Eishockey, DEL

Auf der Suche nach verloren gegangener Leichtigkeit

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Roosters-Angreifer Neal Samanski steht mit seinem Team wieder vor hohen Wochenend-Hürden.

Iserlohn – Wenn die Iserlohn Roosters am Freitag um 19:30 Uhr am kalten Pulverturm in Straubing das DEL-Eis betreten, dann wird dieses Match zu einer ganz besonderen Herausforderung. Das stärkste Heimteam der Liga empfängt den Vorletzten der Auswärtstabelle, die Voraussetzungen könnten kaum unterschiedlicher sein.

Während die Blau-Weißen mit 18 Neuzugängen und einem neuen Trainerstab durch Deutschland reisen, profitiert der Gegner genau vom Gegenteil, seiner Eingespieltheit. „Die Tigers haben sich im Sommer vor einem Jahr komplett neu aufgestellt, eine neue Mannschaft gebaut und profitieren aktuell maßgeblich vom blinden Verständnis ihrer herausragenden Leistungsträger“, unterstreicht Stürmer Daniel Weiß. Er gibt offen zu, beeindruckt zu sein von der Spielweise der Niederbayern, die aktuell von Erfolg zu Erfolg kommen.

Straubing mit fünf Siegen in Serie

Zuletzt hat die Mannschaft fünf Ligapartien in Serie für sich entschieden, ist souveräner Zweiter und maßgeblicher Verfolger von Vize-Meister München. Mit 76 Treffern haben die Tigers die meisten Tore aller Teams erzielt, sind das Überraschungsteam der Saison. Nur zu gern würden die Roosters annähernd Vergleichbares auch von sich behaupten, die Realität sieht anders aus. Mit zwanzig Punkten und 34 weniger erzielten Treffern ist Iserlohn Tabellenvorletzter und reibt sich verwundert die Augen.

„Wenn wir uns konzentrieren, spielen wir besser als dieser Tabellenplatz ausdrückt“, sagt Cheftrainer Jason O´Leary vor der Abreise des Teams. Alle Schwächen sind längst besprochen: Die Roosters schießen zu wenig Tore, ihre Special-Teams funktionieren noch immer nicht so, wie man sich das wünschen sollte, ihre Disziplin aber verbessert sich. Dennoch muss man sich die Frage stellen, warum keine substanzielle Veränderung zu entdecken ist.

Großes Verletzungspech bei den Roosters

Ein Grund ist sicherlich die Tatsache, dass die Roosters unglaubliches Verletzungspech haben. Mit wem er in Straubing rechnen kann, wird sich deshalb erst nach dem Aufwärmen definitiv ergeben. Petan, Findlay, Friedrich haben gute Chancen auf dem Eis zu stehen. Wahrscheinlich kehrt auch Jake Weidner ins Team zurück, der seine langwierige Verletzung auskuriert hat. So bleibt nur eines, eine rein mentale Frage. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass jeder einzelne Spieler im Team mehr von sich erwartet, als aktuell gut für ihn wäre. Statt die einfachen Dinge anzugehen, wird der Frust über ungenutzte Chancen oder verlorene Spiele zum Problem.

O´Leary versucht dem Team schon länger diesen selbst erzeugten Druck zu nehmen, oft allerdings ohne Erfolg. In Straubing und am Sonntag daheim gegen Mannheim (18 Uhr) sollten die Sauerländer versuchen, ihre verloren gegangene Leichtigkeit zurückzufinden ansonsten wird es ein ganz schweres Wochenende.

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