Iserlohn Roosters wollen Krefeld distanzieren

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Unter Druck: Nach drei Niederlagen brauchen Dylan Wruck und die Roosters im Kampf um die Play-Offs einen Sieg.

Iserlohn - Als Jari Pasanen am Sonntag nach der 4:9-Niederlage der Iserlohn Roosters durch die Katakomben der Hamburger O2-World lief, war er sichtlich genervt. Er musste die Pleite schnell abhaken: Schon am Dienstag geht es gegen Krefeld weiter.

Von Mirko Heintz

Wieder hatte seine Mannschaft trotz eines schwachen Starts ins Spiel die Chance auf Punkte, wieder verpasste sie eine Gelegenheit, kassierte die dritte Niederlage in Folge und macht sich das Leben im Hinblick auf eine möglichst rasche Playoff-Qualifikation selbst schwer.

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Warum es am Wochenende nur zu einem Punkt reichte, ist schnell erklärt. Im Powerplay fehlen Durchschlagskraft und Tore, die Defensive ohne Teubert und Jares ist zu anfällig, das gilt auch für das Unterzahlmomente.

„Wenn wir in dieser Liga erfolgreich sein wollen, muss jeder einzelne Spieler seinen Job machen, wir dürfen bei der kleinen Bank keine Experimente wagen“, hatte Pasanen vor dem Wochenende gesagt. Bleibt über die Torhüter zu reden, die wirklich keinen guten Tag erwischt hatten.

Insbesondere die ersten drei Treffer, die Daniar Dshunussow kassierte, waren vermeidbar. Ihm aber fehlt genau die Spielpraxis, um sich Timing und Gefühl zurückzuholen, die man gegen ein Topteam braucht.

„Ich will die Verletzungen nicht als Entschuldigung gelten lassen“, ergänzt der Coach, meint die fünf Ausfälle von Whitmore, Jares, Teubert, Dupont und Giuliano. Zumindest Dupont wird am Dienstagabend ab 19.30 Uhr im Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine wieder in den Kader zurückkehren, seine Sperre ist abgelaufen.

Auf den Rest des Personals wird man warten müssen. Dennoch können die Sauerländer wohl davon ausgehen, mit vier kompletten Sturmformationen gegen den direkten Konkurrenten aus dem Eishockey-Westen spielen zu können.

Denn Manager Karsten Mende hat mit Cody Sylvester eine weitere Ergänzung gefunden. Der 22-Jährige hat seine Karriere in der kanadischen Juniorenliga WHL begonnen, avancierte für die Calgary Hitmen an der Seite von Brooks Macek zum Top-skorer und Teamkapitän.

„Es war eine Option, die sich ergeben hat und die wir uns nicht nehmen lassen wollten“, grinst Mende, der damit auch ein kongeniales Duo wieder vereint hat, das in seiner letzten gemeinsamen Saison zusammen 83 Saisontore verbuchte. Zuletzt stand Sylvester bei den South Carolina Stingrays unter Vertrag.

Mit einem Sieg könnten die Sauerländer den Tabellenelften aus Krefeld am Dienstag auf elf Zähler distanzieren, bei einer Niederlage rückten die Gäste auf fünf Zähler heran und haben noch ein Spiel weniger ausgetragen als die Hausherren. Ein ganz wichtiger Abend steht am Seilersee also bevor, vielleicht sogar ein Schlüsselspiel. „Das ist viel zu früh, es ist ein Sechs-Punkte-Spiel, mehr aber ist es nicht“, so Manager Mende. Im Tor steht Mathias Lange, Sylvester kommt an der Seite von Raedeke und Macek zum Einsatz, hinter einem Danielsmeier-Einsatz steht ein Fragezeichen.

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