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Auf Mannheim folgt die nächste hohe Hürde

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Anstrengende Wochen haben die Roosters noch vor sich - und sie befinden sich bereits jetzt mitten im Stresstest.
Anstrengende Wochen haben die Roosters noch vor sich - und sie befinden sich bereits jetzt mitten im Stresstest. © Hahn

Die Roosters haben am Mittwochabend ihre bis dato höchste Saisonniederlage kassiert, unterlagen beim souveränen Spitzenreiter Adler Mannheim mit 1:6 - und jetzt geht´s gegen Straubing und München.

Mannheim/Iserlohn - In der SAP-Arena standen den Sauerländern dieselben Feldspieler zur Verfügung wie am Sonntag in Nürnberg. Lediglich Hannibal Weitzmann nahm als Ersatztorhüter neu auf der Bank Platz. Anders als bei den Ice Tigers waren die Iserlohner beim Tabellenführer aber von Beginn an hellwach und konnten die Adler in den ersten Minuten erst einmal vom eigenen Tor fernhalten. Wenn einmal ein Schuss aus der Distanz auf den Kasten kam, dann war dieser sichere Beute für Andy Jenike.

Doch schon der erste richtige Fehler der Gäste wurde bestraft. Simon Sezemsky geriet an der Bande unter Druck, Plachta brachte die Scheibe schnell zwischen die Bullykreise – und Sinan Akdag schoss den Puck freistehend zur Führung ins Tor (12.). Gleich im nächsten Angriff hatten die Sauerländer Glück, dass es nicht erneut klingelte, aber diesmal reagierte Jenike gleich zweimal hervorragend gegen Markus Eisenschmid (13.). Auf der anderen Seite besaßen John Broda und Kris Foucault die besten Möglichkeiten für die Gäste, die sich bis dahin gut verkauften. Dann unterlief aber Foucault ein technischer Fehler im eigenen Drittel. Dawes passte die Scheibe sofort in die Gefahrenzone, und Markus Eisenschmied brauchte lediglich seinen Schläger zum 2:0 reinhalten (19.).

Im zweiten Durchgang liefen die Iserlohner der Musik hinterher. Erneut ein individueller Fehler leitete das 0:3 aus Gäste-Sicht ein. Joe Whitney mit dem Fehlpass an der gegnerischen blauen Linie, Lean Bergmann nutzte den freien Raum und bediente Sinan Akdag. Der Verteidiger erzielte freistehend seinen zweiten Treffer (23.). Die Roosters ließen dem Spitzenreiter jetzt zu viel Zeit und Raum – und Mannheim wusste diesen zu nutzen. Szwarz wurde von der Iserlohner Verteidigung nicht angegriffen, und seinen Pass an den langen Pfosten verwandelte Nigel Dawes ohne Mühe zum 4:0 (26.). Doch statt jetzt völlig einzubrechen, fingen sich die Sauerländer wieder und hatten in eigener Überzahl sogar die Chance zum ersten Treffer. Kris Foucault traf aus spitzem Winkel aber nur den Innenpfosten. Auf der anderen Seite verpassten Elias und Szwarz die Chance, die Führung weiter auszubauen.

Im Schlussabschnitt ging das muntere Toreschießen dann nahtlos weiter. Zunächst nutzte Krämmer einen Ausrutscher von Riefers an der Bande, der sich dabei zu allem Überfluss auch noch verletzte, zum 5:0 (42.). Und es ging Schlag auf Schlag weiter. Dawes mit seinem zweiten Treffer erhöhte nur kurze Zeit später auf 6:0 (43.). Aber auch die Roosters durften im letzten Drittel jubeln. Nach schönem Zuspiel von Taro Jentzsch vollendete Torjäger Kris Foucault zum 1:6 (44.). Dabei blieb es dann aber auch.

Torsten Ankert hinterfragt Prozedere

Nach der 1:6-Auswärtsniederlage am Mittwoch ging es Donnerstag aus Mannheim direkt weiter nach Straubing, wo am Freitagabend ab 19.30 Uhr bereits die nächste Aufgabe auf die dezimierten Sauerländer wartet. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams haben die Roosters nicht in allzu guter Erinnerung. Vor gut zwei Wochen erst waren sie zu Gast bei den Tigers, unterlagen mit 2:6.

Allerdings sind die Vorzeichen diesmal völlig anders. In das letzte Duell gingen die Sauerländer mit voller Kapelle und leicht favorisiert. Diesmal muss Trainer Brad Tapper weiter auf mindestens acht Stammspieler verzichten. Nach der 1:6-Pleite in Mannheim stellte Kapitän Torsten Ankert deshalb auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser Spiele in den Raum. „Du musst hier antreten, obwohl fast der halbe Kader fehlt und die Hälfte der Mitgereisten angeschlagen ist. Natürlich ist das frustrierend. Mit solchen Voraussetzungen hast du in der DEL keine Chance. Ich frage mich, wie die Fans das sehen, die viel Geld für ein Ticket bezahlen und sich dann eine Mannschaft anschauen müssen, die in dieser Situation nicht wettbewerbsfähig ist. Das kann auch für die Liga nicht gut sein.“

Von André Günther

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