Eishockey, DEL

Roosters: Steve Whitney und Bobby Raymond müssen gehen

Eishockeyspieler beim Bully
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Steve Whitney wird die Iserlohn Roosters im Gegensatz zu seinem Bruder Joe wieder verlassen.

Ein Kommen und ein Gehen am Seilersee: Zuletzt stellten die Iserlohn Roosters zwei Neuzugänge vor, dafür müssen nun auch zwei Spieler des alten Kaders gehen.

Iserlohn – Fünf Tage, drei Neuzugänge. Mancher könnte es als Aktionismus begreifen, was die Iserlohn Roosters da in Sachen Teamzusammenstellung für die kommende DEL-Saison tun.

Genau das aber scheint es nicht zu sein. Manager Christian Hommel fügt vielmehr aus eigener Sicht Puzzleteil um Puzzleteil zusammen, und er scheut sich nicht vor einem Umbruch, denn trotz der guten letzten Saison setzt der Manager auf Veränderung. Das wird insbesondere an den jüngsten beiden Verpflichtungen deutlich.

Stürmer Travis Ewanyk und Verteidiger Hubert Labrie dürften, auch wenn der Hemeraner das nur teilweise zugibt, teils langjährige Spieler verdrängen. Ewanyk könnte den Platz von Jake Weidner einnehmen, der nach vier Jahren nicht mehr an den Seilersee zurückkehren könnte. Deutlicher wird Hommel bei Verteidiger Labrie: „Ich denke, dass Hubert einen Spieler wie Griffin Reinhard nicht ersetzen kann, aber auf der Position von Bobby Raymond bekommen wir einen sehr, sehr erfahrenen Spieler.“

Roosters: Steve Whitney und Bobby Raymond müssen gehen

Denn Raymond, der insgesamt 206 Partien für die Sauerländer bestritten hat, wird den Verein ebenso verlassen wie Stürmer Steve Whitney, der erst im Lauf der abgelaufenen Serie an den Seilersee gekommen war.

Labrie freut sich auf den Seilersee, sucht dort für sich und seine Familie auch ein neues Abenteuer: „Nach zehn Jahren in der AHL war es an der Zeit, noch einmal eine neue Herausforderung zu suchen. Ich wollte mich einfach sportlich noch einmal verändern, neue Akzente setzen. Ich selbst habe zuletzt immer als absoluter Defensivverteidiger auf dem Eis gestanden, bin aber auch ein guter Schlittschuhläufer, bin technisch gut ausgebildet und zweikampfstark.“ Wichtig ist aber vor allem, dass Labrie ein absoluter Teamplayer ist, den Joe Whitney den Roosters nur empfehlen konnte.

Spannend ist die Verpflichtung von Travis Ewanyk, der als Mittelstürmer der dritten oder vierten Formation gesetzt sein dürfte. Der 28-Jährige kam vor drei Jahren aus Nordamerika nach Krefeld, verbuchte in seinen ersten beiden Spielzeiten in der DEL knapp 150 Strafminuten. Ewanyk machte sich als „Tough Guy“ einen Namen, fuhr jeden Check zu Ende.

Er hat in einer komplett anderen Rolle gespielt und gezeigt, dass er punkten kann. Auch bei uns wird er eine ganz klar definierte Rolle einnehmen, Härte aufs Eis bringen und den einen oder anderen mal in den Seilersee befördern...

Christian Hommel über Travis Ewanyk

Spielerisches war nicht gefragt. Auch deshalb saß er auch mal auf der Tribüne. Als Deutsch-Kanadier aber blieb er im Fokus. So verpflichtete im vergangenen Dezember der DEL2-Club Eispiraten Crimmitschau Ewanyk, ließ ihn spielen, insbesondere in den höheren Reihen und auch im Powerplay. 18 Tore und weitere 15 vorbereitete Treffer standen am Ende der Zweitligasaison.

„Er hat in einer komplett anderen Rolle gespielt und gezeigt, dass er punkten kann. Auch bei uns wird er eine ganz klar definierte Rolle einnehmen, Härte aufs Eis bringen und den einen oder anderen mal in den Seilersee befördern. Aber er soll auch gut und viel in Unterzahl spielen und unsere jungen Leute an die Liga heranführen. Macht er das alles gut, ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass er in den höheren Reihen zum Einsatz kommt“, so Hommel. Für Ewanyk war die Entscheidung, in die DEL zurückzukommen, einfach: „Ich will immer auf höchstem Niveau spielen, deshalb wollte ich zurück in die DEL. Zudem waren die Gespräche mit Christian Hommel und Brad Tapper sehr gut.“

Mit dem 18-jährigen Verteidiger Maxim Rausch ist den Sauerländern hingegen sicherlich erst einmal „nur“ ein Talent ins Netz gegangen. Dass auch er von den Jungadlern an den Seilersee kommt, zeigt, dass auch Deutschlands Toptalente, die in Mannheim ausgebildet wurden, den Seilersee für den Start in den Profibereich auswählen. Diese Tatsache hat Hommel sich in den letzten zwei Jahren ohne Zweifel erarbeitet.

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