Eishockey

Roosters empfangen am Dienstag die Schwenninger Wild Wings

Eishockeyspieler kämpfen um Puck
+
Nach dem 0:5 gegen Straubing (unser Bild) zeigten Marko Friedrich (Nr. 67) und Co. in Augsburg ein bemerkenswertes Comeback.

Für die Iserlohn Roosters geht es in der Verzahnungsrunde am Dienstag weiter: ab 20.30 Uhr am Seilersee gegen die Schwenninger Wild Wings.

Iserlohn – Am Ende brachte ein neuer Schläger den Erfolg. Keine neue Marke, kein neues Modell, aber ein nagelneuer Schläger, den ausgerechnet auch noch der Gegner in die Iserlohner Kabine im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion brachte. Aber von vorn. Alex Grenier waren in den letzten Tagen die Schläger ausgegangen, deshalb brauchten die Roosters unbedingt Nachschub. „Der wurde nicht zu uns an den Seilersee geliefert, sondern direkt nach Augsburg, zu Thomas Holzmann. Nur so hatten wir sie ganz schnell zur Verfügung. Und weil wir alle immer noch zu unserem ehemaligen Spieler ein hervorragendes Verhältnis haben, hat er sie uns in die Kabine gebracht“, berichtet Günther Kapfer, Chefbetreuer der Iserlohner.

Also konnte Grenier, der mit nur einem einzigen Schläger angereist war, in Schwaben die neuen in Empfang nehmen und den besten ausprobieren. Was am Anfang noch seine Tücken hatte, weil die ersten Schlagschüsse fast ausnahmslos nicht ihr Ziel fanden, wurde ab der 25. Minute zum echten Selbstläufer. Grenier war an den ersten vier Treffern beteiligt, bereitete bei den Panthern die ersten beiden vor und verbuchte die Treffer drei und vier selbst.

Ehrlicherweise dürfte damit aber nicht entschlüsselt sein, warum die Roosters in Augsburg trotz eines frühen 0:2-Rückstandes am Ende doch mit 5:2 als Sieger das Eis verließen. Das lag wohl eher an einer bemerkenswerten Ansprache des Trainers am Samstagmorgen in der Kabine. Nach der mehr als schwachen Leistung gegen Straubing hatte der Coach das Wort ergriffen und eine aus Sicht aller Spieler unglaublich motivierende Ansprache gehalten, die alle aufgerüttelt hatte.

Roosters empfangen am Dienstag die Schwenninger Wild Wings

„Wir spielen doch schon seit einigen Wochen Playoff-Hockey. Was wir in Augsburg aber erlebt haben, war unsere bemerkenswerte kämpferische Einstellung, die außergewöhnlich war und die wir uns gemeinsam erarbeitet haben“, so Tapper. Mentale Müdigkeit hat er, anders als seine Spieler, nicht bemerkt. „Alle Jungs sind Profis, wir lassen ihre Fitness regelmäßig prüfen und haben nicht festgestellt, dass es eine Herausforderung gibt.“ Fakt ist, in Augsburg war davon nichts zu sehen. So könnte man vermuten, dass die viertägige Pause aufgrund der Corona-Quarantäne vielleicht dafür gesorgt hat, dass die Spieler mehr und deutlicher aus dem Rhythmus gekommen sind als gedacht.

Diesen Rhythmus wieder- gefunden zu haben, wird auch für das Match am Dienstagabend gegen Schwenningen von besonderer Bedeutung sein (20.30 Uhr, Eissporthalle am Seilersee). Genauso wie die Roosters kämpfen auch die Wild Wings um die Playoffs, haben am Samstag Berlin besiegt, kommen aber mit schweren Gliedern aus Krefeld, wo sie am Montagabend noch antreten mussten (Ende nach Redaktionsschluss), ins Sauerland. An den ersten Vergleich haben die Waldstädter keine guten Erinnerungen, gaben sie doch einen fast schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Bis 40 Sekunden vor Schluss führten sie mit 2:1, kassierten dann den Ausgleich und zogen in der Verlängerung schließlich mit 2:3 den Kürzeren.

Fragezeichen hinter Jens Baxmann

Bei den Gästen ist auch Torhüter Joacim Eriksson wieder mit von der Partie, der aktuell statistisch bester Goalie der Liga ist. Seine Mutter war am Gründonnerstag verstorben, sodass er kurz in seine schwedische Heimat gereist war, seit Samstag aber wieder die Wild Wings unterstützen kann. Bei den Roosters steht nur hinter Jens Baxmann ein Fragezeichen, der nach einem Check in Augsburg im ersten Drittel vom Eis musste. Nach Spielende schien es ihm aber schon wieder deutlich besser zu gehen. Ob er auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare