Deutsche Meisterschaft

Roosters im Viertelfinale: Jetzt gegen ERC Ingolstadt

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Geschafft: Mit einem 3:2-Erfolg bei den Eisbären Berlin qualifizierten sich Nick Petersen und die Roosters für das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Gegner ist der Ingolstadt.

Berlin - Die Entscheidung ist gefallen. Die Iserlohn Roosters ziehen als Tabellensechster direkt ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. Mit einem Treffer ins leere Eisbären-Tor zum 3:2-Sieg krönte Chad Bassen am Sonntag 11 Sekunden vor dem Ende der Partie seine und die Saison der Roosters.

Jetzt geht es ab dem 11. März in einer „Best-of-seven-Serie“ gegen den ERC Ingolstadt.

Statistik

Eisbären: Vehanen – Haase, Hördler; Baxmann, Trivellato; Borer, Wissmann – Talbot, Rankel, Mulock; Miettinen, Braun, Pohl; Olver, Noebels, Tallackson; Ziegler, Foy

Roosters: Lange – Sullivan, Liwing; Jares, Lavallée; Orendorz, Teubert – Raedeke, Whitmore, Macek; York, Dupont, Petersen; Bassen, Connolly, Blank; Danielsmeier, Button, Wruck

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg)/Rohatsch (Lindau)

Tore: 0:1 (04:11) Dupont (Petersen, York), 1:1 (07:19) Talbot (Sharrow, Mulock/4:5), 1:2 (33:19) Lavallée (York, Dupont), 2:2 (44:19) Borer (Tallackson, Olver/5:4), 2:3 (59:49) Bassen (Empty Net)

Strafen: Eisbären: 8; Roosters: 12

Zuschauer: 14 200 (ausverkauft)

Engagiert, mutig und läuferisch stark starteten die Roosters, machten viel Druck auf den Kasten von Petri Vehanen. Der musste sich bei drei, vier gefährlichen Schüssen der Sauerländer strecken, war nach Duponts gezieltem Hammer ins lange Eck aber machtlos (5.). Dass es dennoch nach 20 Minuten unentschieden 1:1 stand, war einmal mehr einem „Shorthander“ des Gegners geschuldet. Nur zwölf Sekunden saß Berlins Haase draußen, als Talbot nach einem Konter den Ausgleich schoss (8.). Im anschließende Überzahlspiel der Roosters spürte man den Ärger in den Köpfen des Teams, die Leichtigkeit der ersten Minuten war verflogen, auch das Momentum dahin. Nur gut, dass die Gäste dann eine 56 Sekunden währende doppelte Unterzahl schadlos überstanden und sich damit einen Großteil ihres Selbstvertrauens zurückholen konnten.

Das änderte sich nach Wiederbeginn. Weil die Roosters in der eigenen Zone zu kompliziert spielten, hatten die Eisbären in den ersten zehn Minuten des Mittelabschnitts mehr vom Spiel, generierten gute Gelegenheiten, scheiterten aber immer wieder an Mathias Lange. Mit dem Powerbreak nach knapp zehn Minuten, kam jedoch die Wende. Jari Pasanen rüttelte seine Jungs wieder auf, fand die richtigen Worte. Plötzlich dominierten die Sauerländer, hatten erste Chancen durch Macek und Raedeke, verbuchten dann den erneuten Führungstreffer. York fand diesmal Lavallée im freien Raum zwischen den Bullypunkten, der halbhoch Vehanen überwand – 2:1 (34.). Damit setzen die Roosters für sich und ein Partie insgesamt ein wichtiges Ausrufezeichen, mussten sich zwar auch weiterhin den energischen Angriffen der Eisbären erwehren, hatten aber nach 40 Minuten die Nase vorn und 81 Sekunden Powerplay zu Beginn des Schlussabschnitts.

Gleich zweimal hatte Chris Connolly das 3:1 auf dem Schläger, vergab aber – und kurz darauf war wieder alles offen: Als Button eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste, traf Borer zum 2:2 (45.). Dramatisch dann die Schlussphase. 2:34 Minuten vor dem Ende kassierte Brodie Dupont eine Strafe, die Eisbären nahmen Vehanen vom Eis, spielten mit sechs gegen vier Roosters, brachten aber die Scheibe nicht im Tor unter. Und mit nur noch einem Mann weniger auf dem Eis sorgte Bassen per „Empty-Net-Goal“ schließlich für kollektiven Jubel bei den Sauerländern. - MiHei

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