Roosters holen Sieg gegen Ingolstadt

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Bis zur 34. Minute hielt Roosters-Goalie Sébastien Caron seinen Kasten sauber. Dann aber glich Ingolstadt noch aus und kam in die Overtime, wo sich allerdings die Sauerländer den zweiten Punkt sicherten.

ISERLOHN - Dank Marty Sertichs Treffer nach nur 17 Sekunden in der Verlängerung hat es für die Iserlohn Roosters gestern zum zweiten Sieg am dritten DEL-Wochenende gereicht. Gegen den ERC Ingolstadt hieß es am Ende 4:3 (1:0, 2:2, 0:1) für die Sauerländer, die einen Zähler liegen ließen, weil sie ihre 3:0-Führung noch abgaben.

Cheftrainer Doug Mason hatte seinen Jungs harte Arbeit in der Defensive versprochen und genau die hatte das Team auch zu verrichten. Ingolstadt drückte mächtig aufs Tempo. Iserlohn sicherte erstmal hinten ab und entwickelten die ersten Offensivbemühungen nur langsam. In doppelter Überzahl wäre die Führung möglich gewesen, das 1:0 fiel aber erst etwas später: York legte er die Scheibe zurück auf Macek, der ungedeckt mit Tempo auf den Kasten der Panther zufahren konnte und zum 1:0 traf. Aufreger in Abschnitt eins war ein heftiger Bandencheck von Rinke-Leitans an Danielsmeier, der nach seiner Kinnverletzung vom Freitag zunächst liegen blieb und nicht aufs Eis zurückkehrte.

Doch auch ohne ihn hätte der Start ins Mitteldrittel nicht besser laufen können. Binnen 81 Sekunden verwandelten die Sauerländer den knappen Vorsprung in ein komfortables 3:0. Erst war es York, der den von Sertich zurückgelegten Puck in die Maschen hämmerte, dann traf Mulock per Schuss aus der Drehung. Auf den Rängen begann die Party – und hätte Mulock bei seinem Unterzahlkonter die Scheibe nicht ans Metall, sondern mitten ins Tor geschossen, vielleicht wäre das Match bereits entschieden gewesen.

Stattdessen aber konnten sich die Panther stabilisieren und bis Drittelende im Doppelpack treffen. Erst Sabolic, dann Turnbull düpierten Caron – unnötig.

Aufgeweckt von Cheftrainer Doug Mason agierten die Sauerländer nach der Pause wieder konzentrierter, hatten durch Raedekes Konter und Hommel herausragende Torgelegenheiten. Orendorz bekam anschließend nach einem Schopper-Schuss die Scheibe ins Gesicht, musste blutend vom Eis. Mason beorderte Guiliano in die Defensive und schaffte damit Stabilität. Offensiv erarbeitete sich das Team auch im weiteren Verlauf zahlreiche Chancen, schaffte es aber nicht, die Scheibe über die Linie zu bringen. Das kann sich rächen – und so war es: Ingolstadt verbuchte in Überzahl fünf Minuten vor dem Ende das 3:3 durch Périard und rettet sich in die Verlängerung. Hier aber machen die Iserlohner schon im ersten Angriff alles klar, sorgen nach 17 Sekunden durch Sertich für den Siegtreffer. Trotzdem war es ein verlorener Punkt.

Roosters: Caron – Brennan, Jares; Raymnd, Kopitz; Danielsmeier, Orendorz – Sertich, Wolf, Mulock; York, Macek, Raedeke; Foster, Frosch, Giuliano; Fischhaber, Hommel

ERC: Pielmeier – Périard, Conboy; Schopper, Hambly; Dinger, Köppchen – Warg, Laliberte, Turnbull; Hahn, Bouck, Gawlik; Hager, Sabolic, Oblinger; Barta, Boucher, Rinke-Leitans.

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Lenhard (Kassel)

Tore: 1:0 (15:38) Macek (York, Raedeke), 2:0 (22:00) York (Sertich, Mulock/5:4), 3:0 (23:21) Mulock (Wolf, Sertich), 3:1 (33:39) Sabolic (Laliberte, Warg), 3:2 (39:35) Turnbull (Bouck, Hahn), 3:3 (55:14) Périard (Warg), 4:3 (60:17) Sertich (Mulock, Wolf)

Strafminuten: Roosters 10; ERC 14

Zuschauer: 2877

Von Mirko Heintz

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