Iserlohner Triumph im Eisbären-Gehege

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Hatten im letzten Punktspiel des Jahres allen Grund zum Jubeln: Die Roosters behaupteten sich bei den Eisbären Berlin mit 2:1 und machten die Düsseldorfer EG zum neuen Primus.

Berlin - Perfekter Abschluss eines überaus erfolgreichen Jahres in der Deutschen Eishockey Liga: Die Iserlohn Roosters setzten im letzten Punktspiel des Jahres ein ganz dickes Ausrufezeichen, triumphierten am Mittwochabend mit 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) im Gehege der Eisbären Berlin und sorgten so für lange Gesichter beim nun entthronten Spitzenreiter. Neuer Tabellenführer ist die Düsseldorfer EG, die in Augsburg mit 5:1 gewann.

Die Sauerländer lieferten in der Hauptstadt ein nahezu perfektes erstes Drittel ab. Läuferisch dem Gastgeber mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar einen Hauch überlegen, standen die Roosters von Minute zu Minute besser in der Defensive. Weil auch die Offensivbewegung dank der Laufbereitschaft bestens funktionierte, ging die knappe 1:0-Führung nach 20 Minuten vollauf in Ordnung. Brad Ross ließ seine Mannschaft jubeln, als er nach einem Berliner Scheibenverlust durchstartete und Sylvester ihm mit einem Traumpass die Vorlage zum Führungstor ermöglichte (9.). Macek, Jaspers, Bassen und Petersen hatten weitere Iserlohner Gelegenheiten, während es vor dem eigenen Kasten nur einmal wirklich lichterloh brannte, als Rankel allein vor Goalie Matthias Lange stand, die Scheibe aber am Tor vorbeischoss (12.).

Raymonds Schuss und das verdiente 2:0 der Gäste eröffnete das Mitteldrittel nach 131 Sekunden. Nachdem Dupont mit der Scheibe im Eisbären-Drittel gewartet hatte, bis der flinke Verteidiger am Außenrand des rechten Bullykreises in Position gelaufen war, nahm der Rückkehrer Maß und schob die Scheibe durch die Schoner Vehanens ins Tor.

Knapp fünf Minuten später dann die Ernüchterung für den Vorlagengeber. Nach einem Open-Ice-Check von Gervais fiel Dupont unglücklich in die Bande, verletzte sich an der Schulter und kam nicht mehr zurück. In doppelter Überzahl ließen die Waldstädter danach den dritten Treffer liegen, während Berlin plötzlich zurück ins Spiel fand. Im Tor musste Lange Chance um Chance vereiteln, darunter die beste Möglichkeit von Rankel vier Minuten vor Drittelende.

Mit 95 Überzahlsekunden startete das Pasanen-Team ins Schlussdrittel, nutzte die Chance zur Vorentscheidung aber nicht. So blieb die Partie trotz der Führung offen. Dass die Eisbären den Druck erhöhen würden, war klar. Aber die Blau-Weißen hielten dagegen, störten, rackerten, versuchten weiter den dritten Treffer zu erzielen und frustrierten so den Gegner. Knapp fünf Minuten vor dem Ende verpasste Bassen die Entscheidung.

3:13 Minuten vor Ende nahm Berlins Coach Uwe Krupp dann eine Auszeit und anschließend Vehanen vom Eis. Mehr als der Anschlusstreffer von Rankel 80 Sekunden vor Ende aber gelang den Eisbären nicht mehr. Die Roosters hingegen krönten mit dem Sieg in Berlin ihr bestes Jahr in der Vereinsgeschichte.

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