Eishockey

Beste Trainingsbedingungen

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(Kart-)Bahn frei für Mike Halmo und Co.

Heerenveen – Eishockey gehört in den Niederlanden nicht zu den wirklich populären Sportarten. Das machen vor allem die Dimensionen deutlich. Wenn die Roosters an diesem Wochenende beim sogenannten „Thialf-Cup Heerenveen“ in Friesland antreten, dann kennt man die Arena nicht des Eishockeys wegen. „Thialf“ ist vielmehr das größte Eisschnelllauf-Zentrum des Landes und Jahr für Jahr Austragungsort eines Weltcup-Wochenendes mit herausragenden Zeiten.

Davon profitieren auch die Sauerländer – infrastrukturell. Der gesamte Arena-Komplex verfügt über herausragende Trainingsmöglichkeiten, wie einer eigenen Indoor-Tartanbahn und einem riesigen Kraftraum. Angehängt ist eine weitere Eissporthalle für den Erstligisten aus Heerenveen, Curling und Eiskunstlauf, deren Eisfläche allerdings erst vor rund 72 Stunden gemacht worden ist, extra zum Turnier. Für die Trainingseinheiten also ideale Voraussetzungen.

Im ersten Test treffen die Blau-Weißen heute um 17 Uhr auf die Tilburg Trappers, die seit 2016 in der deutschen Oberliga an den Start gehen, dort drei Meisterschaften und einen Vizemeister-Titel gewonnen haben. „Tilburg hat eine Mannschaft, die mit sehr viel Tempo und sehr viel Aggressivität kommen wird. Sie sind technisch sicherlich nicht auf dem Niveau eines DEL-Teams, aber sie werden uns das Leben sehr schwer machen, so wie sie es im letzten Jahr Bremerhaven schwer gemacht haben“, sagt Christian Hommel, der Sportliche Leiter. Bekanntester Spieler ist Diego Hofland, der bereits für Düsseldorf oder Krefeld auf dem Eis gestanden hat.

Die Roosters verzichten in den Niederlanden auf Marko Friedrich und Daine Todd, die aufgrund ihrer Verletzungen im Sauerland geblieben sind, um dort ihr Reha-Programm zu absolvieren. Stattdessen werden Try-Out-Neuzugang Davis Koch und Yannik Wenzel von den Steelers aus Bietigheim ihr erstes Spiel im Dress der Roosters bestreiten. Koch kann sich in den kommenden Wochen für einen Vertrag bei den Waldstädtern empfehlen, Wenzel gilt als technisch starker Stürmer mit einem guten Schuss. „Er hat sich im U 23-Camp sehr stark präsentiert und bekommt jetzt die Chance auf DEL-Niveau zu zeigen, was er leisten kann.

Im Tor wird mit großer Wahrscheinlichkeit Andreas Jenike stehen. Je nach Ausgang der Partie gegen Tilburg stehen die Roosters am Sonntagnachmittag ab 13.30 Uhr entweder im kleinen Finale oder ab 17 Uhr im Endspiel gegen Krefeld oder Bremerhaven, die das zweite Halbfinale bestreiten werden. Fakt ist allerdings auch, dank eines wunderschönen Hotels inklusive Sandstrand in Wolvega, und zweier freier Abende vor Turnierbeginn, steht auch das Teambuilding im Mittelpunkt.

Highlight war der gemeinsame Abend auf der Kartbahn in Heerenveen bei dem das Team sein Können in 80 Stundenkilometer schnellen Boliden zeigen konnte. Sieger des Abends wurde allerdings kein Spieler, sondern der Mannschafts-Busfahrer. Der war im Rennen der besten acht Vorrundenfahrer der Schnellste, ließ unter anderem Andy Jenike hinter sich, der genauso wie Neal Samanski oder Erik Buschmann über echtes Talent als Rennfahrer verfügt. Auch an diesem Abend wurde aber vor allem eines deutlich: Die Mannschaft scheint sich wirklich hervorragend zu verstehen. Grüppchen gibt es bislang keine. Vor allem das ist anders als im vergangenen Jahr. Und macht deshalb rund um den Seilersee Hoffnung für die neue Spielzeit.

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