Colten Teubert für ein Spiel gesperrt

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Während die Krefeld Pinguine (gelbe Trikots) um die Endrunde bangen müssen, haben die Roosters die Pre-Playoffs sicher.

Iserlohn - Wenn man acht Monate dafür arbeitet, ein Ziel zu erreichen, dann den entscheidenden Schritt macht, sollte man eigentlich erwarten, dass die Euphorie größer ist. Damit aber konnten und wollten die Iserlohn Roosters im Düsseldorfer ISS-Dome nicht dienen.

Von Mirko Heintz

„Wir haben ein Ziel erreicht, allerdings haben wir noch deutlich mehr vor“, bringt es Torhüter Mathias Lange auf den Punkt.

Nach dem 6:3-Erfolg seiner Mannschaft bei der DEG sind den Roosters die Pre-Playoffs der Deutschen Eishockey Liga nicht mehr zu nehmen – und es ist noch mehr drin. Der Sieg in der Landeshauptstadt gegen einen direkten Konkurrenten hält vier Spieltage vor Saisonende alle Optionen offen, sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Darauf hoffen auch die sportlich Verantwortlichen. Manager Karsten Mende und sein Trainerstab Pasanen/Bartman waren allerdings nach dem ersten großen Schritt deutlich mehr in Jubelstimmung als die Spieler. „Ich bin der glücklichste Trainer der Welt“, meinte Jari Pasanen, ein Stein fiel Jamie Bartman vom Herzen. Mende brauchte einen Moment, um zu realisieren, wusste aber um die Bedeutung dieser erneuten Qualifikation: „Wir haben etwas geschafft, was wir noch nie geschafft haben. Zum dritten Mal in vier Jahren haben wir die Playoffs erreicht, zum zweiten Mal in Folge – das ist keine Selbstverständlichkeit für einen kleinen Verein wie uns.“

Erfolg haben die Roosters immer dann, wenn gemachte Pläne aufgehen. Das war auch in Düsseldorf so. York und Co. hatten die Aufgabe, die gegnerischen Verteidiger müde zu machen – und diesen Job machten sie hervorragend. Nach unzähligen Special-Team-Minuten auf beiden Seiten waren die fünf Übriggebliebenen nicht in der Lage, dem Tempo der Roosters etwas entgegenzusetzen. „Als wir zu Beginn des zweiten Drittels den Druck erhöht und die DEG zu Fehlern gezwungen haben, waren wir auf Kurs“, so Pasanen. Nur zwei negative Aspekte muss der Rückblick haben: das Powerplay und die Undiszipliniertheiten. Einmal mehr waren die Sauerländer nicht in der Lage, ein so gefährliches Überzahlspiel aufzubauen, um Tore zu erzielen. Alle sechs Treffer des Dienstages fielen aus dem Spiel heraus. Dafür muss Pasanen eine Lösung finden. Genauso wie für die Strafen, die seine Spieler derzeit nehmen. Connolly, Teubert, Foster, Petersen – die Leistungsträger leisten sich zu viele Emotionen, kassieren dafür Strafen, die dem Gesamtgefüge schaden. „Heute mache ich mir darum keine Sorgen, denn in entscheidenden Partien haben Spieler besondere Emotionen, damit kann ich leben. Insgesamt aber müssen wir uns diesem Thema stellen“, sagte der Finne.

Der Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey Liga hat am Mittwochabend die kritischen Szenen des Dienstags-Spieltages in Augenschein genommen. Colten Teubert wurde nach Würdigung der Beweismittel für ein Spiel gesperrt. Bei Chris Conolly, der bei der DEG wegen wegen hohen Stocks mit einer großen Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe belegt worden war, sieht der Disziplinarausschuss hingegen keinen Anlass für eine weitere Bestrafung. Die ausgesprochene Strafe war angemessen und ausreichend, heißt es.

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