Eishockey, DEL

Roosters setzen gegen Bremerhaven wieder auf Ryan O‘Connor

Eishockey vor dem Tor
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Erst Ende Januar waren die Cracks aus Bremerhaven am Seilersee zu Gast – seinerzeit kamen sie als Spitzenreiter und gewannen 3:2 nach Verlängerung. Der Höhenflug der Nordseestädter ist indes vorbei. Die Roosters wollen dies zu einem Heimsieg nutzen.

Am Dienstagabend erwarten die Iserlohn Roosters am Seilersee die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Nach der guten Leistung in Wolfsburg soll es wieder Zeit für einen Sieg sein.

Iserlohn – Dass die DEL am Montagmorgen einen Spielplan für den zweiten Teil der Hauptrunde der laufenden Saison vorgelegt hat, mag für den ein oder anderen kein besonderes Ereignis sein. In Wahrheit aber ist es bemerkenswert. Fast zweieinhalb Monate läuft das Ligageschehen unter Corona-Bedingungen, und erst zwei Partien musste verschoben werden, eine davon wurde bereits nachgeholt.

Ist das Glück? Ist das Zufall? Fakt ist, dass man den mehr als 200 Spielern, Trainern und Betreuern der Ligateams attestieren muss, dass sie sich offenbar vorbildlich an die Corona-Beschränkungen zu halten scheinen. Zwar ist auch der aktuelle Status keine Garantie dafür, dass sich die Situation bis zum oder ab dem 20. März nicht verändern wird, trotzdem ist es ein ermutigendes Zeichen. Überraschend ist aber gerade deshalb, dass es von einigen Seiten noch einmal Gesprächsbedarf gab, bevor die Verzahnung zwischen der Nord- und der Südgruppe final festgelegt wurden.

„Für uns gab es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Die Planung war so besprochen. Jetzt setzen wir sie auch so um. Ohnehin war auch jedem klar, welche Anstrengungen damit verbunden sind. Die Spieler werden auch mal schwere Beine, letztendlich aber auch eine Menge Spaß haben“, sagt Christian Hommel, Sportlicher Leiter der Sauerländer.

Roosters setzen gegen Bremerhaven wieder auf Ryan O‘Connor

Weil nicht selten davon gesprochen wird, dass im Süden dieser Tage besseres Eishockey gespielt wird als im Norden, hätte vielleicht auch der Hemeraner die Option nutzen können, die Verzahnung zu verhindern. Hommel: „Was man so sagt, ist ja auch nicht immer richtig. Der Süden kann sicherlich mehr Geld für seine Mannschaften ausgeben, aber auch wir spielen im Norden ganz gutes Eishockey!“

Dass es so ist, kann seine Mannschaft schon am Dienstagabend ab 18.30 Uhr im Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven unter Beweis stellen, was nach den Niederlagen gegen Berlin und in Wolfsburg mit Blick auf die Tabelle auch nötig wäre. Die gute Nachricht ist, dass die Sauerländer ab sofort wieder mit Ryan O’Connor planen können. Der Verteidiger ist etwas früher als gedacht wieder gesund, hat seine Oberkörperverletzung auskuriert. Weil auch alle anderen Jungs ohne deutschen Pass gesund sind, bleibt abzuwarten, wen Cheftrainer Jason O’Leary auf die Tribüne setzt. Verzichten müssen die Sauerländer noch immer auf Jake Weidner, der weiterhin aus persönlichen Gründen fehlt. Im Tor steht Yannik Schwendener.

„Wir müssen dort weitermachen, wo wir gegen Wolfsburg aufgehört haben“, sagt Verteidiger Dieter Orendorz. Auch, wenn die Sauerländer bei den Niedersachsen verloren haben, war es defensiv eine der besten Leistungen der zurückliegenden Wochen.

Die Spieler werden auch mal schwere Beine, aber auch eine Menge Spaß haben!

Christian Hommel (Roosters-Manager)

Christian Hommel: „Wir haben öfter auf den gegnerischen Kasten geschossen als die Wolfsburger auf unseren – das ist tatsächlich eine Weiterentwicklung. Auch in anderen Bereichen haben wir uns nach einer sehr intensiven Trainingswoche gesteigert. Jetzt geht es darum, diese Leistung regelmäßig aufs Eis zu bringen.“ Zufrieden war der Manager auch mit dem ersten Auftritt von Neuzugang Griffin Reinhart. Der machte auswärts sein erstes Spiel, hinterließ einen guten Eindruck.

Beim Gast ist Topstart Jan Urbas wieder dabei

„Eigentlich hatten wir geplant, dass er weniger Einsatzzeit bekommt, aber er hat sein Spiel sehr einfach gehalten. Deshalb hat er auch ein paar Wechsel mehr auf dem Eis gestanden.“ Auch Reinhart selbst fühlt sich gut am Seilersee. „Natürlich hat es gerade im Hinblick auf die größere Eisfläche geholfen, dass ich im letzten Jahr schon in der KHL gespielt hat. Das macht es mir jetzt etwas einfacher“, so der Neuzugang.

Vor dem Gegner aus Bremerhaven müssen sich die Sauerländer in Acht nehmen. Zwar mussten auch die Nordseestädter eine kleine Niederlagenserie verkraften, seit Samstag ist Topstar Jan Urbas allerdings nach überstandener Corona-Erkrankung wieder im Line-Up. Schon gab es in Krefeld den ersten Erfolg. Auf beide Teams wartet am Abend somit eine mehr als wichtige Aufgabe.

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