Eishockey, DEL

Roosters mit grandiosem Finish: Zweiter Sieg im zweiten Spiel

Eishockey-Spielszene vor dem Tor
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Neuzugang Joe Whitney eröffnete nach nur 186 Sekunden den Torreigen am Seilersee. Es war noch längst nicht alles gut bei den Roosters, doch am Ende reichte es zu einem wichtigen 5:3-Heimsieg gegen die Grizzlys aus Wolfsburg.

Vier Tore in den letzten 20 Minuten, zweiter Sieg im zweiten Spiel: Für die Iserlohn Roosters ist der Saisonstart in der DEL endgültig geglückt!

Iserlohn – Trotz eines schwachen Mitteldrittels setzten die Iserlohn Roosters zu Beginn der neuen DEL-Saison ein weiteres Ausrufezeichen, sicherten sich im Match gegen die Grizzlys Wolfsburg, einen direkten Playoff-Kontrahenten, einen bemerkenswerten 5:3 (1:0, 0:1, 4:2)-Erfolg, den ein bärenstarker Casey Bailey in den Schlussminuten perfekt machte.

Der Start ins Match hätte besser nicht laufen können. Schon 186 Sekunden nach dem ersten Bully brachte Neuzugang Joe Whitney die Scheibe über die Linie. In einer Wechselsituation der Gäste starteten die Sauerländer durch, waren rasch mit drei Spielern vor Chet Pickard im Wolfsburger Tor. Weil Whitney sich zentral vom Gegenspieler löste, Jentzsch einen hervorragenden Pass spielte, stand es 1:0 (4.).

Auch im weiteren Verlauf hatten die Blau-Weißen die besseren Gelegenheiten – durch Jentzsch, später Grenier und Bailey. So hätten die Roosters 2:0 in Führung gehen können, scheiterten aber immer wieder an der eigenen Ungenauigkeit oder am Wolfsburger Keeper.

Roosters mit grandiosem Finish: Zweiter Sieg im zweiten Spiel

Im 5:5-Spiel kreierten die Niedersachsen kaum Gelegenheiten, nichts Hundertprozentiges. Das galt in zahlreichen Überzahlmomenten auch für beide Teams. Alles in allem waren die Sauerländer aber die bessere Mannschaft und mussten sich nach 20 Minuten ärgern, den Vorsprung nicht zumindest um einen Treffer ausgebaut zu haben.

So kam, was kommen musste. Aufgrund zu vieler Hinausstellungen standen die Sauerländer in den ersten zehn Minuten des Mittelabschnitts fast ausschließlich mit einem oder zwei Spielern weniger auf dem Eis. Mit viel Fleiß überstand das O’Leary-Team beinahe auch diese Phase, kassierte aber just in der Sekunde den Ausgleich, als Erik Buschmann, der eine gute Strafe genommen hatte, wieder zurück in der defensiven Zone der Sauerländer angekommen war. Schuss Fauser, abgefälscht von Festerling, der genau vor dem Kasten von Jenike stand – 1:1 (31.).

Noch viel Luft nach oben auf beiden Seiten

Die Roosters verloren damit ihre taktische Linie. Aber auch die Grizzlys boten an diesem Nachmittag eine alles andere als gute Leistung. Bis zum Drittelende gab es nur in Überzahl noch eine gute Gelegenheit durch Grenier. Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts aber würden die Sauerländer erneut in Unterzahl ran müssen, nachdem Baxmann wegen eines hohen Stocks für vier Minuten in die Kühlbox musste.

Diese Zeit aber überstanden die Iserlohner erneut ohne Gegentreffer, gewannen an Selbstvertrauen, fuhren gleich im Anschluss gute Angriffe im Doppelpack, wobei der zweite für die erneute Führung der Sauerländer sorgte. Ein schneller Angriff, eingeleitet von O’Connor ging tief in die gegnerische Zone, die Scheibe kam zu Bailey, der Lautenschlager frei vor dem gegnerischen Tor erkannte. Sein Zuspiel nutzte der 25-Jährige zum 2:1 (46.).

Doppelschlag durch O‘Connor und Bailey

Alles schien nach Plan zu laufen, dann aber kassierten die Sauerländer eine erneute Hinausstellung, waren Sekunden wieder komplett, als Wolfsburg die Umstellungssituation ausnutzte und durch Hungerecker zum Ausgleich traf (50.). 13 Sekunden nach dem Ausgleich machte Pfohl nach einem Konter sogar die Führung, das Match war völlig überraschend gedreht. Doch auch dieser knappe Vorsprung soll nur rund fünf Minuten Bestand haben.

Dann waren die Roosters mit einem Mann mehr auf dem Eis, kombinierten konsequent und kamen durch Bailey zum 3:3 (55.). Die Entscheidung folgte in der 59. Minute per Doppelschlag der Sauerländer. O’Connor und Bailey trafen nach zwei Kontersituationen zum 4:3 und 5:3. Ein bärenstarkes Comeback der Iserlohner, der mutig agierten und so verdient drei Punkte einfuhren.

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