Eishockey

Roosters hoffen in Berlin auf eine Überraschung

Eishockeyspieler in Aktion
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Ingolstadt war gestern, jetzt wollen die Roosters auch in Berlin für Furore sorgen.

Playoff-Fieber in Iserlohn: Die Roosters gastieren im ersten Spiel der Viertelfinalserie am Dienstag bei den Eisbären Berlin.

Iserlohn – Zum fünften Mal seit ihrem Einstieg in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) haben die Iserlohn Roosters die Playoffs erreicht, sind damit einziger verbliebener NRW-Klub.

Zeit zum Genießen oder Durchschnaufen blieb und bleibt aber nicht, denn bereits am Dienstagabend sind die Sauerländer wieder gefordert: Im ersten von höchstens drei Spielen ihrer Viertelfinalserie gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Brad Tapper ab 19.30 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena beim Tabellenersten der Nordgruppe, den Eisbären Berlin (live auf Magenta Sport und Sport 1).

Gefeiert haben am Sonntag nach dem 3:0 gegen den ERC Ingolstadt aber zumindest einige Fans auf dem Parkplatz an der Eishalle. Die Polizei steht allzu großen Emotions-Ausbrüchen am Rande solcher Spiele eher skeptisch gegenüber, doch diesmal ging das Lob des Einsatzleiters an disziplinierte Fans: „Es gab keine Corona-Verstöße, sondern einfach nur Jubel, Hupkonzert und Freude. Es lief alles sehr gesittet. Großer Sport! Die Polizei sagt: Danke!“

Roosters hoffen in Berlin auf eine Überraschung

Playoffs, Baby! Der abgedroschenste ist oftmals einfach der schönste Spruch, um das auszudrücken, was alle aktuell bei den Roosters fühlen. Ein Erfolg, der insbesondere Manager Christian Hommel gehört, der eine Mannschaft zusammengestellt hat, die in der Tat das Potential zur Überraschung hat, andererseits aber auch mit Brad Tapper einen Co-Trainer unter Vertrag genommen hat, der, weil er vielleicht ahnte, dass es notwendig sein würde, am Ende als Cheftrainer die Saison gerettet hat.

Das aber bedeutet nicht, dass die Roosters sich trotz des Lobs dazu eingelassen hätten, die Vertragsverlängerung des Kanadiers kurzfristig zu kommunizieren. „Wir haben gut daran getan, uns auf den Sport zu konzentrieren und nicht auf Personalien. Das kommt anschließend. Aber ich kann jetzt schon sagen, dass die Fans sich freuen dürfen auf die Mannschaft, die wir bereits jetzt für die kommende Saison beisammen haben“, unterstreicht auch Clubchef Wolfgang Brück. Auch er wollte sich zur Trainerzukunft nicht äußern, trotzdem kann man sich kaum vorstellen, dass die Sauerländer ohne Tapper planen.

Lob für Christian Hommel und Brad Tapper

Zum Spiel in Berlin: Zwar haben die Roosters drei von vier Spielen in dieser Saison gegen die Hauptstädter verloren, trotzdem gab es immer wieder Möglichkeiten, die Partien auch zu eigenen Gunsten zu entscheiden. Entscheidend wird vor allem sein, wie viel Sprit die Sauerländer noch im Tank haben. Selbst in einer so kurzen „Best-of-three“-Serie kommt es darauf an, dass das Team so lange wie möglich mit vier Reihen spielt. Steve Whitney und Dieter Orendorz fallen noch aus, fraglich ist der Gesundheitszustand von Taro Jentzsch, der gegen Ingolstadt einen harten Check einstecken musste. Auch wenn bei den Berlinern mit Leo Pföderl ein Top-Mann ausfallen wird, steht für Tapper fest: „Wir gehen als klarer Außenseiter, aber ohne Angst in die Partie.“

Bei nur maximal drei Spielen sind Überraschungen definitiv in Reichweite und vielleicht schaffen auch die Sauerländer eine.

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