Eishockey, DEL

Roosters gegen Schlusslicht Krefeld: Debüt des kleinen Bruders

Eishockey zweikampf
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Jens Baxmann (29) und Keeper Andy Jenike mit vereinten Kräften gegen Jon Matsumoto von den Kölner Haien: Nur mit vollem Einsatz wird es für die Roosters auch gegen Schlusslicht Krefeld klappen.

Wenn die Iserlohn Roosters am Mittwochabend den Tabellenletzten aus Krefeld am Seilersee empfangen, wird bei den Gastgebern erstmals Steven Whitney, kleiner Bruder des Topscorers Joe Whitney, mitspielen.

Iserlohn – 72 Stunden durchatmen: In der Deutschen Eishockey Liga beginnt langsam, aber sicher die heiße Saisonphase. Jeder Punkt zählt im Kampf um einen der begehrten vier Playoff-Plätze im Eishockey-Norden.

Zwischen Berlin und Krefeld liegen für die Iserlohn Roosters nur drei Tage – und doch sportlich eine Welt. Berlin war ein Topteam, am Sonntag zu gut für die Mannschaft vom Seilersee. Krefeld ist Tabellenletzter und keinesfalls so ungefährlich wie noch vor vier Wochen.

„In Berlin haben wir eben nicht mit dem gleichen Engagement agiert wie gegen Düsseldorf eine Woche zuvor“, sagt Trainer Brad Tapper. Er gehört nicht zu den Coaches, die taktische Feinheiten als Grund für Niederlagen anführen. Er war auch als Spieler stets ein extremer Verfechter von Engagement und Einsatzbereitschaft. Weil es so ist, geht es vor allem auch am Mittwoch darum, auf dem Eis Charakter zu zeigen. „Die entscheidende Frage ist: Mit wieviel Willen gehen wir ins Match gegen Krefeld?“, sagt Tapper weiter.

Roosters gegen Schlusslicht Krefeld: Debüt des kleinen Bruders

Was die Pinguine an guten Tagen zu Werke bringen können, musste zuletzt die Düsseldorfer EG leidvoll erfahren. „Die Mannschaft arbeitet hart, lässt immer öfter tatsächlich alles auf dem Eis und hat eine gute Struktur bekommen“, unterstreicht Mannschaftskapitän Torsten Ankert. Er schaut natürlich immer mit einem besonderen Auge auf seine ehemalige Mannschaft, steht mit vielen der Jungs noch in engem Kontakt. Ein Sonderlob verdiente sich zuletzt ein anderer. Brad Tapper lobt Nachwuchskeeper Nikita Quapp. „Er macht einen richtig guten Job!“ Verbesserte Torhüterleistungen sind ein Schlüssel zum aktuellen, wenn auch noch eher minimalistischen Erfolg unter dem neuen Coach Clarke Donatelli.

Ein spannender Spieler. Von der Statur relativ klein, aber er steht mit einem großen Kämpferherz auf dem Eis und hat vor allem einen richtig guten Handgelenkschuss!

Brad Tapper über Steven Whitney

Bei den Roosters beginnt mit dem Match gegen Krefeld auch die Phase der deutlich größeren personellen Auswahl. Tapper wird erstmals auf Neuzugang Steven Whitney zurückgreifen. Der Bruder von Topscorer Joe Whitney bestreitet seine erste DEL-Partie. „Ein spannender Spieler. Von der Statur relativ klein, aber er steht mit einem großen Kämpferherz auf dem Eis und hat vor allem einen richtig guten Handgelenkschuss“, sagt Tapper über den Neuen.

Der freut sich auf seinen ersten Einsatz. „Wichtig ist die Defensive, außerdem die Tatsache, wirklich hart zu arbeiten. Gelingt es, ist es ein guter Start“, sagt der neue Roosters-Stürmer.

Marko Friedrich kehrt ins Team zurück

Ebenfalls ins Team reinrotieren wird Stürmer Marko Friedrich. Er hat über eine Woche pausieren müssen, nachdem er aufgrund einer Gesichtsverletzung ein falsches Medikament eingenommen hatte. Das bedeutet, dass das Team auf zwei Positionen im Angriff umgebaut wird. Gleichzeitig gilt, dass ab sofort – bis zum Abschied von Brody Sutter nach Nordamerika – mindestens zwei ausländische Spieler pausieren müssen.

In dieser Saison wohl nicht mehr auf dem Eis könnte Verteidiger Dieter Orendorz stehen. Er hat sich vor zehn Tagen eine Unterkörperverletzung zugezogen, ist bereits operiert worden.

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