Aufholjagd ohne Happy End

Roosters kassieren bittere 2:3-Niederlage in München

Bittere Pille für Chris Connolly und die Roosters: Einen 0:2-Rückstand konnten sie zwar egalisieren, kassierten dann aber 90 Sekunden vor Schluss das Gegentor zur 2:3-Niederlage

München - Auch die zweite Auswärtsfahrt nach Bayern bescherte den Iserlohn Roosters in den Deutschen Eishockey Liga keine Punkte. Nach einem schwächeren Mitteldrittel und einer erneut bemerkenswerten Aufholjagd mussten sich die Sauerländer beim EHC Red Bull München mit 2:3 (0:0, 0:2, 2:1) geschlagen geben.

Überraschend konnte der angeschlagene Verteidiger Michel Périard doch auflaufen, wechselte sich aber mit Dieter Orendorz an der Seite von Colten Teubert ab. Taktisch starteten beide Mannschaften strukturell sehr aufgeräumt in die ersten 20 Minuten. Offensive Höhepunkte gab es auf beiden Seiten nur wenige, die besseren Gelegenheiten aber hatte der IEC. Raymond nach sieben Minuten hatte dabei genauso den Führungstreffer auf dem Schläger wie Sylvester, der drei Münchener ausspielte, aber ebenfalls im Abschluss zu harmlos blieb. Die beste Möglichkeit aber ließ Dylan Wruck ungenutzt, der plötzlich allein vor Danny Aus den Birken auftauchte, aber an dessen Schonern scheiterte. Auf der Gegenseite parierte Pickard Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels einen Regehr-Schuss.

In den Mittelabschnitt starteten die Gäste unkonzentrierter. Zwar hatte York im zweiten, ansonsten harmlosen Powerplay die erste hundertprozentige Gelegenheit für den IEC, schlug aber im entscheidenden Moment über den Puck (26.). Die Umstellungssituation nach Ablauf der Münchener Strafe wurde den Iserlohnern zum Verhängnis. Aus dem Nichts entwickelte sich eine schnelle Münchener Konterchance, die Pickard zwar vereiteln konnte, zwei Mal aber verloren seine Vorderleute anschließend die Scheibe im Aufbauspiel, so dass Sparre danke sagen konnte und nach zum 1:0 traf (28.). Auch Gegentreffer zwei wird beim nächsten Videostudium des Teams sicherlich genau in Augenschein genommen. In Unterzahl machten sich Friedrich und Blank zum Kontern auf, verpassten beide gegen Aus den Birken, im Gegenzug findet Pinizzotto die Lücke, trifft zum 2:0 (39.).

Trainer Jari Pasanen stellte im Schlussabschnitt um, stellte Friedrich zu York und Petersen, hoffte auf mehr Offensivkraft mit nur noch drei Reihen. Die erste Großchance aber hatten die Redbulls. Nachdem im Münchener Drittel gleich zwei Roosters übereinander gestolpert waren, entwickelte sich eine 3:1-Konterchance, die Wolf aber nach einem grandiosen ‘Save’ von Pickard nicht nutzen konnte (44.). Drei Minuten später wurden die Sauerländer für ihr Engagement belohnt. Von der blauen Linie nahm sich Verteidiger J.P. Côté ein Herz, hämmerte einen Schlagschuss in Richtung Münchener Tor, traf zum verdienten 1:2 (47.).

Jetzt waren die Sauerländer dran, agierten zielstrebiger und verdienten sich in Überzahl den 2:2-Ausgleich. Petersen brachte die Scheibe auf die Grundlinie zu York, der Blank in Szene setzte und der traf zum Ausgleich (53.). Dass die Waldstädter dennoch leer ausgingen, lasteten sie zum Großteil den Schiedsrichtern an, die Côté wegen vermeintlicher Spielverzögerung auf die Strafbank schickten. Un diese Überzahl nutzten die Gastgeber in Person von Jaffray 90 Sekunden vor dem Ende zum 3:2. - MiHei

Redbulls: Aus den Birken – Söderholm, Boyle; Dehner, Regehr; St-Denis, Smaby; Eder – Aucoin, Jaffray, Wolf; Kahun, Christensen, Pinizzotto; Kastner, Sparre, Samson; Maurer, Kettemer, Herpich

Roosters: Pickard – Button, Raymond; Côté, Lavallée; Orendorz, Teubert; Périard – York, Wruck, Petersen; Jaspers, Caporusso, Macek; Friedrich, Blank, Connolly; Sylvester, Ross, Kahle

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Oswald (Bad Wörishofen)

Tore: 1:0 (27:44) Sparre (Kastner, Samson), 2:0 (38:19) Pinizotto (Kahun, Christensen/5:4), 2:1 (46:47) Côté (Macek, Jaspers), 2:2 (52:28) Blank (York, Petersen/5:4), 3:2 (58:30) Jaffray (5:4)

Strafen: Redbulls: 12; Roosters: 16

Zuschauer: 2290

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