RWL erwartet Entschuldigung von Schönrath

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Gegen den unerbittlichen Marc Bäumer hatte RWL-Neuzugang Yasin Güzelcümbüs (rechts) einen schweren Stand.

Lüdenscheid - Überaus optimistisch hatte sich Bezirksligist Rot-Weiß Lüdenscheid angesichts einer anhaltenden langjährigen Misserfolgsliste ohnehin nicht auf den Weg zum Gastspiel bei VSV Wenden (1:4) nach Schönau gemacht.

Von Jörg Hellwig

Doch schon vor dem Anpfiff war die Stimmung auf dem Nullpunkt, obwohl RWL auf die schmale Besetzung – sechs Ausfälle – reagiert hatte und mit Yasin Güzelcümbüs

Kömodienstadl ohne Spaßfaktor

einen Neuzugang verpflichtet hatte. Denn dieser Transfer hatte Reaktionen ausgelöst, die an talentfreien Komödienstadl erinnerten: RW-Spieler Marcel Schönrath fühlte sich bei der Verpflichtung übergangen, sah einen „Vertrauensbruch“ gegenüber seiner Person und blieb dem Spiel einfach fern: „Ich denke nicht, dass ich mir von jedem Spieler das Okay holen muss, wenn wir einen neuen Akteur verpflichten“, schüttelte RWL-Vorstandssprecher Michael Dregger den Kopf.

„Natürlich haben wir kurzfristig reagiert und natürlich hat unser Trainer auch unverzüglich den Mannschaftsrat informiert, aber dann ist es auch gut.“ Da Schönrath die Mannschaft, die sehr angesäuert ob der Reaktion des Mitspielers war, im Stich gelassen habe, ist Dregger mit Bruder Thomas als verantwortlichem Trainer auch einig: „Wenn Marcel weiter bis uns spielen will, ist er nun am Zug, muss sich beim Team entschuldigen.“

In Schönau waren die Rot-Weißen gut gestartet mit ihrem recht hohen Pressing, hatten sich aber an der robusten VSV-Deckung um „Ausputzer“ Bäumer die Zähne ausgebissen. RWL-Ballbesitz ließ Wendens Coach Peter Bäumgen kalt. „Lasst sie doch dahinten spielen“, rief er sein Team zur Defensivdisziplin auf und ahnte früh: „Die machen die Fehler schon.“

Und in die sich in der Tat dann breit machenden individuellen Patzer mit Ballverlusten stießen Wendens „Umschaltkünstler“ mit den schnellen Außenbahnen und den nur schwer vom Ball zu trennenden „eineinhalb Spitzen“ D ‘Aloia und Demir. „Das hat mir nicht gefallen. Wir hätten schon zur Pause klar in Rückstand geraten können“, analysierte Trainer Dregger und gestand einen „zwar verdienten, aber nicht

Ausfallliste bereitet Riesenprobleme

unvermeidbaren Sieg“ Wendens ein. „Wenn wir besser besetzt sind, können wir jeden Gegner der Liga schlagen, aber wenn wir so viele Ausfälle zu beklagen haben wie aktuell, dann kann es noch eng werden“, hat „Dreggi“ den Blick in den Tabellenkeller nicht verloren. Zumal in Wenden Besirlioglu (Zerrung) und Carbotta (Achillessehnenprobleme) vorzeitig vom Feld mussten und Kapitän Katsaros über Schienbeinschmerzen klagte. Dass sich Flügelflitzer Urbas mit starkem Kopfschmerz durch die 90 Minuten gequält hatte, dürfte da für das Spiel gegen Salchendorf noch die geringste Nachhaltigkeit haben, aber Dregger weiß: „Es wird in den nächsten Wochen personell eng bei uns bleiben.“

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