Roosters drehen nach 0:2 auf: 5:2-Sieg beim ERC Ingolstadt

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Im ersten Duell mit dem ERC Ingolstadt hatten sich die Roosters im September nach Penaltyschießen durchgesetzt. Am Freitagabend gab es nach 0:2-Rückstand einen 5:2-Erfolg.

INGOLSTADT - Verdienter Sieg in Ingolstadt. Zum ersten Mal seit dem 26. Januar 2014 sicherten sich die Iserlohn Roosters am Freitagabend mit einem 5:2 (1:2, 1:0, 3:0) wieder einen Auswärtssieg beim Deutschen Vizemeister.

Stark hatten die Sauerländer nach der Deutschland-Cup-Pause begonnen, lagen dennoch nach zehn Minuten mit 0:2 hinten. Zunächst wurde Brandon Buck in der blau-weißen Defensivzone allein gelassen, so traf der Topstürmer vom Außenrand des rechten Bullykreises flach ins Roosters-Tor (3.). Dann spielte Taticek im Powerplay von der Grundlinie einen „gefühlten Pass“ vor den Iserlohner Kasten, der Puck wurde abgelenkt und ging rein (10.).

Trotz des Rückstandes blieb das Pasanen-Team ruhig, hatte einige Möglichkeiten und kam noch vor dem Drittelende zum verdienten Anschluss: Ingolstadts Salcido saß auf der Strafbank, einmal stoppte Pielmeier einen Schuss von Connolly, der zweite Angriff aber brachte durch Connolly das 1:2 (15.).

Der Mittelabschnitt war dann nahe dran am perfekten Auswärtsspiel. In der eigenen Zone fast ohne Fehler und mit einer bärenstarken Defensivleistung dominierten die Sauerländer die Panther fast nach Belieben. Eingeleitet hatte diesen Sturmlauf ein herausragender Angriff der Sylvester-Formation. Friedrich stibitzte Taticek die Scheibe, dreht sich blitzschnell um und schoss. Pielmeier rettete, erlaubte aber den Rebound, den Ross im Kasten versenkte (24.). Damit war der Ausgleich erzieht, der Druck aber ließ nicht nach. Ingolstadts Trainer Viveiros nahm sogar eine Auszeit, doch die Roosters-Überlegenheit blieb. Aber ob Blank, Macek, Ross oder Raymond – sie alle nutzten beste Möglichkeiten nicht, verzogen knapp oder scheiterten am überragenden Pielmeier. So blieb es nach 40 Minuten beim 2:2 – trotz einer Schussstatistik von 17:6 (!) für die Sauerländer im zweiten Drittel.

Versäumtes holten die Gäste im Schlussabschnitt aber nach. Erst zelebrierten Macek und Caporusso einen 2:1-Traumkonter, den der Neu-Nationalspieler überragend abschloss (43.). 86 Sekunden später schloss Petersen, nach toller Vorarbeit von Sylvester und Friedrich, einen weiteren Angriff zum 4:2 ab. Von der Bank war der Toptorschütze gekommen, komplett ignoriert von der Ingolstädter Defensive machte er das 4:2 (44.). Damit war die Partie gegen entnervte Panther quasi entschieden, Connolly machte mit einem Empty-Net-Treffer noch den Deckel drauf. - MiHei

ERC: Timo Pielmeier – Friesen, Schopper; Kohl, McNeill; Köppchen, Salcido; Wagner – Barta, Irmen, McMillan; Buck, Greilinger, Taticek; Ross, Lebler, Laliberte; Barta, Elsner, Thomas Pielmeier

Roosters: Lange – Button, Teubert; Côté, Lavallée; Orendorz, Périard; Raymond; York, Dupont, Petersen; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Connolly, Blank; Sylvester, Friedrich, Ross

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg), Steineke (Erfurt)

Tore: 1:0 (02:55) Buck (Taticek, McNeill), 2:0 (09:32) Taticek (Buck, McNeill/5:4), 2:1 (14:32) Connolly (Macek/5:4), 2:2 (23:29) Ross (Friedrich), 2:3 (42:31) Macek (Caporusso, Orendorz), 2:4 (43:57) Petersen (Sylvester, Friedrich), 2:5 (58:04) Connolly (Empty Net)

Strafen: ERC: 10 + 10 (Barta); Roosters: 12

Zuschauer: 3680

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