1. come-on.de
  2. Sport
  3. Lokalsport

Roosters in Not: Jetzt schlägt auch noch die Erkältungswelle zu

Erstellt:

Von: Mirko Heintz

Kommentare

eishockey_iserlohn-Trainer
Roosters-Coach Brad Tapper will trotz dünner Personaldecke auch in Mannheim keine Ausreden gelten lassen. © Hahn

Wenn die Iserlohn Roosters am Mittwochabend (19.30 Uhr) in der SAP-Arena bei den Adlern aus Mannheim antreten, dann könnte das Line-Up noch kleiner ausfallen als zuletzt in Nürnberg. Aber nicht etwa wegen noch mehr positiver Corona-Fälle – die Erkältungswelle schlägt erbarmungslos zu. Details wollen die Roosters nicht veröffentlichen, doch langsam aber sicher, so hört man, wird es eng.

Iserlohn – „Wir gehen auch weiterhin mit einer positiven Einstellung ins Spiel und glauben an die Jungs, die da auf dem Eis stehen. Alle werden hart arbeiten, so wie es Tradition ist am Seilersee“, sagt Brad Tapper, der Cheftrainer, der keine Entschuldigungen akzeptieren will. Es entspricht einfach nicht seinem Naturell. Tapper, der Kämpfer, hat immer alles gegeben, selbst Gefechte ausgetragen, die von Beginn an zum Scheitern verurteilt waren. Er will sich am Ende nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben. Bestes Beispiel dafür war einmal mehr das letzte Auswärtsmatch in Nürnberg, bei dem er entschied, neun Minuten vor dem Ende seinen Goalie vom Eis zu nehmen und am Ende die Partie, trotz eines Drei-Tore-Rückstands, fast noch gewonnen hätte.

Motivieren muss Tapper nicht, herausfordernd ist jetzt vor allem eine kluge Trainingssteuerung. „Wir machen sehr viele Drei-gegen-Drei-Übungen, versuchen in sehr kleinen Bereichen des Eises zu trainieren, weil es gar nicht anders geht. Im Moment besteht das maßgebliche Training ohnehin aus ganz viel Video. Wir haben einfach nicht genug Personal für ein normales Training“, so der Kanadier.

Elten im Schnelldurchgang in die DEL

Gegen Mannheim helfen soll auch Youngster Nils Elten, der im Schnelldurchgang sein Niveau aus der Oberliga-Normalität in die DEL-Herausforderung katapultieren muss. „Das ist natürlich schon eine unglaubliche Umstellung. Trotzdem ist das eine unglaubliche Chance, über die ich mich sehr freue“, so Elten. „Die Spieler sind schneller, spielen härter, man muss die Scheibe schneller bewegen, einfacher spielen, das sind die Aufgaben.“ Insbesondere die Mannschaftskollegen aber haben ihn sofort wieder aufgenommen und helfen ihm – genauso, wie die Trainer: „Alle beschäftigen sich sehr intensiv mit mir, geben mir Unterstützung, reden viel mit mir und das hilft natürlich.“

Kraftsparend zu agieren wird am Abend für die Roosters auch in Mannheim die maßgebliche Aufgabe sein. Das aber ist beim Tabellenführer nicht ganz so einfach, will man sich nicht einfach überrollen lassen. Keine andere Mannschaft verfügt in der DEL über ein vergleichbares Maß an Tiefe und Talent. Eigentlich können sich die Jungs von Pavel Gross nur selbst schlagen. Zwar haben die Roosters im Hinspiel unter Beweis gestellt, dass es anders geht, aber da standen ihnen auch alle Leistungsträger wie Bailey, Raedeke oder Schilkey zu Verfügung, die nun garantiert noch fehlen. „Wir haben uns sicherlich jetzt dran gewöhnt, wie es ist, mit einem so kleinen Kader zu agieren. Aber machen wir uns nichts vor, das wird ganz schwer“, sagt Stürmer Sven Ziegler. MiHei

Auch interessant

Kommentare