Mark Bell ist zurück am Seilersee

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Mark Bell ist seit Donnerstag wieder im Land. Wann der Stürmer allerdings zum ersten Mal für die Roosters auf dem Eis stehen kann, werden die medizinischen Untersuchungen zeigen.

ISERLOHN - Sollstärke erreicht! Seit Donnerstagnachmittag ist der letzte Platz in der Kabine der Iserlohn Roosters belegt. Um 14.11 Uhr landete Mark Bell der letzte Spieler der Sauerländer in Deutschland und harrt nun der Dinge, die kommen. Am Freitag im ersten Heimtestspiel gegen Wolfsburg und Sonntag in Köln wird der Stürmer jedenfalls nicht auf dem Eis stehen.

Der Kanadier, in der vergangenen Saison einer der besten Akteure im Dress des IEC, hatte sich kurz vor Ende der Saison eine Schulterverletzung zugezogen. Schon nach dem Verpassen der Playoffs ging er in den letzten Saisonspielen nicht mehr aufs Eis und kehrt jetzt, nach einer unerwartet doch durchgeführten Operation heim an den Seilersee. „Wir werden ihn jetzt eingehend untersuchen lassen, um dann eine Aussage darüber zu treffen, wie es weitergeht“, sagt Roosters-Manager Karsten Mende.

Sein Blick spricht bei diesen Worten Bände. Es ist untrüglich, dass auch er nicht genau weiß, welchen Status man Mark Bell nun attestiert. Zwar reiste der spielstarke Stürmer pünktlich an, wann allerdings sein erster Einsatz bevorsteht, ist vollkommen offen. Angeblich bis zu vier Wochen soll die Integration ins Team noch dauern. Schon vor Wochen sagte Cheftrainer Doug Mason auf die Frage, wie er denn mit Bell plane: „Das ist offen und hängt von der Entwicklung des Teams ab!“

Das Trio Wolf, Mulock und Sertich dürfte aufgrund der bislang gezeigten Leistungen gesetzt sein und auch die Formation York, Macek und Raedeke hat ein so hervorragendes Zusammenspiel gezeigt, dass sie auch am Freitag im Test gegen den DEL-Rivalen aus Wolfsburg (19.30 Uhr/Eissporthalle am Seilersee) zusammen aufs Eis gehen werden. So bleibt nicht nur die Frage nach Bells Gesundheit, sondern auch nach seiner Rolle im Team.

Da Freitag erneut auch Verteidiger Thomas Gödtel mit seiner Oberkörperverletzung pausieren soll (Mende: „Er trainiert wieder, allerdings ohne körperlich attackiert zu werden!“), setzt Cheftrainer Mason auf Lasse Kopitz in der Defensive und hat Marcel Kahle aus Duisburg für einen Testspieleinsatz an den Seilersee beordert. Auch wenn der Coach sicher ist, dass Kahle noch mindestens ein Jahr Erfahrung in unteren Ligen sammeln muss, will er ihm mindestens ein Vorbereitungsspiel mit „seinen“ Roosters schenken. Ansonsten sind tatsächlich keine Umstellungen geplant, nur im Tor geht das Rotationsprinzip weiter. Sébastien Caron wird gegen die Niedersachsen aus Wolfsburg spielen, Mathias Lange bekommt Einsatzzeit am Sonntag in der Kölnarena 2 gegen die Haie (16.30 Uhr). „Dieses Wochenende gibt uns die Gelegenheit, ein Bild zu machen. Wir werden gegen zwei sehr gute Gegner spielen, die viel Druck auf unsere Mannschaft machen und unserer Mannschaft auch läuferisch alles abverlangen werden. Ich bin sehr neugierig und gespannt“, sagt Mason.

Ein besonderes Augenmerk werden die Verantwortlichen auf Try-Out-Spieler Richard Jares legen. Der hat zwar bislang sehr solide Leistungen gezeigt, von purer Überzeugung aber kann noch keine Rede sein. Die Marktsituation und seine Leistungen an diesem Wochenende werden richtungsweisend sein.

Roosters: Caron (Fr.), Lange (So.) – Danielsmeier, Orendorz; Jares, Kopitz; Brennan, Raymond – Sertich, Wolf, Mulock; York, Macek, Raedeke; Foster, Frosch, Giuliano; Fischhaber, Hommel

Von Mirko Heintz

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