Roosters mit zu viel Risiko und zu vielen Fehlern

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Roosters-Goalie Erik Ersberg musste Sonntag im Heimspiel gegen Wolfsburg vier Gegentreffer schlucken.

ISERLOHN -  Zwei Treffer von Wolf, aber vier von den Wolfsburgern: Iserlohn musste sich am Sonntag mit 2:4 (1:2, 1:1, 0:1) im Heimspiel gegen die Grizzly Adams geschlagen geben.

Dabei wäre im Duell zweier schwacher DEL-Teams – wieder einmal – mehr drin gewesen für die Roosters. Trotz des hart erkämpften 5:4-Erfolgs gegen Straubing vom Freitag wirkte Iserlohn vor eigener Kulisse früh verunsichert. Zu viel Risiko, zu viele Fehler in der Defensive. Das war der Grund, warum die Blau-Weißen nach 20 Minuten 1:2 hinten lagen. Dabei hätte der IEC schon nach 45 Sekunden führen können, als Neuzugang Connolly knapp scheiterte. Etwas mehr als sieben Minuten waren gespielt, als die Sauerländer zu viert zu tief in der gegnerischen Zone standen und Wolfsburg zum Konter einluden. Tyler Haskins bedankte sich mit dem 0:1 (8.). In Überzahl nur 124 Sekunden später gelang den Gastgebern durch Wolf der Ausgleich, als er auf der Linie stehend die Scheibe von hinten an den Schonern Dshunussows vorbeizauberte – 1:1 (10.). Wolfsburgs Danner hatte sich vorher einen hohen Stock gegen Fischhaber geleistet, der das Match nicht fortsetzen konnte.

Wer hoffte, dass die Roosters jetzt konzentrierter zu Werke gingen würden, sah sich getäuscht. Teubert verlor nahe der blauen Linie im eigenen Drittel einen Zweikampf, Rosa zog allein davon – 1:2 (13.). Glück hatten die Sauerländer, als ebenfalls Rosa fünf Minuten vor Drittelende nur den Pfosten traf.

Wie verwandelt kam das Pasanen-Team zwar aus der Kabine und setzte den Gegner fünf Minuten lang unter Dauerdruck. Der Ertrag stellte sich aber nicht ein. Stattdessen „bissen“ die Wölfe: Erneut Rosa schlenzte die Scheibe mit der Rückhand ins Tor – 1:3 (31.).

Während die Iserlohner in Unterzahl wenig anbrennen ließen, war das Powerplay mau. Bei fünf Überzahlspielen gelang nur ein Tor. Dass trotzdem noch der Anschluss im Mitteldrittel fiel, war einem schnellen Konter zu verdanken. Brennan und York arbeiteten die Scheibe genial vor das Wolfsburger Tor, und Wolf netzte zum 2:3 (40.) ein. Da hatte Pasanen bereits umgestellt, Gödtel, Orendorz und Kopitz auf die Bank gesetzt, Giuliano in die Defensive geschickt und den Sturm wie in Straubing auf drei Reihen reduziert. Sie machten den IEC auch im Schlussabschnitt zur druckvolleren Mannschaft – ohne Erfolg. Stattdessen markierte Polaczek das 2:4 (47.). - MiHei

Roosters: Ersberg – Brennan, Jares; Teubert, Raymond; Orendorz, Kopitz; Gödtel – York, Wolf, Giuliano; Foster, Macek, Raedeke; Sertich, Mulock, Connolly; Fischhaber, Frosch, Hommel

Grizzly Adams: Dshunussow – Likens, Brocklehurst; Palin, Wurm; Bina, Keller – Haskins, Milley, Polaczek; Rosa, Aubin, Höhenleitner; Fauser, Mayer, Bassen; Pohl, Breitkreuz, Danner

Schiedsrichter: Aicher (Kempten), Jablukov (Berlin)

Tore: 0:1 (07:26) Haskins (Wurm, Palin), 1:1 (09:30) Wolf (Sertich, York/5:4), 1:2 (12:05) Rosa (4:4), 1:3 (30:51) Rosa (Aubin, Höhenleitner), 2:3 (39:39) Wolf (Brennan, York), 2:4 (46:16) Polaczek (Haskins)

Strafminuten: Roosters: 10; Grizzly Adams: 15 + Spieldauer (Danner) + 10 (Aubin)

Zuschauer: 3033

von Mirko Heintz

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