Eishockey, DEL

Roosters nach Negativ-Serie vor nächster großer Herausforderung

Eishockey vor dem Tor
+
Vieles deutet darauf hin, dass Andreas Jenike im Roosters-Tor am Sonntag für Jannick Schwendener Platz machen muss.

Dreimal in Folge verloren: Der Höhenflug der Iserlohn Roosters ist vorbei. Und ausgerechnet jetzt kommt am Sonntagabend der Spitzenreiter Bremerhaven an den Seilersee.

Iserlohn – Die Serie ist gerissen. War der Start in die DEL-Saison bei den Iserlohn Roosters bemerkenswert, so macht sich das Team vom Seilersee die selbst erarbeitete gute Ausgangsposition nun kaputt. Das nach dem Match am Donnerstag in der Hauptstadt bei einem der Topteams der Liga so deutlich zu sagen, mag gewagt sein, denn natürlich kann man gegen Berlin verlieren. „Aber die Art und Weise ärgert uns, wir haben es den Eisbären viel zu einfach gemacht“, sagt Stürmer Marko Friedrich.

Einmal mehr schafften es die Roosters nicht, über 60 Minuten konzentriert und konstant Eishockey zu spielen. Diesmal brachte sie eine einzige Entscheidung aus dem Tritt: der nicht gegebene Treffer von Casey Bailey im ersten Drittel. Angeblich wegen „visueller Behinderung“, wie die Schiedsrichter Steingross und Schukies der Zeitnahme mitteilten. „Wir verlieren nach dieser Entscheidung den Kopf und unseren Einfluss auf die Partie“, sagt Cheftrainer Jason O’Leary.

Die Entscheidung der Unparteiischen ist zumindest diskutabel. Müsste der Treffer auf den ersten Blick eigentlich als „gutes Tor“ gewertet werden, sorgt der Blick ins Detail zumindest für ein Argument, was für die Aberkennung stehen könnte. Whitney, zwar im Moment des Schusses vom Berliner Verteidiger in den Torraum gedrückt, versuchte nicht, diese Zone vor Niederberger schnellstmöglich zu verlassen. Dass der Berliner Goalie scheinbar aktiv den Kontakt suchte, sollte ebenfalls erwähnt werden.

Roosters nach Negativ-Serie vor nächster großer Herausforderung

„Der Schwung war weg, aber wir haben auch andere Dinge aus unserem Gameplan nicht mehr so umgesetzt, wie wir es besprochen hatten“, ergänzt O’Leary. Genau das ist der Punkt. Warum lässt sich eine so talentierte Mannschaft wie die Sauerländer von einem Rückschlag wie einem nicht gegebenen Treffer derart aus dem Konzept bringen?

„Vielleicht hatten wir unseren Kopf zu hoch, dann ist der Fall immer tief“, sagt O’Leary. Dazu funktioniert in diesen Tagen eines deutlich schlechter als zu Beginn: die Defensive. Die Fehlerquote nimmt zu. Dazu kommen wiederkehrend zu viele Strafzeiten. Dass Momente, in denen man den Einfluss aufs Spiel verliert, zu Frust führen, ist nachvollziehbar. Trotzdem muss es interne Mittel und Wege geben, Wiederholungstätern Grenzen aufzuzeigen.

Vielleicht hatten wir unseren Kopf zu hoch, dann ist der Fall immer tief...

Jason O‘Leary (Trainer Iserlohn Roosters)

Drei Spiele dauert nun die Niederlagenserie an. Das Match am Sonntag um 19.30 Uhr gegen den Tabellenführer aus Bremerhaven ist die nächste ganz große Herausforderung. Details zum Kader wollte O’Leary am Freitag noch nicht verkünden, Entscheidungen würden erst am Samstag nach dem Abschlusstraining fallen.

Fraglich ist Verteidiger Riefers, der sich in Berlin nicht gut gefühlt haben soll. Kehrt er zurück, könnte erneut Tim Fleischer auf die Tribüne rücken müssen. Und im Tor? Ist schon längst die Zeit von Janick Schwendener reif. Liest man zwischen den Zeilen, wird der Deutsch-Schweizer zu seinem zweiten Einsatz kommen.

Ein Mutmacher für den Sonntag: 19 Spiele haben die Sauerländer bislang gegen die Fischtown Pinguins bestritten, neun gewonnen und zehn verloren. Daheim ist die 6:3-Bilanz exzellent.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare