Dshunussow steht gegen Ingolstadt im Kasten

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Iserlohns Goalie Mathias Lange muss zumindest am Freitagabend Platz für Daniar Dshunussow machen.

Iserlohn - Anders sei es gewesen in dieser Woche, vielleicht nicht ernsthaftiger, aber konzentrierter mit mehr Gesprächen rund um Kleinigkeiten. „Die Jungs haben intensiv über Über- und Unterzahl gesprochen, sich viele Momente des vergangenen Wochenendes noch einmal in den Hinterkopf gerufen, um vorbereitet zu sein für das wichtige Wochenende“, sagt Jari Pasanen, Cheftrainer der Iserlohn Roosters.

Von Mirko Heintz

50 Spiele hat seine Mannschaft in der DEL-Hauptrunde alles gegeben, 50 Spiele geackert, sich geschunden, alles in die Waagschale gelegt – und doch werden die letzten beiden Matches darüber entscheiden, ob die Saison ein Erfolg oder eine kleine Sensation sein wird.

Erst in den Partien am Freitagabend ab 19.30 Uhr in der Eissporthalle am Seilersee gegen den ERC Ingolstadt und am Sonntag bei den Eisbären Berlin wird sich entscheiden, ob die Sauerländer sich durch die Pre-Playoffs quälen oder sofort das Viertelfinale genießen dürfen. „Natürlich würde es uns allen gefallen, wenn wir die direkte Qualifikation schaffen. In Wahrheit ist es aber auch so, dass die Pre-Playoffs in Anbetracht unserer Rahmenbedingungen alles andere als ein Makel sind“, betont Iserlohns Manager Karsten Mende.

Allein Wolfgang Brück hat bereits im Vorfeld klar gemacht, dass eine lange Playoff-Zeit Auswirkungen auf das Gesamtkonstrukt haben wird. „Ich denke, dass wir natürlich den vorhandenen Überschuss ins laufende Geschäftsjahr einfließen lassen werden.“ Im Klartext bedeutet diese Aussage des geschäftsführenden Gesellschafters: nach Abzug der Kosten fließt der Rest der in den Playoffs eingenommenen Summe in die Mannschaft der neuen Serie.

„Natürlich haben wir immer Kosten, wenn wir die Eissporthalle öffnen, zudem gibt es Prämien, die gezahlt werden müssen, das ist vertraglich so festgeschrieben“, erklärt Karsten Mende, ohne wirklich ins Detail zu gehen. Zu viel vom Kleingedruckten werden die Roosters ohnehin nicht verraten.

Zurück zum Sportlichen: Den Sauerländern steht ein hartes Wochenende bevor, denn nicht nur für sie geht es gegen Ingolstadt und Berlin um viel, sondern auch für die beiden Gegner. Die Panther als Tabellenvierter könnten mit ein bisschen Glück noch die Hamburg Freezers auf Rang drei abfangen. Ein mehr gewonnener Punkt könnte außerdem dazu beitragen, sich die Düsseldorfer EG vom Hals zu halten. Und die Eisbären wollen unbedingt Heimrecht in den Pre-Playoffs.

Nach seinem hervorragenden Match gegen die Kölner Haie wird Daniar Dshunussow am Abend im Tor der Sauerländer zum Einsatz kommen. Vielleicht denkt Cheftrainer Pasanen bei dieser Entscheidung auch an die Vorweihnachtstage, als Dshunussow nach einem guten Auswärtsspiel zum „Helden“ gegen München wurde, die „Roten Bullen“ mit seinen Saves fast im Alleingang besiegte. „Vielleicht habe ich das im Hinterkopf, aber es kann keine schlechte Idee sein, ihm jetzt die Chance zu geben. Gute Trainingseindrücke hat er hinterlassen.“

Mathias Lange rückt somit auf die Bank. Weitere Umstellungen gibt es im Sturm. Petersen und York gehen mit Derek Whitmore aufs Eis, zudem bilden Button, Wruck und Dupont eine Sturmreihe. Dupont wird Alex Foster ersetzen, der vom Disziplinarausschuss der DEL für das gesamte Wochenende wegen seines Bandenchecks aus dem Köln-Spiel gesperrt wurde.

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