Michael Wolf trifft in der Overtime für die Bullen

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Roosters-Trainer Jari Pasanen konnte trotz der 2:3-Niederlage gegen München mit seinem Team zufrieden sein.

Iserlohn - Die Iserlohn Roosters starten mit einer Niederlage in die letzte Phase der DEL-Hauptrunde, verdienen sich dennoch ein Lob. Nach einem 0:2-Rückstand kämpfte sich das Team zurück ins Match, schoss den Ausgleich und kassierte nach 24 Sekunden in der Verlängerung durch den Ex-Iserlohner Michael Wolf den entscheidenden Treffer zum 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1)-Endstand gegen die „Roten Bullen“ aus München.

Von Mirko Heintz

Die Gäste starteten fokussiert wie noch nie gegen die Roosters in die Partie – wollten einen frühen Fehler der Sauerländer und eine schnelle Führung erzwingen. Keeper Mathias Lange zwischen den Pfosten der Iserlohner machte aber insbesondere in den ersten zehn Minuten des Auftaktdrittels eine überragende Partie, stoppte jede noch so gute Gelegenheit der Bayern. Ab der vierten Minuten agierten auch die Sauerländer gefestigter, erarbeiteten sich immer häufiger gute Gelegenheiten. Der einzige Treffer in den ersten zwanzig Minuten allerdings fiel 19 Sekunden vor Schluss auf der Gegenseite, als Christensen die Scheibe in Überzahl ins Iserlohner Tor drückte.

Das Mitteldrittel begann erneut mit druckvollen Münchenern, die aufgrund ihres aggressiven Forecheckings die Iserlohner Angriffsbemühungen erschwerten, zudem deutlich mehr Zweikämpfe gewannen. Eine frühe Strafe gegen Teubert sorgte für die zweite Überzahl der Red Bulls und das 0:2 (24.). Sparre hatte auf das Lange Eck gezielt, schob die Scheibe an Lange vorbei. Die Antwort der Gastgeber ließ aber nur knapp drei Minuten auf sich warten. Aus einer Konterchance verbuchte Lavallée den Anschlusstreffer (27.). Nicht erst seit diesem Treffer waren die Sauerländer besser im Spiel. Zwar schafften es die Defensivformationen beider Teams sich zu egalisieren, die besseren Möglichkeiten bis Drittelende aber hatte der IEC.

Eng, hart umkämpft und ohne hochkarätige Chancen auf beiden Seiten – die ersten zehn Minuten des Schlussdrittels gaben einen Vorgeschmack auf die kommenden Wochen. Münchens Vorteil: Nach zwei Powerplay-Treffern lag der EHC knapp mit einem Tor in Führung, die Roosters wollten nicht zu früh zu viel riskieren. Dann die 50. Spielminute, der beherzte Einsatz von Ryan Button und der lang ersehnte und verdiente Ausgleich der Roosters durch Button.

Obwohl die Sauerländer in der regulären Spielzeit versuchten, die Entscheidung herbeizuführen, blieb ihnen der Siegtreffer versagt. Es folgte die Overtime, die nur 24 Sekunden dauerte. Dann schoss ausgerechnet der am Seilersee so beliebte Michael Wolf aus der Halbdistanz aufs Tor und traf. Es war der erste Treffer des Ex-Rooster gegen sein altes Team.

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