzige Chance durch Özer in der Nachspielzeit entgegenzusetzen.

Nach Wiederbeginn stand RWL zwar ein bisschen zu tief gegen die anrennenden Hausherren, vergab aber durch Urbas zwei weitere gute Chancen, ehe die kalte Dusche folgte. Ausgerechnet der zuletzt so zuverlässige Katsaros patzte, Özer verwandelte sicher – 1:1 (59.). Doch statt befürchteten VfL-Sturmlaufs schlug RWL zurück: Ein tolles Solo schloss Platt fulminant ins kurze Eck ab (61.), zwei Minuten später traf er nach toller Freistoßkombi über Urbas und Katsaros zum 1:3.

Schölzke vergab zwar zunächst den Anschluss, aber nach 86 Minuten wurde die Schlussphase doch noch zum „Zitter-Akt“: Nach einem der wenigen Schiri-Fehler donnerte Pjeter Krasniqi einen 17-m-Freistoß ins Netz. Zwei Minuten später durfte sich Rot-Weiß bei Keeper Brackmann bedanken, der gegen Kocher, der in der Nachspielzeit noch gelb-rot sah, großartig parierte.

VfL: Eick-Barghorn – Utsch, Kocher, Sieper (46. Frank), Schulze – Schmidt, Hirth – Schölzke, Kneisel, Yildiz (61. Pj. Krasniqi) – Özer (46. Frank)

RWL: Brackmann – Vassos (75. Jindou), Sattler, Katsaros, Polo – Scheerer, Sommer (79. Öztürk) – Schönrath (46. Albrecht), Platt, Urbas –Tuz

Schiedsrichter: Giese (Olpe)

Tore: 0:1 (25.) Tuz, 1:1 (59.) Özer, 1:2 (61.) Platt, 1:3 (63.) Platt, 2:3 (86.) Pj. Krasniqi

Bes. Vorkommnis: gelb-rote Karte gegen Kocher (Klafeld/90.+2) wegen wiederholten Foulspiels

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