Eishockey

Suche nach Erklärungen

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Brett Findlay (rechts) und Mike Hoeffel müssen mit den Iserlohn Roosters beim Gastspiel in Düsseldorf gewaltig steigern.

Iserlohn – Sportchef Christian Hommel trottete nach Ende des Westderbys gegen die Krefeld Pinguine durch die Kabine. Man sah ihm an, er grübelte, suchte nach Erklärungen, arbeitete an einem Plan. Vorausgegangen war eine Partie, die ärgerlicher nicht hätte enden können. Nach gutem Start, 0:3-Rückstand und einem bemerkenswerten Comeback, fehlte am Ende einmal mehr Konzentration, kassierte die Mannschaft viel zu viele Strafminuten.

Und gerade das macht es vor dem Gastspiel bei nächsten Westrivalen, der Düsseldorfer EG (Sonntag, 16.30 Uhr, ISS-Dome) schwierig. Fehler passieren immer, Konzentration und vor allem Disziplin sollte man von einer Profimannschaft erwarten dürfen. „Kopfsache“, sagt der Trainer. Er weiß, wovon er redet. Vielleicht will die Mannschaft einfach zu viel.

Christian Hommel: „Letztlich geht es jetzt darum, denjenigen, die es einfach nicht verstehen wollen oder können, weniger Eiszeit zu geben, sie vielleicht in den entscheidenden Momenten nicht mehr aufs Eis zu schicken.“ Hommel will handeln, bevor es zu spät ist, er will ein Zeichen setzen. „Ich habe dem Trainerstab meine Einschätzung der Dinge kundgetan und wir sind uns in der Sache einig. Ich kann und will der Mannschaft nicht ihre Arbeitsmoral, ihren Einsatzwillen absprechen. Sie versucht, alles zu tun, vielleicht manchmal ein wenig zu viel“, so Hommel weiter.

Die Mannschaft ärgert sich. Jens Baxmann auch. Er war ebenfalls an einem Gegentor der Pinguine beteiligt, übernimmt aber die Verantwortung – für seinen Fehler und die momentane Situation. „Es geht darum, dass wir vor allem einmal ein konzentriertes Spiel über 60 Minuten aufs Eis bringen. Dann werden wir auch die Chance haben, wieder ein Match für uns zu entscheiden!“

Schon Krefeld hätte kein Stolperstein werden dürfen. Jetzt folgt das nächste Westderby. Und ausgerechnet in der NRW-Landeshauptstadt war es zuletzt wenig erfolgreich für den IEC. Sieben Mal in Serie hat man zuletzt dort verloren, zumindest in offiziellen Hauptrundenspielen. Mannschaftskapitän Bobby Raymond spricht denn auch von einer mentalen Herausforderung: „Wir machen wenig Fehler, aber wir müssen uns im Kopf der Situation bewusst werden. Jeder einzelne Spieler muss damit umgehen und seinen Weg finden.“

Cheftrainer Jason O´Leary versucht alles, um die Mannschaft auf Kurs zu bringen. Er führt regelmäßige Gespräche mit jedem Einzelnen, arbeitet auch mit Spielergruppen, spricht Dinge konkret an. Er versucht, gerade in diesen anstrengenden Momenten mit sieben Spielen in zwei Wochen auch das Training so gut wie möglich zu planen. Gestern stand vor allem Regeneration auf dem Programm. Die Mannschaft wird sich erneut mehr auf sich selbst als auf den Gegner konzentrieren müssen.

„Wir tun alles für die Mannschaft. Wie wir das Team am Sonntag aufstellen werden, haben wir aktuell tatsächlich noch nicht entschieden“, sagte der Kanadier sicher auch mit Blick auf das Gespräch, das er mit Christian Hommel geführt hat. Die auf vielen Positionen neu zusammengestellte DEG ist nach vier Roosters-Niederlagen in Folge auf alle Fälle ein echter Prüfstein.

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