Eishockey

Mit dem Prinzip Hoffnung zum Spitzenreiter

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Cheftrainer Jason O'Leary ist mit den Iserlohnern in München zu Gast.

Iserlohn – Geblockt war am Freitagabend die Mannheimer SAP-Arena für ein Konzert von Pop-Ikone Cher, sodass die Partie der dort beheimateten Adler gegen die Iserlohn Roosters auf den 29. Oktober verlegt werden musste. So bestreiten die Sauerländer an diesem Wochenende ausnahmsweise nur ein Match, was aber schwerer nicht sein könnte: Denn am Sonntag geht es zum Tabellenführer Red Bull München (14 Uhr, Olympia-Eisstadion).

Doch auch die Bilanz der Roosters konnte sich bis Freitagabend (Spiele erst nach Redaktionsschluss beendet) sehen lassen: Rang acht mit 13 Punkten sind auf den ersten Blick kein schlechtes Zeugnis für eine nahezu komplett neu zusammengestellte Mannschaft. Jason O’Leary empfindet das anders. „Wir sind eigentlich fünf Punkte hinter meiner Planung“, so der Coach.

Er ist verschnupft und das nervt ihn. Noch viel mehr aber ärgert ihn die anhaltend schwierige Personalsituation, die sein Eishockeyleben und das seiner Mannschaft nicht einfacher macht. Nachdem Daine Todd und Marko Friedrich die ersten langwierigen Verletzungen überstanden haben, gibt es jetzt den nächsten, der langzeitverletzt pausieren muss: Stürmer Daniel Weiß. „Es ist nichts ganz Schlimmes, aber es wird trotzdem rund acht Wochen dauern. Da zeigt sich einmal mehr, was so ein unscheinbarer Moment auslösen kann.“ Er meint den Moment aus dem Heimspiel vom 2. Oktober, als Weiß ausrutschte und in die Bande knallte. Schon damals zeichnete sich ab, dass die Schulter etwas mitbekommen hat. Details wollen die Roosters, wie immer, nicht veröffentlichen.

Und Weiß ist nicht der einzige angeschlagene Leistungsträger. Weitere könnten ausfallen. Aus Rücksicht nennen die Sauerländer auch hier keine Namen, schließlich könnte es sein, dass einer der Jungs doch spielt und man vermeiden will, dass er von einem Gegner attackiert werden könnte. Nicht nur wegen der aktuellen Situation, sondern auch wegen zukünftiger Optionen ist Manager Christian Hommel dieser Tage nach Finnland gereist. Er sucht nach Spielern, einerseits für die neue Saison, um möglichst früh Planungssicherheit zu bekommen, andererseits wahrscheinlich auch für dieses Jahr.

„Natürlich könnten wir noch einen Stürmer und einen Verteidiger gebrauchen, um mehr Tiefe in der Mannschaft zu haben“, so O’Leary. Diese Tiefe steht dem Kanadier in diesen Tagen tatsächlich nicht zur Verfügung, denn neben den angeschlagenen Spielern, die selbstverständlich im Training geschont werden, fehlen mit Tobias Schmitz und Tim Fleischer auch noch zwei Nachwuchsspieler. Schmitz steht für Herne auf dem Eis, Fleischer ist in Bietigheim und soll beim DEL2-Team möglichst viel Eiszeit bekommen.

Zurückkehren könnte dagegen Erik Buschmann, der seit Mittwoch im Training ist und sich gut fühlt. In München gehen die Sauerländer aber so oder so lediglich als Außenseiter aufs Eis. Denn mit neun 3-Punkte-Siegen aus neun Spielen haben die „Bullen“ den DEL-Startrekord eingestellt (das Heimspiel vom Freitag gegen Wolfsburg noch nicht eingerechnet), und auch international läuft es wie geschmiert. Am Dienstag gelang mit einem 2:1 gegen das schwedische Spitzenteam Färjestad Karlstad der vorzeitige Einzug in die K.o.-Runde in der Champions League. Doch jede Serie geht einmal zu Ende, warum nicht am Sonntag ...

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