Eishockey

Roosters unterliegen im ersten Test in Köln trotz guter Ansätze 4:5

Torwart beim Eishockey
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Herausforderung gemeistert: Andy Jenike hütete das Roosters-Tor in der ersten halben Stunde.

Das erste Spiel seit Februar ist gespielt: 4:5 unterlagen die Iserlohn Roosters am Samstagnachmittag im Test bei den Kölner Haien.

Köln – Ohne den an Corona erkrankten Bobby Raymond und Stürmer Mike Hoeffel gingen die Iserlohn Roosters ins erste Testspiel der Vorbereitung in der Kölnarena 2. Dass am Ende eine 4:5-Niederlage stand, hatte keine Bedeutung. Wichtig war die deutliche Steigerung über 60 Minuten und die Tatsache, dass mancher im Team andeutete, großes Talent zu besitzen.

Der Beginn schien für beide Teams nicht einfach. Ins Match zu kommen, hatte seine Herausforderung. Tempo, Intensität, Bewegungsabläufe mussten erst wieder erfahren werden. Dabei war unverkennbar, dass es den Gastgebern einfacher fiel. Insbesondere die deutschen Spieler stehen deutlich länger auf dem Eis, spielten, wie Kapitän Moritz Müller, sogar schon in der DEL2.

Doch nicht den deutschen Akteuren war die Kölner Führung nach 20 Minuten zu verdanken, sondern dem starken Kanadier Jon Matsumoto. Der ehemalige Rooster bereitete beide Treffer der Kölner vor. Neuzugang Casey Bailey hatte zuvor die Blau-Weißen in  Führung gebracht, als aus dem Gedränge vor dem Tor die Scheibe über die Linie gegangen war (6.).

Roosters unterliegen im ersten Test in Köln trotz guter Ansätze 4:5

Der Ausgleich fiel 79 Sekunden später, als Matsumoto Marcel Müller bediente und Jenike keine Chance hatte. Als dann die Roosters in der 14. Minute wegen Spielens mit zu vielen Feldspielern Tim Fleischer auf der Strafbank hatten, sorgte Freddie Tiffels frei im Slot, dank Matsumotos zweitem Zuspiel für die Führung. Offensiv taten sich die Sauerländer vor dem gegnerischen Kasten, gehütet von Justin Pogge, schwer auszugleichen. Je länger das Match aber dauerte, umso intensiver wurde die Partie.

Das änderte sich am im Mittelabschnitt nicht, in dem die Roosters nach einer weiteren überstandenen Strafe gegen Friedrich den Ausgleich verbuchten. Der Stürmer kam gerade rechtzeitig zurück aufs Eis, um den Treffer selbst einzuleiten. Über ihn und Bailey lief die Scheibe, die Sutter mit einem Schlagschuss einnetzte (23.). Anschließend aber waren es wieder die Haie, die offensive Akzente setzten und eine klare Führung herausspielten. Oblinger nach einem Scheibenverlust, als zwei Iserlohner Laufwege sich kreuzten, und Neuzugang Sheppart sorgten für das zwischenzeitliche 4:2 (26./30.).

Bailey, Sutter, Jentzsch und Fleischer treffen

Roosters: Jenike, Schwendener (ab 31.) – Baxmann, O´Connor; Buschmann, Ankert; Riefers, Orendorz; Elten – Raedecke, Friedrich, Aubin; Jentzsch, Grenier, Whitney; Bailey, Sutter, Lautenschlager; Weidner, Fleischer, Samanski

Schiedsrichter: Hoppe, Chwaluk

Strafminuten: Haie 12 - Roosters 14

Tore: 0:1 (05:34) Bailey (Sutter), 1:1 (07:03) Ma. Müller (Matsumoto), 2:1 (13:25) F. Tiffels (Matsumoto, Edwards/5:4), 2:2 (22:42) Sutter (Friedrich, Bailey), 3:2 (25:31) Oblinger; 4:2 (29:17) Sheppart (Matsumoto), 5:2 (37:31) Ugbekile (F. Tiffels, Ma. Müller), 5:3 (44:00) Jentzsch (Whitney, Raedeke/5:4), 5:4 (50:41) Fleischer (Weidner, Ankert/5:4)

Dann aber begannen die besten Iserlohner Offensivminuten. Chancen im Minutentakt von Riefers, Bailey, Lautenschlager und Aubin hätten es verdient gehabt, die Blau-Weißen wieder heranzubringen, Pogge im Kasten aber hielt bärenstark. Knapp zweieinhalb Minuten vor der zweiten Drittelpause waren es statt den Roosters die Haie, die mit Ugbekile sogar zum 5:2 trafen. Dieser Zwischenstand fiel am Ende ein wenig zu hoch aus..

Taro Jentzsch deutet seine Perspektiven an

Den ersten Akzent im Schlussdrittel setzten die Sauerländer. Bei Kölner Unterzahl zauberte Whitney einen Traumpass auf Taro Jentzsch, der mit einem tollen Move Pogge keine Chance ließ. Es war die schönste Kombination dieses Eishockeynachmittags und zeigt die Qualität, die Jentzsch mitbringt. Auch die Entscheidung, ihn mit Whitney und Bailey aufs Eis zu bringen, unterstreicht, was die Roosters-Verantwortlichen Jentzsch zutrauen.

Anschließend fiel auch das 4:5 fiel bei Iserlohner Überzahl. Diesmal war es ein Schlagschuss den Pogge zwar stoppen, aber nicht festhalten konnte. So nutzte Tim Fleischer den Rebound zum direkten Anschlusstreffer. Die Gäste waren plötzlich wieder im Match, Uwe Krupp, Kölns Cheftrainer, nahm sogar 6:34 Minuten vor dem Ende sogar eine Auszeit, um sein Team wieder aufzuwecken. Zwar sollte in den verbleibenden Minuten der Ausgleich nicht mehr gelingen, Raedekes Schuss Sekunden vor dem Ende hätte einen Hauch mehr verdient gehabt.

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