Roosters winkt bei Erfolg Sonderurlaub

Iserlohn - Dass Trainer mit ihren Spielern dealen, ist im Profisport sicherlich nicht unüblich. Dass Infos über diese Absprachen in die Öffentlichkeit kommen, dürfte aber eher selten sein. Am Iserlohner Seilersee hat man damit keine Probleme. Cheftrainer Jari Pasanen feilscht vor Pausen. Das hat der Finne schon einmal im November mit Erfolg getan und will es jetzt nicht anders machen. „Es geht um freie Tage und um einen Sieg“, grinst der Coach.

Detailreicher antwortet Collin Danielsmeier: „Wenn wir am Wochenende einen weiteren Sieg einfahren, dann bekommen wir sieben freie Tage von Montag bis Sonntag.“

Nicht, dass die Roosters nicht schon genug Motivation hätten, könnte die Mannschaft doch mit zwei Erfolgen gegen Mannheim (19.30 Uhr/Eissporthalle am Seilersee) und am Sonntag beim Tabellenletzten in Villingen-Schwenningen (16.30 Uhr/Helios-Arena) die Teilnahme an den DEL-Playoffs so gut wie perfekt machen. „Natürlich denken die Jungs an die freien Tage, die möglich sind, deshalb könnte ein bisschen zusätzlicher Ansporn nicht schaden. Ich kann das gut nachvollziehen, denn auch, wenn unsere Spieler körperlich fit sind, mental sind alle platt“, ergänzt Pasanen.

Wie genau übrigens die Urlaubsregelung wäre, würden die Sauerländer beide Spieler verlieren, darüber hüllt man sich am Seilersee in Schweigen. Zur Erinnerung: Vor der Deutschlandcup-Pause gewannen die Blau-Weißen fünf Partien in Serie. Sollte der sieben Tage dauernde Urlaub wirklich möglich werden, könnte die gesamte Mannschaft ausspannen. Nationalmannschafts-Einsätze gibt es nicht einmal für den Österreicher Mathias Lange. So würden wohl nur die verletzten und angeschlagenen Spieler mal mit Pasanen Extra-Schichten einlegen: Whitmore, Teubert und Jares müssten auch in der kommenden Woche ran. Alle anderen könnten in den Urlaub fahren und zum letzten Mal vor der wichtigsten und anspruchsvollsten Saisonphase mit sieben verbleibenden Hauptrundenspielen und den sich hoffentlich anschließenden Playoffs den Sport für kurze Zeit vergessen und Kraft tanken.

Personell werden die Roosters gegen den Tabellenführer aus Baden den kompletten Spielbericht in Anspruch nehmen. Mit 13 Stürmern und sieben Verteidigern werden die Iserlohner ins Spiel gehen. Boris Blank ist wieder gesund und auch Colten Teubert soll, nachdem man am Dienstag noch vorsichtig blieb, ein paar Wechsel bekommen. „Die Ärzte sind ganz zufrieden mit der Entwicklung und mit einer Maske dürfte es wohl auch kein Problem sein. Umstellungen sind nicht geplant.“

Gedanken macht sich Pasanen um die richtige Einstellung. Nach herausragenden Erfolgen tat sich die Mannschaft oft schwer, mit der notwendigen Konzentration ins Match zu gehen. „Ich denke aber, dass uns das gegen die Adler erspart bleiben sollte, da weiß man, welches Paket auf unsere Jungs wartet“, so Pasanen. Die bisherigen drei Matches haben die Roosters trotz Führungen gegen die Adler verloren - das sollte Warnung und Motivation genug sein.

Von Mirko Heintz

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