Roosters verlieren Westderby gegen die DEG

+
Jean-Philippe Côté (links) und die Iserlohn Roosters mussten sich im Westderby der Düsseldorfer EG um Travis Turnbull mit 1:2 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Es war die zweite Niederlage der Sauerländer am Wochenende.

Iserlohn - Es war ein typisches letztes Spiel vor einer Nationalmannschaftspause. Insbesondere die Iserlohn Roosters schafften es am Sonntagabend im Westderby der Deutschen Eishockey Liga gegen die Düsseldorfer EG nicht, ihre normale Leistungsfähigkeit aufs Eis zu bringen und verloren nach Penaltyschießen mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0).

Über Torlosigkeit konnten sich die Fans in Duellen zwischen dem IEC und der DEG in der Vergangenheit selten beklagen, an Allerheiligen aber gab es für Treffer zu wenig Gefährliches. Die Gastgeber versuchten es zunächst spielerisch, Düsseldorf mit Körperkraft, was der Partie keinen Schönheitspreis verlieh. Insbesondere die Versuche, schnell aus der eigenen Defensivzone herauszukommen, machte den Sauerländern echte Schwierigkeiten. Immer wieder störte einer der hart arbeitenden Düsseldorfer. Weil die Roosters ihrerseits nicht ihr bestes Tempo aufs Eis brachten, fehlte oft die Durchsetzungskraft.

Besser wurde die Partie aus Sicht der Iserlohner auch im zweiten Abschnitt zunächst nicht. Die Rheinländer blieben aggressiv, durchkreuzten regelmäßig den Spielaufbau der Blau-Weißen, blieben die Mannschaft mit dem höheren Anteil Scheibenbesitz. Für die ersten bemerkenswerten offensiven Akzente sorgten allerdings die Gastgeber. Leon Niederberger saß auf der Strafbank, als Yorks Powerplay-Formation zwei Mal knapp die Führung verpasste.

Anschließend hatte die DEG das Momentum auf ihrer Seite, arbeitete sich immer öfter ins Roosters-Drittel und nutzte einen Schüle-Schuss, der unsichtbar für Pickard hoch im linken Eck einschlug (27.). Wirklich geschockt war das Pasanen-Team anschließend nicht, trotzdem schien die Düsseldorfer Führung nicht den Ärger auszulösen, den es brauchte, um schnell die Partie zu drehen. Dass es dennoch noch vor Drittelende zum Ausgleich reichte, war Jaspers zu verdanken, der nach druckvoller Vorarbeit von Macek und Caporusso frei am rechten Pfosten stehend zum 1:1 traf (37.).

In den Schlussabschnitt starteten die Sauerländer erstmals als bessere Mannschaft. Die Pasanen-Schützlinge zeigten nun das läuferische Tempo, das es auch braucht, um auf spielerischem Weg gegen eine maßgeblich zerstörerisch arbeitende Mannschaft zum Erfolg zu kommen. Ross, Friedrich und Macek hatten gute Gelegenheiten, verpassten es aber, den starken Mathias Niederberger im Tor zu überwinden.

Auch defensiv ging der IEC kompromissloser zu Werke, hatte dadurch auch weniger Probleme im Aufbau, weil auch die Konzentration im Umschaltspiel nun höher war. Trotzdem wollte den Sauerländern der Führungstreffer nicht gelingen. Somit ging es in die Verlängerung.

Hier hatten Macek, Button und Collins hervorragende Gelegenheiten – Sieger blieben aber die Torhüter, die auch im anschließenden Penaltyschießen im Mittelpunkt standen. Pickard hielt zwei, Niederberger drei Penaltys – Düsseldorfs Collins verbuchte so in der vierten Runde den Siegtreffer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare