Eishockey

Roosters feiern 4:3-Überraschungssieg bei den Eisbären Berlin

Eishockeytorwart in Aktion
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Andi Jeneke zeigte in Berlin eine überragende Leistung.

Die Iserlohn Roosters entscheiden das erste Spiel der Playoff-Viertelfinalserie in Berlin mit 4:3 für sich und können am Donnerstag ins Halbfinale einziehen.

Berlin – Was für ein Spiel: Dreimal lagen die Iserlohn Roosters am Dienstagabend im ersten Spiel ihrer Playoff-Viertelfinalserie beim Nordgruppen-Ersten, den Eisbären Berlin, zurück, glichen dreimal aus, um dann in Person von Brent Aubin den Treffer zum 4:3-Sieg zu erzielen. So kann nunmehr am Donnerstag in eigener Halle am Seilersee mit einem weiteren Sieg der erstmalige Halbfinal-Einzug in der DEL-Historie der Waldstädter perfekt gemacht werden.

So groß die Euphorie bei den Gästen auch vor der Partie war, so schnell bekam sie doch einen Dämpfer. Die Roosters, ohne die verletzten Steve Whitney, Dieter Orendorz und Taro Jentzsch angetreten, waren noch gar nicht richtig auf dem Eis der Mercedes-Benz-Arena angekommen, da lagen sie schon hinten. 92 Sekunden waren gespielt, da löffelte der völlig freistehende Matt White einen Schuss an das hintere Torgestänge. Nach dem Studium des Videobeweises sahen es auch die Schiedsrichter ein, dieser Puck war drin und bedeutete so die frühe Führung der Gastgeber.

Die erfuhren dann aber kurz darauf auch, mit wem sie es im Playoff-Viertelfinale zu tun haben, nämlich mit den Iserlohn Roosters, die über ein brandgefährliches Überzahlspiel verfügen. Bailey hämmerte die Scheibe direkt in den Winkel zum Ausgleich (5.). Doch die Freude wehrte nur 23 Sekunden, dann lag das Team von Chefcoach Brad Tapper schon wieder in Rückstand. Nach einer schönen Kombination tauchte McKiernan frei am zweiten Pfosten auf und brauchte den Puck nur noch ins leere Tor zu drücken.

Roosters feiern 4:3-Überraschungssieg bei den Eisbären Berlin

Und die wilde Fahrt in einer temporeichen Begegnung ging weiter: Gerade, als sich die Eisbären nach einer erneuten Strafe wieder vervollständigen konnten, staubte Brent Raedeke zum 2:2-Ausgleich ab. Beinahe hätte O’Connor sein Team gar noch in Führung geschossen, aber sein Versuch blieb noch hängen (18.).

Nach einer fragwürdigen Strafe von Ankert eine Sekunde vor Ende des ersten Drittels mussten die Roosters nach der Pause in Unterzahl aufs Eis – und wieder waren die Berliner früh erfolgreich. Ein abgefälschter Schuss landete bei McKiernan auf dem Schläger, und der traf durch die Beine von Jenike zur erneuten Führung (22.).

Anders als noch im ersten Durchgang wurde das Spiel in der Folge häufig unterbrochen, worunter das Tempo litt. Wenn es dann mal bei den Eisbären gefährlich wurde, war Lukas Reichel im Spiel, der gleich dreimal im zweiten Abschnitt an Jenike scheiterte. Auf der anderen Seite besaßen Grenier und Raedeke die besten Möglichkeiten zum Ausgleich, doch der wollte im zweiten Drittel nicht fallen. Deshalb blieb es weiter spannend in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie.

Brent Aubin erzielt das späte Siegtor

Zahlreiche Strafen im Schlussabschnitt sorgten weiter für Unterbrechungen und viel Unruhe.. Auf das Unterzahlspiel konnten sich die Iserlohner aber weitestgehend verlassen, sodass die Begegnung spannend blieb. Und im richtigen Augenblick schlug Topscorer Joe Whitney dann zu: Sein Handgelenkschuss landete im langen Eck, zum dritten Ausgleich an diesem Abend (50.).

Die Roosters waren zurück im Spiel und den Eisbären merkte man an, dass sie sich den Abend anders vorgestellt hatten. Und es kam noch besser. Kurz vor Schluss leisteten sich Ramage und Olver Strafzeiten, und die Roosters hatten die Riesenchance, das Spiel für sich zu entscheiden. Nach einem Abpraller stand Brent Aubin goldrichtig und schob den Puck an dem am Boden liegenden Mathias Niederberger, ins Tor zum 4:3-Siegtreffer (60.). Der Rest war bei den Gästen Jubel pur.

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